
Wie steht r/Austria zur Erbschaftsteuer?
Im Standard gibts an Artikel dazu mit zhauf netten und unreflektierten Meinungen des Journalisten.
Mich würde die Meinung zu solchen Beispielen interessieren:
1) Ich spare für meine Kinder um Ihnen einen tollen Start in die Unabhängigkeit zu ermöglichen, mein Bruder verprasst alles. Dh ich mach eine quersubventionierung seiner Kinder mit der Steuer.
2) ich kaufe im laufe meines Lebens 3 Eigentumswohnungen. Steuer auf das Einkommen zum Kauf, Steuer bei Kauf, Steuer auf Miete, Steuer auf Erbe. Somit habe ich auf mein eingesetztes Kapital eine mindestens 4 Fach Besteuerung.
3) ich habe kein relevantes Vermögen aber vererbe eine Firma welche den Lebensunterhalt des Erben bei Eintritt in die Firma sicher würde. Bei Besteuerung wäre des ned aus Eigenmittel zu bedienen, man müsste Firmenanteile verkaufen.
4) Menschen mit wirklichem Vermögen würden diese Besteuerung mit ziemlicher Sicherheit umgehen, mit welchen Mitteln auch immer. Somit generell am Ziel vorbei?
Edit Link Eine Erbschaftssteuer für das Grunderbe? Ja, bitte! https://www.derstandard.at/story/2000143057634/eine-erbschaftssteuer-fuer-das-grunderbe-ja-bitte?ref=article
Edit 2: Podcast servus gruezi hallo, folge vom vergangenen Mittwoch
40 comments
>ich kaufe im laufe meines Lebens 3 Eigentumswohnungen. Steuer auf das Einkommen zum Kauf, Steuer bei Kauf, Steuer auf Miete, Steuer auf Erbe. Somit habe ich auf mein eingesetztes Kapital eine mindestens 4 Fach Besteuerung.
Mir kommen die Tränen, Basti.
Bei den Freibeträgen, die so genannt werden, kann man problemlos was für die Kinder erarbeiten (bzw. ist eher das erarbeiten das Problem und nicht das weitergeben).
Gerade bei Immobilien würde ich mir aber eher laufende Steuern wünschen als nur auf die Weitergabe. Mich stört nämlich auch das halten zum spekulieren ohne Nutzung und gewisse Organisationen sitzen sonst ohne Kosten ewig drauf, weil sie es den Leuten mit Aussicht auf die Hölle abgenommen haben.
Erbschaftssteuer Artikel im Standard? Mal was ganz Neues! /s
Wenn man sich schon auf einen Artikel bezieht, wärs vllt. nicht schlecht ihn auch zu verlinken.
Die Erbschaftsteuer darf mE nicht dazu führen dass allgemein mehr Steuern gezahlt werden, sonder dass der Reichtum wieder etwas besser verteilt wird. Weiß nicht ob sie dafür wirklich geeignet ist. Besteuern wird man wahrscheinlich nur vermögen können das auch physisch in Ö ist. Und das ist meist in form von Unternehmen da, welche man ausnehmen bzw erleichterungen geben muss. Leute wie stronach, didi oder benko wird man da nicht zur kasse bitten können. Aber ich kann mich auch täuschen
Erbschaftssteuer wird net den Otto Normal Erben betreffen und wenn jemand über 1 million erbt, kann er schon was abdrücken. Ist eigentlich Common sense…Eine Erbschaftssteuer wäre auch ein winziger Schritt in Richtung Chancengleichheit. Reichtum sowie sozialer Status wird vererbt, ist eh in Ordnung, aber man darf das ruhig abschwächen.
3. Again, die Firma muss mal über 1 Mio wert sein.
4. Wohin sollen sie denn gehen? Jedes andere EU Mitglied hat eine Erbschaftssteuer.
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Edit: habe mir den KOMMENTAR (kein Artikel) mal durchglesen – was genau passt dir denn nicht? [https://www.derstandard.at/story/2000143057634/eine-erbschaftssteuer-fuer-das-grunderbe-ja-bitte](https://www.derstandard.at/story/2000143057634/eine-erbschaftssteuer-fuer-das-grunderbe-ja-bitte)
Erbschaftssteuer wäre einfach nur Scam. Wir haben in AT sowieso schon mit die höchsten Steuern auf alles, andere Länder schaffen mehr mit weniger Einnahmen.
