
Hatte kürzlich ein lustiges Gespräch mit jemanden der für die Kommunistische Partei in Krems (KLS) aktiv ist (hat Wahlplakate geklebt und so).
Mich würde interessieren, wart ihr schon mal politisch aktiv oder seid es noch? Alles alles war mehr ist als ab und zu auf eine Demo zu gehen. (aber sowas wie Betriebsrat sein oder bei einer Bürgerinitative aktiv mitgemacht haben würde schon zählen, oder auch interessensvertretungen wie zb die epicenter works die hier ab und zu mal posten oder die HOSI oder sonst was)
Findet ihr das eine gute Sache oder hat es euch eher überzeugt dass das sinnlos ist? Was ist gut daran? Was ist schlecht daran? Sind die vor allem fad und deprimierend weil nix weitergeht? Sind da vor allem Leute die nur ewig herumreden? Warens bei euch eher sauf und hookup Gelegenheiten?
Was findet ihr sind gute Formate und was eher schlechte Formate?
Glaubt ihr dass diese “[Bürgerrat](https://vorarlberg.at/-/bürgerrat-klima-zukunft)” Dinger von denen man immer wieder mal im Kontext von Klimapolitik hört sinnvoll oder zumindest interessant sind? Wenn euch wer fragen würde, würdet ihr da mitmachen oder ist das eher wie fliehen von der jury duty in den USA? \[btw, war irgendwer von euch schon mal Schöffe?\]
31 comments
Ja, seit mittlerweile 10 Jahren in verschiedensten Umgebungen und Organisationen.
Sehr wichtig – da du allgemeine Konzepte zur politischen Mitwirkung anspricht – fände ich bsplw “Politiktage” in Schulen, Betrieben und anderen Einrichtungen für jedermann. An solchen Tagen, vlt alle zwei Wochen, sich mal gemeinsam alle seit letztem Mal eingebrachten Gesetzesinitiativen, Ausschussberichte usw usf ansehen und, wenn das Thema interessiert, sich zu einer gemeinsamen Stellungnahme bewegen lassen.
Zwecks bürokratischem Aufwand vlt nicht alles direkt ans Parlament schicken, sondern vlt mit “Zwischenstation” alles auf Landesebene zusammenschreiben lassen und dieses konsolidierte Dokument dann weiterschicken oder sowas. Trotzdem mit Möglichkeit eigene Stellungnahmen weiterhin direkt einbringen zu können, wenn da irgendwas rausgeschnitten oder falsch verarbeitet wird.
Ja, war ich. Hab dann meiner Frau den Laptop mitgeben und es war ein Drama …
/s
Ich bin seit 5:15 munter und geh jetzt Wahlbeisitzen bei der Landtagswahl… (Wahllokal hat von 07:00-16:00 geöffnet. Im Einsatz ist man ca von 6:15 bis 17:30, als Leiter des Wahlsprengels kann man jeweils nochmal 45 Min hinten und vorne dranhängen.
Sonst mach ich nix mehr… Kinder, Verein, Fortbildung, Karriere,… Irgendwo ist da keine Zeit mehr.
Bin bei einer Bürgerliste und es macht mir zumindest sehr viel Spaß 🙂
Da Babler war wegen einer besoffen Gschicht letzten Sonntag auf Kaffee und Kuchen bei uns. Zählt das schon als politische Einflussnahme?
Wenn man in der Obersteiermark aufwächst landet man zwangsläufig irgendwann einmal bei Kinderfreunden, roten Falken und SJ.
Ich hock seit 6:15 da und sortier Wahlkarten. Ich mach das seit über 20 Jahren in der Gmoa seit ich 18 bin. Die eigene Gemeinde/Umgebung mitgestalten, mitreden und streiten wenn notwendig statt nachher sudern.
Ich war in der Berufsschule Klassensprecher- Stellvertreter
Ich mach seit ein paar Jahren Wahlbeisitz ohne selbst in einer Partei zu sein. Die Grünen haben damals öffentlich gesucht, weil sie zu wenige eigene Leute hatten und mich hat’s interessiert.
In Wien haben die Wahllokale von 7:00 bis 17:00 offen, also sitz ich meistens von 6:15 (ab da sollen wir da sein, 2020 wars wegen Corona sogar 6:00) da. Das ganze dauert dann je nach Wahl bis 17:30 oder deutlich länger (das späteste war glaub ich 18:45).
