
Da ich gerade im Standard eine Einschätzung von Offizier Reisner gelesen habe, wonach es wohl eher schlecht um die ukrainische Armee bestellt ist, habe ich ein bisschen recherchiert:
Zwei Tage vor Kriegsbeginn hat er gemeint, die Ukraine könne einen Vorstoß maximal verzögern, aber nicht aufhalten (https://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/6102589/Militaerexperte-analysiert_Ukrainische-Armee-kann-einen-Vorstoss)
Einen Tag nach Kriegsbeginn ist er von einer ukrainischen Niederlage binnen 2-3 Wochen ausgegangen (https://amp.heute.at/s/fragen-zu-ukraine-krieg-putin-bundesheer-100192408)
Einen Monat nach Kriegsbeginn sah er die Ukraine „militärisch stark geschwächt“ (https://kurier.at/amp/politik/ausland/beschuss-nahe-tschernobyl-offensive-bei-isjum-geplant/401950741)
Im August – kurz vor der Befreiung der Regionen Charkiv und Kherson – sah er für die Ukraine „keinen Lichtstrahl am Horizont“ (https://m.bvz.at/in-ausland/interview-der-woche-markus-reisner-kein-lichtstrahl-am-horizont-niederoesterreich-print-markus-reisner-interview-der-woche-interview-russland-fluechtlinge-ukraine-krieg-ukraine-bundesheer-333441085)
Im November – nach der Befreiung der Regionen Charkiv und Kherson – verlautbarte er im ZDF, man habe Russland unterschätzt (https://amp.zdf.de/nachrichten/politik/flugabwehr-infrastruktur-reisner-ukraine-krieg-russland-100.html)
Ende Jänner hatte er dann eine „Schreckensnachricht“ für die Ukraine: ihr laufe die Zeit davon (https://amp.heute.at/s/heeres-oberst-hat-schreckens-nachricht-fuer-die-ukraine-100251848)
Natürlich ist der Krieg noch nicht entschieden und auch Experten können sich irren aber bei manchen Reisner-Einschätzungen habe ich das Gefühl, dass da eher der Wunsch Vater des Gedanken war. Besonders weil sie – soweit ersichtlich – in der Regel vollkommem konträr zu den bisher recht treffsicheren britischen und amerikanischen Einschätzungen sind (und Amis und Briten wahrscheinlich über Infos verfügen, von denen unser Bundesheer nur träumen kann).
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Halt von dem gar nix. Der lag, wie du sagst, schon öfter falsch.
Gleich wie der andere ältere Herr Militärexperte der auch immer durchs Tv dingelt und bei der damals nach Polen verirrten Rakete gleich verkündet hat , dass eine Luftabwehrrakete nie solch ein Loch schlagen könnte. Obwohl damals noch gar nix klar war.
Alles nur Blabla. Gleich wie bei den ganzen Coronaexperten. Jetzt sind halt die nächsten dran.
Es ist anscheinend iwie Doktrin des bundesheers, dass die russische Armee nicht besiegt werden kann.
Irgendwie ein bisschen seltsam, fuer was man dann die letzten 70 Jahre geübt hat.
Eine ähnliche Tendenz zeigt auch ja der Wehrschütz häufig.
Die Bundeswehr postet teilweise sehr lange und ausführliche Einschätzungen auf YouTube mit Fachoffizieren.
Fand diese Analysen bisher deutlich besser und retrospektiv auch treffsicherer wie die von Reisner.
Ist halt auch wieder mal ein kleines Puzzlestück in Hinblick auf das Niveau vom Bundesheer…
Seine Einschätzungen waren zu der zeit als er sie traf meines Erachtens alle richtig. Damals war nicht klar das der Westen die Ukraine so stark unterstützten würde. Ohne die massiven Waffenlieferungen würde es die Ukraine wohl nicht mehr geben.
Treffsichere britische und amerikanische einschätzung?