Naja… ich steh dem gespalten gegenüber. Einerseits verständlich dass es „nervt“ bei Weitergabe noch mal steuern abzugeben. ABER: ich versteh auch das Argument dass der Erbe NIX dafür getan hat und somit einen steuerfreien Vermögenszuwachs hat und somit eine neue Person besteuert wird und nicht das Kapital/Immobilie. Bei solchen engmaschigen Planungen würde ich die Immobilie direkt im Namen der Erben kaufen, die Steuern entrichten und gut is. Zumindest in meiner subjektiven Theorie. Hab ned sehr viel wirtschafts und steuerwissen.
Ich sehe einfach ein großes Problem beim Eingriff in die Privatssphäre und bei der Bewertung von Vermögensgegenständen.
Ad 1: sehr realistisch dass man bis über die generell genannten Freibeträge einfach so anspart /s
Ad 2: Ebenfalls ähnlich realistisch.
Ad 3: Firmeneigentum _ist_ Vermögen. Und wenn deine Firma ned ein paar % des Eigenwerts Rücklagen hat oder auftreiben kann (denn von mehr reden wir ja nicht) dann is die Bude eh nix wert.
Ad 4: andere Länder zeigen: nein.
Zwei Dinge:
– Häuslbauer (oder Besitzer einer Wohnung) darf eine Erbschaftssteuer niemals nie und unter keinen Umständen treffen. Wenn das passiert kippt die Stimmung und die Erbschaftssteuer ist auf Jahrzehnte politisch tot.
– Die “Erbschaftssteuer” darf nicht so heißen. Sie muss “Millionärssteuer” oder “Reichensteuer” heißen.
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Das Um und Auf wird sein, von Sekunde 0 an klar zu stellen, dass du, ich und im Grunde wir alle diese Steuer nicht zahlen werden…sondern Leute mit vielen Immobilien, mit vielen Millionen verteilt in diversen Assets. Von mir aus soll auch Aktienbesitz versteuert werden.
Aber niemals darf die Steuer vom Mittelstand bezahlt werden.
Man kann auch Freibeträge schaffen (1x Immobilie bis 1Million und Aktien/Fonds/Lebensversicherungen bis 1 Million sollten frei sein)
Nachdem eine Erbe ein Einkommen für den Beerbten darstellt, ist das nicht-Einheben einer Einkommenssteuer ein willkürlich geschaffenes Privileg, das Ungerechtigkeit schafft und daher weg muss.
Erben ab 1.000.000,00 – Steuer drauf und gut is.
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würd persönlich sogar den freibetrag senken, aber bei den aktuellen immo preisen ist bald der parkplatz in wien erbschaftssteuerpflichtig /s
Find ich super. Warum sollte eine Vermögensweitergabe für die die Rezipienten nichts geleistet haben unbesteuert bleiben? Bei den Staffelungen fallen auch wirklich die allermeisten Menschen nicht in die Regelung hinein – nur die Reichen eben, die ihren Reichtum mit den Mitteln der Gesellschaft aufgebaut haben oder wiederum nichts dafür geleistet haben.
Und ganz ehrlich – wenn jetzt wieder jemand kommt mit “Aber Schutz für Familienunternehmen” etc. – im Endeffekt ist das Erbe ein Riesengewinn, auch mit einer Steuer darauf. Wie auf einmal alle immer tuen, als wäre Erben mit einer Reichensteuer auf einmal ein Verlust.
Aja, GB hat eine hohe Erbschaftssteuer, sogar als ultrakapitalistisches Land – also warum nicht wir? Da geht es um soziale Gerechtigkeit, dass alle ihren fairen Anteil leisten.
Die Erbschaftssteuer wird schon allein faktisch an der Verwaltung bzw der personalknappheit scheitern.