Am gemütlichsten sind Bundespräsidentenwahlen, da die Auszählung recht schnell geht (ein Stapel pro Kandidat*in, zählen, fertig). Sind ja eher wenige Kandidat*innen, bei Stichwahlen sogar nur 2. EU-Wahlen sind auch nicht viel komplexer, da kommen aber noch die Vorzugstimmen dazu. Nationalratswahlen haben dann auch noch unterschiedliche Wahlkreise. Am längsten ziehen sich aber die Gemeinderatswahlen, weil da gleichzeitig auch Bezirksvertretungswahlen stattfinden, die ja auch ausgezählt werden müssen (also 2 Stimmzettel, jeweils mit Vorzugsstimmen).
Interessant wird’s ab 2024, dann zählen wir nämlich die meisten Briefwahlen direkt im Wahllokal aus (mehr Stimmzettel, dafür gibt’s schon am Sonntag ein sehr genaues Ergebnis).
Davon abgesehen war ich in queeren Communities früher etwas aktiver, bin auch zu Vernetzungstreffen gefahren, habe an Flyern mitgewirkt und war auf Infoveranstaltungen. Dafür fehlt mir aber gerade Zeit und Energie, weshalb ich nur mehr “zum Spaß” an Community-Treffen teilnehme (und die Organisation anderen überlasse).
Ich bin mal zu einer ÖH-Fraktion gegangen mit dem Ansporn, dass ich mir auch gedacht hab, dass ich da mal niederschwellig meiner ‘demokratischen Verpflichtung’ nachkommen kann. Also das folgende sind jetzt nur ÖH-Erfahrungen
War für mich eher ernüchternd, muss ich sagen. Kann aber natürlich sehr daran liegen, dass halt die ÖH als Institution nicht so prickelnd ist: Sie ist halt die Interessensvertretung einer Gruppe (Studenten), die prinzipiell nicht sehr viel universitätspolitische Macht hat. Und dauernd das Gereibe zwischen wahlkämpfenden Fraktionen ist auch anstrengend.
Ich hab auch gemerkt, dass ich nicht bereit war genug Zeit zu investieren, um da sinnvoll was machen zu können, also ganz beurteilen kann ichs eh nicht, was man da nicht vielleicht machen könnte. Mir war dann halt doch mein Studium wichtiger. Es ist aber halt ja wirklich so, dass es eine riesige ‘Kluft’ zwischen der ÖH und den ‘normalen’ Studis gibt. Es schien mir dann schon oft auch einfach so, dass das was im geringen Einflussbereich der ÖH liegt, einfach nicht wahnsinnig interessant für die ‘normalen’ Studis ist. Und die meisten ‘normalen’ Studis haben ja sowieso keine so hohe Meinung von der ÖH. (Anstatt dass sich die ganze Studierendenschaft gemeinsam als ‘ÖH’ wahrnimmt, was eigtl die Idee sein sollte)
Irgendwo spiegeln sich da dann auch Probleme, die die repräsentative Demokratie auch im Großen hat. Die schöne Idee, dass ‘wir’ da demokratische Insitutionen haben, an denen wir uns alle beteiligen können, stimmt zwar, aber irgendwie geht das in der Praxis nicht auf. Das liegt zwar sicher auch am ‘Desinteresse’ der meisten. Und ich hab hier jetzt einmal gezielt versucht dieses Desinteresse bei mir selbst zu durchbrechen und es ist mir nicht gelungen. Eigtl richtig traurig.
Ich persönlich hoff sehr, dass Bürgerrat-ähnliche Sachen einen Unterschied machen würden und dass man so diese Kluft zwischen Politisch-Engagierten und den ‘Normalen’ überwunden könnte. Damit das was bringt, müssen diese Gremien dann aber auch wrkl Entscheidungsmöglichkeiten haben. Dass Studenten durch die ÖH zB in Berufungskommissionen (zur Berufung von Professoren) und in Curricularkommissionen (zum Zusammenstellen von Studienplänen) sitzen, ist zB unumstritten toll und das findet auch jeder spannend, weils da wirklich um etwas geht, was alle betrifft.
Ich war etwa 7 Jahre bei einer Partei aktiv. Flyern, Plakate kleben, Wahlkampfarbeit allgemein bis hin zum Landesvorstand. War eine schöne Zeit, hab super Freunde von damals, würds aber nima machen.
Ja, inkl. Kandidatur zum NR. Kann’s nur empfehlen, sich das ganze von der passiven Seite anzuschauen. Ganz interessant, wer da Interesse an dir und deinen Positionen zeigt.
Zum NR hat’s nicht gereicht, aber die Vorzugstimmen sind ganz erfreulich, zeigt dann doch, dass man Leute überzeugen konnte.
Ich bin Schulsprecher, falls das als politisch zählt.
Manchmal bin ich als Freizeit – Keyboard Warrior aktiv, zählt das?