Danke für die Zusammenstellung, genau dasselbe ist mir auch schon aufgefallen
>recht treffsicheren britischen und amerikanischen Einschätzungen
du meinst die prognosen den russen gehe in 1-2 wochen die munition aus? das war deren aussage ab august bis dezember, jedes monat mehrmals.
Net uninteressant, aber seit ich Thorsten Heinrich auf Youtube schaue, ist mir der Reiser suspekt, da er vieles einfach total falsch eingeschätzt hat. Und die Russen mit seiner Wortwahl (unbewusst?) unterstützt.
Heinrich lag bisher verdammt richtig. Und wenner einen Fehler machte, gestand er ihn direkt ein.[https://www.youtube.com/@MilitarGeschichte](https://www.youtube.com/@MilitarGeschichte)
Er sieht auch die allgemeine Berichterstattung kritisch, und kommentiert alles so neutral wie möglich. Und unpolemisch. Gibt aber auch zu, dass er eindeutig zu den ukrainischen Verteidigern hält.
Schwätzer welcher nicht einmal fundierte Einschätzungen liefern kann, weil AT völlig losgelöst jeglicher Intelligence Datas von NATO-partnern, etc.ist.
So wie sie sind, kann er sich die in die Glatze schmieren.
Zu den Artikeln kann ich wenig sagen, die Videos vom ÖBH bezüglich Ukraine waren mMn immer sehr brauchbar.
Man muss halt immer im Hinterkopf behalten: Die Analysen und Aussagen werden, wahrscheinlich, auf Basis von Telegram-Mitschnitten und kurzen Videos entstehen die man eben so im Internet findet gepaart mit dem militärischen Wissen was man sich selbst angeeignet bzw. an der Akademie gelernt hat.
Ich bin sehr froh das der Reisner bisher falsch lag, waren die Aussagen seinerseits ja teilweise doch arg düster.
Hoffe sehr das der russische Arm nicht allzu tief im ÖBH sitzt und das mit dem [Oberst](https://salzburg.orf.at/stories/3028231/) von damals die Wurzel ausgerissen wurde – hab da aber so meine Zweifel daran…
Generell sind externe Vorhersagen schwierig, weil im Ukraine-Krieg viel von politischen Entscheidungen in den USA und Europa abhängt.
Gerade zu Kriegsbeginn war ein derart resolutes Auftreten im Westen nicht unbedingt klar. Waffenlieferungen werden oft recht kurzfristig zugesagt, zuweilen auch entgegen früherer Behauptungen – kürzliches Beispiel mit den Panzern aus D.
Und während wir gerne und viel über das Ausharren der Ukraine und verzweifelte Angriffe von Russland hören, ist Quantität eine eigene Qualität.
Natürlich hat man viel über das Rekrutierungschaos und in Brand gesteckte Rekrutierungszentren gehört, aber die 300 000 neuen russischen Rekruten sind trotzdem erreicht worden. Natürlich hat die russische Armee Tonnen an Material verloren, aber in den Lagern ist noch einiges mehr. Weder die Ausbildung, noch das Material ist tip-top, aber das muss es nicht sein – zum Töten reicht’s.
Zusätzlich zu den 300 000 der Rekrutierungswelle kommen noch die 120 000 Wehrpflichtigen des letzten ET, die die ca. 200 000 – 250 000 Mann starke russische Armee verstärken, macht um die 600 – 700 000.
Bis die aufgerieben sind, dauert’s.
Und man darf nicht vergessen, dass die Ukraine zwar weniger Verluste zu beklagen hat, aber bei weitem nicht so wenig, als dass es die Abnützung wettmachen würde. Die USA gehen zB von Verlusten iHv 100 000 auf russischer Seite aus, aber “wahrscheinlich” gleich hohen Verlusten der Ukraine. Russland hat noch ein paar Millionen Männer übrig, die Ukraine nicht. Ein jahrelanger Stellungskrieg wird tatsächlich schwierig für die Ukraine – genau darum geht’s in dem Artikel.