Der Staat finanziert sich defacto ueber Umsatzsteuer, Lohnsteuer, koest und kest.
Diese Steuern sind watscheneinfach abzuführen, entweder ueber die lohnverrechnung, den Jahresabschluss, etc.
Wie stellt man sich ernsthaft vor, im qualifizierten Bereich tausende Personen (Steuerberater, finanzbeamte, notare, immoviliengutachter) zu beschäftigen, die ernsthaft eine vernünftige Berechnungsbasis ermitteln koennen.
Kann man diese Personen beim aktuellen Fachkräftemangel nicht wo besser einsetzen?
Im übrigen entspricht die aktuelle immoest vom Aufkommen her in etwa der Erbschaftssteuer in Deutschland
Meine Meinung dazu…
1) also sollen die Kinder deines Bruders bestraft werden? Klingt nicht gerade fair. vor allem können sich manche es vielleicht nicht einmal leisten, was für die Kinder beiseite zu legen. Nur weil die Eltern das nicht geschafft haben, ist es ziemlich unfair, den Kindern das ganze Leben zu verstellen. Chancengleichheit und so
2) bei 3 Eigentumswohnungen beschwerst du dich, dass man da dann Steuern zahlen könnte? Komischerweise regen sich nur die über Steuern auf, denen danach trotzdem noch mehr als genug bleibt. Finde ja Eigentum wenn’s Generationenübergreifend ist, fast wirklich Diebstahl. Aber über das zu diskutieren geht sich in einer kommentarspalte nicht aus.
3) muss man das? Man könnte die Steuern auch über einen Zeitraum abzahlen. Aber den Wert festlegen bei Firmen ist immer tricky. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Und den kenne ich leider nicht.
4) Ja, wenn man steuerschlupflöcher lässt. Und btw, mit 3 Eigentumswohnungen bist du jemand mit *wirklichem* Vermögen.
Freibetrag sagen wir 1 bis 2 Mio der sich jährlich um den VPI erhöht das ganze dann Wohlstandsausgleichsteur nennen und gut ists. So brauch niemand Angst haben der ein Haus baut oder ein zwei Wohnungen hat.
Niemand der gegen die Erbschaftssteuer ist versteht Steuerprogression. Du willst drei Eigentumswohnungen vererben, sagen wir jede 400k wert. Also Gesamtwert 1,2mio.
Die höchsten Vorschläge in der Debatte kommen von der SPÖ und sind 25% ab einer Mio. also bei 1,2Mio Wert, der an ein Kind vererbt wird, muss dieses 50k an den Staat zahlen. Bleiben 1,15Mio über. Mir kommen die Tränen.
Meine Meinung
Erbschaftssteuer ab 1 Mio
Progressive steigern, alles über 100Mio 100% Steuer.
Wir haben vor einiger Zeit aus guten Gründen den Adel abgeschafft, aber den Geldadel gibt es noch immer. Der Einfluss einiger weniger auf die Politik/Wirtschaft/Gesellschaft ist einfach zu groß.
1. die Kinder kriegen in jedem Fall etwas ab, die Freibeträge in jedem diskutiertem Modell sind hoch. Abgesehen davon können die Kinder nichts dafür in der Gebutslotterie zu verlieren.
2. Ja und? Ich zahle Lohnsteuer, dann KEST, dann wenn ich mir was kaufe Umsatzstzeuer, das ist völlig normal das Transaktionen jedesmal besteuert werden. Das als schlimm ansehen können nur Laute die kaum Steuern zahlen weil sie von Ihrem Reichtum leben, was SEHR gering besteuert ist, im Gegensatz zu Arbeitseinkünften.
3. Dafür gibt es genug Modelle, zum Beispiel ein gängiges ist eine stille Beteiligung des Staates die man von den Gewinnen tilgen kann. Das schützt davor das Eigentum immer mehr zersplittert wird bei den Formen wo das relevant ist. (bei AGs ist es eh wurst)
4. Das ist das Killerargument, dann können wir auch alle Drogen komplett freigeben, Steuerhinterziehen kann man natürlich immer, das ist ein Verbrechen, die meisten Reichen und Superreichen leben in ihrem Geburtsland.