Ich bin seit ich darf Wahlbeisitzer (etc). Und durch lustige Umstände bin ich jetzt im Betriebsrat. Bürgerinitativen und Vereinsvorstände hab ich schon ein paar hinter mir und auch gerade 😀
Und ja manchmal ist es scheiß deprimierend, du arbeitest Jahre an was und dann gehts doch in oasch. Aber was solls.
​
>Warens bei euch eher sauf und hookup Gelegenheiten?
Also ich trinke nicht, aber letzteres gibts schon haha aber halt nicht nur das, der Zweck ist schon das Hauptding
Na, sowas hab ih ma nie angfangan…
Aber Respekt für (fast) alle die es machen!
War bis vor 2 Jahren in einer politischen Partei aktiv und auch in 2 Wahlkämpfen bei der Landespartei als Wahlhelfer angestellt.
Schlussendlich freuen sie sich natürlich immer über Tatkräftige Unterstützung, die Funktionäre sind so nett dass es schon an Arschkriecherei grenzt und viele Funktionäre lästern massiv über andere Funktionäre der selben Partei. Hab mehrere Jahre lang auf jeder Veranstaltung mitgeholfen, was mir auch bei 2 Wahlen einen ziemlich guten Listenplatz gebracht hätte (wollte aber nie selber ein politisches Amt ausüben).
Am Ende wars eine coole Erfahrung, jedoch hat sich meine politische Einstellung in den letzten Jahren geändert. Ein weiteres politisches Arrangement kommt für mich nicht in Frage.
Das einzige das mir tatsächlich abgeht ist das Beisitzen in Sprengel, sowie Bezirkswahlbehörde. Das hat immer sehr viel spaß gemacht. Eventuell meld ich mich mal bei allen Parteien ob sie noch Beisitzer brauchen und mache das dann ohne Parteimitgliedschaft. Das ist nämlich mmn. echt cool.
Ich war 3 Jahre lang bei einer politischen Partei Vollzeit angestellt und hab extrem viel Einblick und Erfahrung dabei gesammelt. War eigentlich mein erster richtiger Job nach Matura/Bundesheer. Hab Aber festgestellt, dass mir die Privatwirtschaft besser gefällt. Bei einer Partei verdienst als Mitarbeiter echt nicht gut, hast kaum Wochenenden bzw. musst auch immer erreichbar sein.
Bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben, aber ich bin auch froh, dass ich zum richtigen Zeitpunkt gegangen bin und mir etwas in der “echten Welt” aufgebaut habe.
Ja, war ich. Bei der Partei deren Namen man hier nicht nennen darf und die mit F beginnt.
Ist einfach eine familiäre Geschichte, denn mein Vater war eine graue Eminenz dieser Partei auf Lande- und Bundeseben, ich bin mit der Politik und der Partei einfach aufgewachsen und es war für mich selbstverständlich, dass ich eben die Leute persönlich kenne, mit den Kindern von zwei der ehemaligen Landesparteiobmännern habe ich selbst als Kind im Sandkasten gespielt.
In meiner Jugend bin ich dann entsprechend beim RFJ gewesen (aber nur auf ein paar Seminaren gewesen), bin mit 18 in die Partei eingetreten aber hab nie wo kandidiert oder ein Amt angestrebt. Auch Wahlkampf hab ich nicht mitgeholfen, war jedoch oftmals Wahlbeisitzer bzw. auch mal Wahlleiter in meinem Sprengel. Ansonsten war ich eher eine “Karteileiche”. Einzig im Jahr 2003 wo es zu einer Spaltung bzw. einer “feindlichen” Übernahme des RFJ in OÖ (Stichwort Knittelfeld) hätte kommen sollen wurde ich vorübergehend in den Vorstand kooptiert und hab dort diese Übernahme mit abgewehrt. Da reifte in mir aber auch die endgültige Entscheidung, dass ich niemals in die Politik gehen will, weil diese Sitzungen waren nur endloses Blabla und Zeitverschwendung. Bin dann auch schnell wieder aus dem Vorstand ausgeschieden.
Mal ganz abgesehen davon, dass sich meine politischen Ansichten sowieso nicht mit denen dieser Partei decken (ich würde mich ideologisch eigentlich eher als Sozialdemokraten sehen) und ich da dann auch nie einen Hehl draus gemacht habe. Interessanterweise hatte mein Vater (obwohl der Partei bis zu seinem Tod treu) sehr ähnliche sehr liberale Ansichten, für mich hat das auch damals schon nicht zusammengepasst. Nach dem Tod von Papa habe ich dann noch etwas gewartet (Zeit seines Lebens wollte ich aus der Partei nicht austreten, denn das hätte ihm das Herz gebrochen. Mir wars wurscht, weil gewählt hab ich sowieso nicht blau) und bin dann mit Corona und wie sich die Wissenschaftsfeindlichkeit endgültig manifestiert hat aus der Partei ausgetreten.