Hättest du den letzten Artikel gelesen, wüsstest du auch, dass Reisner sich hier direkt auf den amerikanischen Generalstabschef beruft – soviel zu “konträr zu den bisher recht treffsicheren britischen und amerikanischen Einschätzungen”.
Und aushalten und aus Gefängnissen gezerrtes Kanonenfutter abzuwehren ist halt auch “einfacher” als in die Offensive zu gehen. Natürlich hat die Ukraine ca. 43 000 Quadratkilometer wieder eingenommen, das große Hauptziel der Offensive wurde nicht erreicht.
Und hintennach ist man natürlich immer schlauer – Hilfszusagen und Lieferungen sind dann fix eingetroffen, das Wetter steht fest, die politische Lage ist kein Faktor mehr, usw. Vor allem, wenn man offensichtlich nur die Schlagzeilen liest, wie man oben sieht.
Bei allem, was die Ukraine geleistet hat, ist die Lage doch noch sehr brenzlig. Russland ist bei weitem noch nicht am Boden, die Lager noch lange nicht vollkommen erschöpft. Und selbst wenn das Material für Offensiven knapp wird – die russische Armee braucht sich nur eingraben und warten, bis die Unterstützung durch den Westen aufhört. 2024 sind Wahlen in den USA – da kann dann alles anders ausschauen unter Trump 2 oder DeSantis.
Klassisches Negativ-Beispiel ist der Syrien-Krieg hier, bei dem auch schnelle Berichte über die syrische Armee in den Medien verbreitet wurden, wie schlecht die Moral doch sei, wie schlimm die Ausrüstung, wie viele doch schon desertiert hätten und wie gut sich die Rebellen doch schlagen würden. Und trotzdem ist Assad heute noch Präsident.
Und, um es nochmal zu sagen: Es wird *im Artikel* direkt auf die Einschätzung des amerikanischen Generalstabschefs zu der Zeit verwiesen. Also muss entweder Reisner an seinem Leseverständnis feilen, oder du.
Sehr viel. Seine youtube Videos und Interviews beim Streitkräfte und Strategien podcast sind informativ und gut.
Er bringt das alles auch sehr sachlich rüber.
In Zeitungen und kurzen Interviews wird er mMn auch verkürzt und dadurch auch mitunter falach wiedergegeben.
Er sagt zB. auch oft dazu, dass Dinge nur eintreten wenn der Westen nicht mehr Unterstützung liefert.
Die Einschätzungen am Anfang waren falsch, aber da war er nicht der einzige. Shit happens.
Ich halt nicht viel davon so mit dem Finger zu zeigen und darüber zu schwadronieren, dass jemand russland freundlich sein sollte, nur weil derjenige sachlich an das Thema rangeht.
Nur so nebenbei: Wenn man seine Videos schaut kommt auch durch, dass er sicher nicht russlandfreundlich ist.
Es gibt mehrere Gründe wieso man dem Reisner zuhört:
* Er arbeitet mit Fakten
* Er versucht auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse der Briten und Amis einzugehen; zu vielen Zeitpunkten seiner Aussagen haben ranghohe Vertreter dieser Streitkräfte selbige Aussagen getätigt
* Er verweist auf den Kontext, wie man Zahlen zu einzuschätzen hat; ZB stellt er in einigen Videos einen guten Vergleich auf, wie Verluste an Material sich auf dei Gesamtkampffähigkeit der Truppen auswirkt
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Der Vorstoß der Ukrainer war geprägt durch die Waffenlieferungen der USA, insbesondere von Raketenwerfersystemen mit einer Reichweite von bis zu 300km aka HIMARS. Ebenso ist bis jetzt noch die Moral der Ukraine recht gut.
Nun zu meiner Meinung, wieso der Reisner schwarzmalt (oder es als solches angesehen wird): Der Ukraine fehlt es massiv an Panzern und militärischem Material.