Mit dieser Situation empfehle ich eine vernünftige Holding-Struktur. Da zahlst auf gar nix Steuer in Österreich. Holding-GmbH, Immobilien-GmbH, Operative-GmbH, Handels-GmbH. All diese tollen “Erbschaftssteuer-Ideen” schröpfen nur den Mittelstand und jene, die fleißig arbeiten und leisten, um sich etwas aufzubauen. Als Privatperson sollte man nichts besitzen (außer eine Holding-Gesellschaft)… 😀
Ich bin mir sicher, dass die jeweilig verantwortliche Regierung (egal ob rot blau schwarz etc) ein Gesetz für eine Erbschaftssteuer so in den Sand setzen würde, dass erst recht wieder der Mittelstand zahlen darf & die wirklich Reichen diverse Schlupflöcher nutzen.
Wir haben ein Problem mit der ungleichen Vermögensverteilung – aber mir fehlt der Glaube dieses Problem so entschärfen zu können.
Zu deinem Punkt 2
Drei mal besteuert, deine Erben werden von der Erbschaftssteuer besteuert.
Finde es toll, dass es keine in .AT gibt. So ging sich knapp eine kleine Eigentumswohnung aus.
Natürlich kann eine Erbschaftssteuer ein probates Mittel für die Umverteilung sein.
Weil hier viele schreiben, dass dies so gar nicht umsetzbar wäre, möchte ich hier anfügen, dass der ausschlaggebende Punkt der Wille zur Umsetzung und eher nicht der personellen Mangel sein wird.
Mit einer Erbschaftssteuer sollte auch immer eine Vermögens bzw. Besitzsteuer mitgedacht werden. Grundsätzlich muss auch mit Freibeträgen gearbeitet werden. Bspw. ganzjährig bewohnte Eigentumswohnungen oder Eigentumswohnungen für Kinder sollten nicht besteuert werden (Um dem Argument des OP zu widersprechen/Wobei ich grundsätzlich der Meinung bin, nur ebensolche Wohnungen sollten überhaupt besitzt werden dürfen und Zweitwohnsitze bzw Spekulationswohnungen komplett verboten werden)
Selbstgenutzte Immobilie muss rausfallen von mir aus darf man auch erst aber 3 oder 4 Immobilien besteuern.
Auch bei Familienbetrieben stell ichs mir schwer vor wie das besteuert wird. Dann noch eine hohe Grenze mit VPI Anpassung ich denke so an 5-10 Millionen Euro. Dann würde es passen. Ist halt die Frage, ob es sich danach überhaupt noch etwas bringt.
Österreich fährt jedenfalls ein sehr eigenes Modell beim Thema Erbschaften und Reichtum. In Österreich dürfte die Erben-Lobby starke politische Vertreter haben.
Quelle: [https://kontrast.at/erbschaftssteuer-oesterreich-argumente/](https://kontrast.at/erbschaftssteuer-oesterreich-argumente/)
https://preview.redd.it/n0coil8j6ffa1.png?width=1004&format=png&auto=webp&v=enabled&s=b91a93a7ac1df012b5da48ddca1b87fe0a37f2ee
Und hier sieht man, wie die Erbschaften verteilt sind. Gleiche Quelle wie unten eben.
https://preview.redd.it/y5hijopx6ffa1.png?width=1200&format=png&auto=webp&v=enabled&s=a0060c2adba82caacfba87ecc87c3987f06e746a
Wenn so etwas kommt brauchts Ausnahmen für landwirtschaftliche Betriebe. 1Mio Verkehrswert ist da gar nix, wenn das so kommen würde, sind alle Kleinbauern mit Generationenwechsel tot.
Logistisches Beiseite, ich erbe wenn es so läuft wie geplant einmal 1.5 Millionen und bin SEHR für eine Erbschaftssteuer. Verstehe nicht wieso das überhaupt eine Frage ist, vor allem
Ab bestimmten Summengrenzen
Alle Beispiele ignorieren den Freibetrag. Von daher passt es nicht.