Ich habe aber auch nicht vor in irgendeiner anderen Partei aktiv zu werden, dafür ist mir meine Zeit zu schade und sinnloses Blabla gibts in der Branche in jeder Partei und das hasse ich wie die Pest.
Ich hab mit Bierflaschen auf a Pegida Demo geschossen. Zählt das auch?
Ok Real talk, ich bin hart in der bubble.
Jvp / Öaab Funktionär, die ÖH auch durchgespielt auf Bundes und FH Ebene und hab genügend Freunde und arbeite nah genug drann um das einigermaßen beurteilen zu können.
(Bin btw ohne Umfeld selber aktiv geworden, meine Eltern sind nicht politisch und eher links und nein wir sind nicht Unternehmer oder reich)
Politische Bewegungen sind meist bottom up, also die Ortsgruppe wählt den Bezirk, der Bezirk das Land usw
Die großes Reformen in Struktur und Politische Meinungen werden meist im Land, sonst Bund gefällt. Also muss man halt mitspielen wenn man mitreden will. Da kommt oft, dass das ungerecht usw ist, aber ehrlich warum sollte mich deine Meinung über die Organisation interresieren wenn du dich nicht darum bemüht hast. Nur für eine Unterschrift das du Mitglied bist bringt halt original nix. Wenn man mitgestalten will ist das harte Arbeit. “Da geht nix weiter” ja die Reformen dauern sehr lange aber das hat sowohl in Parteien also auch in der Regierung meist gute Gründe. So wie man ein Haus nicht in einer Woche baut ist Politik halt auch eine Art Handwerk…
Parteien funktionieren nicht wie Unternehmen oder Minksteriun mit Weisungen usw (looking at u spö).
Es lohnt sich, in der Gemeidne kann man “recht schnell” mitreden und wer will muss hart arbeiten und kann dann bei ein paar Themen im land / Bund einen Unterschied machen und das, Gesellschaft mitzugestalten, ist sehr cool und belohnend. Genau wie man nicht von heute auf morgen ein Studium macht usw kann man halt nicht glaube, dass random 100 leute in einem bürgerrat einen echten unterschied machen, mit welcher Legitimation … genauso sind demons und Proteste mäßig sinnvoll, die schlacht wird an einem Verhandlungstisch geschlagen, nicht auf der Straße…
Ich hoffe das kommt nicht zu dunkel rüber aber ca so ist es. Ich mach das alles ehrenamtlich und jeder, egal welche Partei dem gebürt unser Dank sich für das Land und die Leute einzusetzen.
Ich war mal bei sowas wie der Gruendungsversammlung des LiF in meiner Kleinstadt, damals.
Hab mich dann abgewandt, weil es nur sowas war wie die Gruenen aber ein wenig anders.
Ich war immer schon jemand der sich hin und wieder zu Klassensprecher / Jahrgangsvertreterwahlen hat aufstellen lassen. Aber mehr als “mach mas halt, sonst wirds nur a schas”. Und hab die Posten auch oft bekommen.
Eine Zeit lang hab ich dann sogar überlegt Parteimitglied zu werden-mehr des Netzwerks und der Karrierechancen wegen. Durchgezogen hab ichs nie. Seit ich beschlossen habe ins Ausland zu gehen, war das Thema dann aber auch wieder vom Tisch.
Neben Job, Studium und Freizeit mit Freunden/Familie hätt i des Gfühl gehabt, dass mir auch einfach die Zeit fehlen würde in einer Parteiblase zu leben (so nehm ich so eine Mitgliedschaft halt auch wahr).
Und bei einigen meiner Social Media Kontakte hab ich dann auch über die Zeit einfach gesehen, was das für ein Kreisw****** ist. Die schreiben sich zum Wahlsieg nicht einfach privat eine Nachricht, nein für jeden Dreck wird gleich medienwirksam in Stories gratuliert und die Parteilinie gegen jede Moral hochgehalten. “Wow glückwunsch xy, dassd jetzt Taschen vom LH tragen darfst! Freut mich so für dich.” und dazu ein Bild auf dem sich die zwei Personen mal irgendwo die Hände geschüttelt haben. Auch Privat kennen die dann einfach nix mehr. Jemand in der Familie stirbt? Ja mach ma sofort a Story, damit ah jeder sieht wie wir Parteimitglieder ja auch nur verletzliche menschen sind. Sorry sowas gehört halt mmn nicht in die Öffentlichkeit….vorallem wenn man die Jahre zuvor einfach nie was von dir gehört oder gesehen hat in sozialen Medien, muss ma sich doch nicht jetzt plötzlich so exibitionistisch geben. Egal ob Partei, Landjugend, ÖH, Schülerunion, Wirtschaftsbund oder so….you name it.