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Seit Beginn des Krieges haben die Ukrainer mehr als 150 % ihrer ursprünglichen Panzer verloren (ergibt sich aus den Waffenlieferungen).
Ebenso haben sie seit Beginn des Krieges schon mehrere Einberufungsrunden gehabt, sie sind jetzt jenseits der 8., laut Reisner in einem seiner letzten Videos.
Im Kontext dazu haben die Russen in etwa 10-15% ihrer gesamten Panzerflotte verloren und ihre Mobilisierungsanstrengungen vom November tragen Früchte.
Was bedeuten die Prozent in ganzen Zahlen Nun, die Ukraine hat um die 150-200 Panzer zu Beginn des Krieges. Die Russen hat laut den Erkenntnissen westlicher Nachrichtendienste um die 5000.
Deutschland hat sich nun entschlossen, 16 Leopard zu liefern. Das ganze ist leider ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zur Verteidigung einzelner Abschnitte reicht es, jedoch wenn man ernsthaft Landrückgewinne anstrebt, dann ist das bei weitem zu wenig.
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Man darf auch nicht vergessen, dass Russland immer noch Zivilinfrastruktur bombadiert.
Im Winter waren wir bei ca. 3500 Raketeneinschlägen auf ukrainischer Seite, welche immer noch andauern.
Der Konflikt ist nun einer der gegenseitigen Abnützung. In militärischer Hinsicht gibt es normalerweise den Verteidigervorteil, bedeutet um einen Verteidiger zu stoßen oder zu neutralisieren benötigt man Kräfte 4:1.
Die Ukraine hat aber selbst als Verteidiger leicht zu verteidigende Stellungen / Ortschaften in den letzten Wochen verloren.
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Wieso wird das von anderen nicht so kommuniziert? Moral und Motivation. Solange die westlichen Mächte und deren Bevölkerungen noch an einen Sieg der Ukraine glauben, werden die Waffenlieferungen bis zu einem gewissen Grad andauern. Deswegen postet man auch hauptsächlich Infos von der Front die der eigenen Seite helfen/ unterstützen.
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Der Reisner versucht Fakten zu schaffen und gibt Quellen an. Viele Tageszeitungen tun das nicht.
In einer Situation, die kaum vorhersehbar ist und für die es nichts vergleichbares gibt, liegt es in der Natur der Sache dass auch Experten oft falsche Prognosen treffen.
Ein gewisser Grund-Pessimismus ist in solchen Situationen immer angebracht – besser man bereitet sich und die Öffentlichkeit auf das Schlimmste vor, als man wiegt alle in falscher Sicherheit. Das hat sich auch in der Corona Krise bewährt.
Beim Corona war es ähnlich… verglichen mit dem Nostradamus. Einfach ALLES sagen, was einfällt, eine Aussage wird schon wahr sein und dann kann man sagen: “ICH HABE ES IMMER SCHON GESAGT”
[https://www.youtube.com/watch?v=EnVMJGrNqAY](https://www.youtube.com/watch?v=EnVMJGrNqAY)
Schau mal dieses Video an! Ich teile deinen Eindruck, dass er die Situation tlw. bissl düsterer eingeschätzt hat, als es das eingetreten ist (zum Glück).
Im verlinkten Video, das vor 1 Monat produziert wurde, hab ich das Gefühl, dass bissl diskutiert wird, was man an Russland auch falsch eingeschätzt hat (z.B. unterlegene Kommandostrukturen) und was die Learnings aus dem letzten Jahr waren.
Toll wie du das aufbereitest. Im Prinzip ist die Kernaussage, dass man nicht soviel reden soll durchaus gültig.
Das ist wieder das Gleiche wie mit Corona. Man versucht aus einer ungewissen Situation mit allen Fakten, die man besitzt eine Expertenmeinung zu geben, weil die Öffentlichkeit sie auch verlangt.