Erbschaftsteuer ist notwendig um eine Gesellschaft zu erhalten die nicht nur aus Armen und Reichen besteht. Die Schere geht viel zu sehr auf, was dann folgt sieht man in den USA. Die Erbschaftssteuer ist da ein (wichtiger) Baustein gegen diese Probleme.
Die Schreckgespenster für die armen Häuslbauer werden von den Reichen herbeigeredet, aber auch nur um den eigenen Reichtum zu schützen.
Eine Erbschaftssteuer wünschen sich idR all jene, die faul sind und wenig geleistet haben, aber wollen, dass finanziell erfolgreiche Leute bestraft werden. Nivellierung nach unten sozusagen, und der Höhepunkt einer Neidgesellschaft. Ich stimme deinen Argumenten zu.
Ich bin der Meinung dass eine sinnvolle Erbschafts- und Vermögenssteuer nur fair ist.
Von mir auch aus gerne mit Ausnahmen und Freibeträgen (Eigenheim, Unternehmensanteile wenn man an der Führung beteiligt ist)
Man kann ja auch von anderen Ländern wie zB Deutschland oder Spanien abschauen.
Das habe ich nicht verstanden. Eine Steuer entsteht ja durch Aktionen des Besteuerten. (in dem Fall dem Akt des “Vererbens”)
Es gibt kein Kriterium nach dem einmal bereits besteuertes Geld nicht nochmal besteuert werden kann… und warum genau sollte das auch ein Kriterium sein?
Man kann darüber diskutieren ob man das Steuersystem vereinfachen soll… aber dann wird sich diese Last einfach aufteilen… Steuern werden ja nicht zum Spaß eingehoben.
Ich sags mal so… von dem Geld was ich verdiene wird eine ganze Kaskade von Mehrfachbesteuerung durchgeführt…
Also verstehe ich die Diskussion nicht. Als ob “Mehrfachbesteuerung” irgendwas ungewöhnliches wäre.
Das ist es nicht. Wovon ist hier also die Rede?
Statt dass sich der Bildungsferne, Mittellose selbst erhalten lernt durch Ausbildung, Förderung unter Unterstützung des Staates, ist es dir langfristig lieber mehr Steuern zu zahlen?
Was ist mit sozialem Frieden? Du siehst nur die Steuern, aber nicht dein leistungsfreies Einkommen. Wie kann es sein, dass ich 37% + Unternehmen LNK zählt?
Die mit Erbe und Geld kaufen sich erst Recht wieder Wohnungen und Häuser zusammen. Preise explodieren, Einheiten stehen leer, während ich mit einem akzeptablen brutto keine Chance so schnell drauf habe.
Ich finde es löblich das du das für deine Kinder machst.
Du musst dir aber der Gesellschaftlichen Konsequenzen klar sein, die Kinder deines Bruders können ja nix dafür das sie seine Kinder sind und nicht deine.
Langfristig führt das dazu zu Generationellem Vermögen das einen kleinen Teil der Bevölkerung massiv bevorteilt weil sie halt zugang zu dem Erbe haben, Familie Piëch, Swarovski z.b. Wieso sollten Milliarden über 5 Generationen oder mehr Leistungslos in Familienbesitz bleiben.
Ich finde eine Erbschaftssteuer ab 1 Million Euro wäre mehr als fair, das heißt im Endeffekt du kannst jedem deiner Kinder einen Massiven Vorsprung geben aber es gibt einen Deckel wie hoch dieser Vorsprung sein darf, ab diesem Deckel solls dann einfach mit Einkommen besteuert werden bzw ggf Sonderregeln für Firmen die kein Vermögen verwalten indem man z.b. Anteile dem Betriebsrat übergibt
> Ich spare für meine Kinder um Ihnen einen tollen Start in die Unabhängigkeit zu ermöglichen, mein Bruder verprasst alles. Dh ich mach eine quersubventionierung seiner Kinder mit der Steuer.
Ja und? Das ist ja eh einer der Ziele des Sozialstaats.
