Wien, wie es wirklich war: Traditionell vielsprachig und multikulturell

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  1. >So sind etwa 1856 nur 62,6 Prozent der in Wien Lebenden auch in Österreich geboren worden, 2022 waren es (ähnlich wie 1880 übrigens) 57,4 Prozent. Dazwischen gibt es ein sanftes Auf und Ab mit nur wenigen markanten Ausreißern. Etwa 1923, als 70,2 Prozent der Wiener Bevölkerung Geburtsorte in Österreich hatten, oder die bisherige Spitze 1934, als es 76,1 Prozent waren. Danach verringerte sich der Prozentsatz der in Österreich geborenen Wienerinnen und Wiener jahrzehntelang kaum merklich: 2004 waren es 74,4 Prozent, 2013 dann 69,9. Wien ist seit Jahrhunderten sehr bunt.

    Ist die Frage, welches Wien der Waldhäusler meint. Ich tippe auf das Wien zwischen 1938 – 1945. Was aber traurig ist, da eine jahrhundertelange Geschichte und Kultur ignoriert wird.

  2. Die im Artikel präsentieren Zahlen sind aber sehr zu hinterfragen. Auch Burgenländer müssten in dieser Zählung als “Ausländer” gezählt werden da es damals ja zu Ungarn gehörte. Die Unterscheidung zw. bspw. Deutschböhmen und Tschechen geht mangels Datenlage auch unter.

    Während der Monarchie lebte übrigens ca. die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung nicht in Teilen des heutigen Österreichs. Nach der Logik des Artikels wären das alles “Ausländer”. Beispielhaft dafür sind die Mitglieder der ersten österreichischen Regierung nach dem 1. WK, die zwar allesamt deutschsprachig waren aber mehrheitlich nicht im heutigen Österreich geboren (somit “Ausländer”). Geschichte kann spannend sein.

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