Ich kenne mich zu dieser Thematik viel zu wenig aus um urteilen zu können, ob er sich anhand der Faktenlage falsch entschieden hat. Aber man muss von der Vorstellung wegkommen, dass Experten aus unvollständigen Informationen bzw falschen Annahmen richtige Schlüsse ziehen können.
Expertenmeinungen sollen immer so verstanden werden als “Aufgrund der vorliegenden Informationen, ist wahrscheinlich, dass …”
Seine Prognosen san scheiße aber die Analysen und Erklärungen auf Youtube san top!
Ich habe alle links durchgelesen und finde jetzt nix grob falsches, finde den Post sogar etwas irreführend (z.B.: Irgendwelche reißerischen Überschriften vom Qualitätsblatt “Heute” als Kriterium heranziehen oder einzelne Sätze aus dem Kontext zu reißen).
In einem der Artikel sagt er sogar, dass er möglichst objektiv berichtet und deshalb seine Art leicht Pessimistisch wirken Kann. Außerdem sagt er in seinen Interviews immer, dass er nichts von “Glaskugel Schauen” hält, weil die Situation sehr komplex ist.
In den YouTube Analysen hat er alles sehr gut zusammengefasst und die letzte Podiumsdiskussion mit der Diplomaten Kammer hab ich auch gut gefunden.
Nach manchen Anglo-Analysen würde man sich wundern warum Russland nicht komplett zusammengebrochen ist, also ist immer viel Narrative dabei. Die Realität ist, dass der Westen nur so viel liefert wie er muss, damit die Ukraine nicht verliert und das oft verspätet. Ich hoffe mit den Panzern wird es jetzt etwas besser.
da Reisner is da beste 🙂
So jetzt hat sich der Post Ersteller gleich von Reddit verabschiedet. War das auch nur so ein Troll Post um negative Stimmung zu machen?….
Danke für diesen Thread! Ich halte Reisner nicht für inkompetent. Aber er glaubt leider so wie viele vom Bundesheer, Russland sei quasi noch die Sowjetunion und damit unbesiegbar. Wir wissen seit März 2022 dass das falsch ist.
> Natürlich ist der Krieg noch nicht entschieden und auch Experten können sich irren aber bei manchen Reisner-Einschätzungen habe ich das Gefühl, dass da eher der Wunsch Vater des Gedanken war.
Man darf nicht vergessen dass nicht nur die Russen enorme Verluste erleiden, auch auf Seite des Ukrainischen Militärs gibt es horrende Verluste. Selbst wenn das Verhältnis für die Ukraine 1:2 oder 1:3 ist haben sie jetzt schon hohe 5 stellige Opferzahlen.
Auch wenn wir uns wünschen dass die Ukraine siegreich aus diesem Krieg hervorgeht dürfen wir nicht vergessen dass auch auf der UA Seite des Krieges klassische Kriegspropaganda betrieben wird. Soll heißen: Die eigenen Verluste sind leicht während die gegnerischen Verluste horrend sind.
Die Gefahr die Russland noch immer darstellt Kleinzureden bringt auch keinem was. Auch wenn die Russische Führung und Armee ein korrupter Sauhaufen ist ist es trotzdem ein gefährlicher Haufen. Wären die Russen nicht so derartig von Korruption zerfressen hätten sie den Krieg schon gewonnen.
In den letzten paar Ausgaben von Streitkräfte und Strategien ist er öfter zu Wort gekommen und hat mMn sehr realistische Einschätzungen gemacht. Vorallem im Sinne, dass der Westen der Ukraine nicht genug Material gibt um zu Gewinnen. Beruft sich dabei besonders auch auf die Anfragen vom ukrainischen Verteidigungsminister.
14 deutsche Leopard 2 werden keinen riesen Unterschied machen, wenn man wirklich will, dass die Ukraine gewinnt muss man da wohl mindestens eine Null hinten anfügen.