Letzteres hat mich also dann doch wieder überzeugt: Lass den Blödsinn.
Aber das sind jetzt auch nur die mir bekannten Beispiele.
Ich bin in verschiedenen Bürgerinitiativen aktiv, von Parkpflege über Radlobby bis Straßenbau. Wir konnten einige schöne Erfolge erzielen, erst wenn Privatpersonen sich organisieren begegnet die Politik ihnen auf Augenhöhe. Leider bin ich fast immer der einzige U60 dort, das finde ich schade, diese Themen gegen uns alle an, wenn wir sie der Industrie und den Boomern überlassen, werden sie in derem Sinne entschieden. Dafür ist unsere Radfahrer-BI sehr jung, vom Jugendlichen BMXer über die Mutter mit dem E-Lastenrad zum Rennradelnden Manager – so stell ich mir Bürgerpolitik vor!
Wüsste nicht wie also hab ichs nie gemacht
Die Politik regelt letztlich wie wir alle als Gemeinschaft zusammenleben, deshalb hat sie eine extrem wichtige Aufgabe.
Dann schaut man wer und warum in der Politik ist und es kommt einem das 🤮..
Deshalb bin ich aktiv geworden. War früher Coach und Trainer in großen IT Unternehmen und was ich dort gelernt hab, will ich weitergeben. Jedes System wendet sich über Zeit der größtmöglichen Korruption zu die es anwenden kann ohne auseinander zu brechen. Dagegen hilft nur Transparenz und die Handelnden für ihr Handeln auch tatsächlich verantwortlich machen. Da ich obendrein liberal bin und die NEOS die einzige Partei sind die zu dem Ansatz passen, bin ich dort gelandet.
Ich war jahrelang in der Orts/Bezirksgruppe einer Partei tätig.
Die gemeinsamen Tätigkeiten, Veranstaltungen und Ideen waren schon immer sehr lustig und interessant.
Es frisst aber auch extrem viel Zeit.
Am Ende steht aber die Erkenntnis das man über Politik keine Änderungen herbei führen kann.
Habe mich in der Piratenpartei engagiert und im Laufe der 2 Jahre eingesehen, das die Wählerschaft im Durchschnitt einfach bekommt, was sie verdient hat und will. Mir tut jeder leid, der unter der allgemeinen Ignoranz und den daraus resultierenden Ergebnissen leidet. Lösungen zur Besserung sehe ich keine, für die es sich auszahlt eigene Lebenszeit zu verschwenden.
Mein Vater ist bei der ÖVP. Die haben irgendwann auch versucht mich zu gewinnen. Als dann der Bürgermeister meinte: “Du oder dein Bruder, einer von euch beiden muss auf deinen Vater folgen”, dachte ich: “Ja damit jemand für die die Drecksarbeit erledigt, oder was”. Hab höfflich erklärt das ich nicht “muss”(Mein Vater sieht das genauso).
Allerdings überlege ich mir. mich für die Studienvertretung aufstellen zu lassen. Ganz lassen kann ich es anscheinend nicht.
Ich war in meinem Heimatdorf im Gemeinderat. Da fand ich die Sacharbeit ganz sinnvoll, allerdings hat man auch nicht wirklich Spielraum. Ca. 90% vom Budget geht für Sachen drauf die außerhalb jeder Diskussion stehen: Sanierung und Wartung (Straßen, Denkmäler, Gebäude, Freizeiteinrichtungen, ..), Hochwasserschutz, Feuerwehr, etc. In manchen Jahren ist man nach den Fixkosten schon im Minus und geht zum Land betteln oder nimmt Schulden auf. Das fehlt dir dann halt im nächsten Jahr. Oft versuchst was zu organisieren was im Idealfall nicht die Welt kostet oder wo es eine Förderung vom Land gibt.
Persönlich macht man dabei eher Minus. Kostenentschädigung sind ca 70-80 Euro. Wenn man aber bei jeder Veranstaltung im Ort auftauchen und auch immer einen Preis sponsern, Runde zahlen, etc muss zahlst eigentlich immer drauf. Fürs Geld machst das nicht.
Niemand dankt dir irgendetwas. Und wenn ja, hast du sie vorher manipulieren müssen. Think about that