> ich kaufe im laufe meines Lebens 3 Eigentumswohnungen. Steuer auf das Einkommen zum Kauf, Steuer bei Kauf, Steuer auf Miete, Steuer auf Erbe. Somit habe ich auf mein eingesetztes Kapital eine mindestens 4 Fach Besteuerung.
Nein. Über die ersten beiden Punkte kann man ja reden, aber die anderen beiden Punkte stimmen einfach nicht. Steuer auf die Miete besteuert ja nicht das Kapital, sondern den Kapitalertrag (also neues Kapital, das du noch nicht versteuert hast). Das Erbe wird ja von dir auch mit Erbschaftssteuer versteuert. Die zahlen ja die Erben, die dieses Kapital noch nie versteuert haben (also beginnt der Zähler bei null).
> ich habe kein relevantes Vermögen aber vererbe eine Firma welche den Lebensunterhalt des Erben bei Eintritt in die Firma sicher würde.
Was jetzt? Kein relevantes Vermögen oder eine wertvolle Firma?
> Bei Besteuerung wäre des ned aus Eigenmittel zu bedienen, man müsste Firmenanteile verkaufen.
… oder einen Kredit aufnehmen. Ja, und weiter?
Wir werden eine brauchen. Weils immer mehr eskaliert die Kluft zwischen denen, die nichts erben, und denen, die es tun. Geld ist “magnetisch”, wer viel hat, bekommt leicht mehr dazu.
Die Folgen sieht man jetzt, wo man ohne Erbe kaum noch Chance hat Wohneigentum zu gründen – weil die Leute die erben die Preise ruinieren.
Erben ist keine Leistung, sondern im Gegenteil, erzeugt irgendwann sogar eine leistungsfeindliche Gesellschaft
Was können deine Neffen dafür, dass dein Bruder ein Trottel ist?
Was haben deine Kinder dafür geleistet, dass sie einen guten Start haben?
Die Antwort ist auf beide Fragen dieselbe. Nämlich nichts.
A priori bin ich ein großer Fan der Erbschaftssteuer wenn man sie denn zweckgebunden ist und man damit jungen Leute eine Ausbildung ermoeglicht. Jeder Mensch hat das Recht auf eine gute Chance im Leben und nicht nur wenn die Eltern reich sind.
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Man darf aber davon ausgehen, dass die Erbschaftssteuer eher dazu verwendet wird um einem Großkonzern ein paar Subventionen in den Arsch zu blasen und, dass die wo wirklich die Kohle daheim ist aufm Papier dann ploetzlich sowieso ganz ganz arm sind.
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kurzum: Ich bin pro Erbschaftssteuer, aber kontra Implementierung
Mehr, weitere, zusätzliche, ergänzende, neue, erhöhte usw. Steuern sind nicht immer die Lösung für alles. Man sollte zuerst mit den Mitteln und Möglichkeiten arbeiten, die einem zur Verfügung stehen:
1. Entschlackung der jetzigen Verwaltung, sprich: Zusammenlegung von Gemeindeämtern, Kündigung von überschüssigem Personal.
2. Entschlackung der Kassensysteme a la ÖGK, SVS usw.
3. Digitalisierung von mehr behördlichen Angelegenheiten, dazu gehört auch die Polizei.
4. Verschärfung der Sozialausgaben, so dass diese tatsächlich nur den Bedürftigen zukommen.
5. Reduktion der Gehälter von Abgeordneten aller Art.
6. Reduktion der staatlichen Parteienförderungsgelder.
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Erst wenn diese finanzielle Umstrukturierung nichts bringt, dann kann man wieder die Bürger zur Kasse bitten.
Ich bin gegen eine Erbschaftssteuer! Warum sollen Leute, die was vererbt bekommen dafür zur Kassa gebeten werden?? Nur weil’s Leute gibt, die nichts vererbt bekommen ??? Das ist so typisch Österreich! Wenn du Besitz hast, wirst bestraft (Leerstandsabgabe, mögliche Erbschaftssteuer) und wenn du nix hast, wirst überall auch noch belohnt – Stichwort; Wohngeld, Mindestsicherung usw