Aktueller Falter edgy af

12 comments
  1. Irgendwie ist der Falter, und Florian Klenk im Besonderen, ein bisschen tragisch. Im Moment ist Florian Klenk einer der besten, wenn nicht der beste, Journalist des Landes. Keine Hemmungen sich mit mächtigen Institutionen anzulegen, vielseitig, gebildet, willens Probleme von allen Seiten her anzugehen, und vom Denken her durchaus nicht in schwarz-weiß Schemata gefangen. Also im Grunde genau so wie man sich das wünschen würde.

    Seine Achillesferse ist allerdings sein persönlicher Haß auf die Schwarzen, aus dem er auch keinen Hehl macht.

    Nicht, dass es da nicht genug zu hassen gäbe, bei der Partie. Aber meiner Meinung nach beschädigt FK seinen Standpunkt immer wieder damit, dass er den Spagat zwischen reputabler Medienpersönlichkeit (die ihre persönlichen Ansichten großteils außen vor lassen muß, um als objektiv wahrgenommen zu werden) und seinen (durchaus nachvollziehbaren) persönlichen Aversionen nicht schafft.

    Wie gesagt – die derzeitige ÖVP ist auch tatsächlich zum durch Sonne Mond und Sterne schießen. Aber man könnte sie auch in einer neutralen, klinisch objektiven Berichterstattung ans nächste Scheunentor nageln: die liefern mehr als genug Material dafür. Einer Berichterstattung die absolut keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass keine persönliche Komponente drin ist.

    Aber wenn man FK auf Facebook folgt, und ihm sonst auch zuhört, dann ist das alles für ihn ein persönlicher Kreuzzug gegen die Schwarzen. (und die Blauen sowieso, aber die sind ohnehin außer Konkurrenz)

    Das macht es diesen Leuten wesentlich leichter seine Berichterstattung als ideologisch gefärbt abzutun, und sich als Opfer darzustellen. Was ich als tragisch sehe: wenn sich FK persönlich mehr zurück nähme, würde er unterm Strich vermutlich wesentlich mehr erreichen.

  2. Sollten so schnell wie möglich vom Kreml distanzieren! Denn sobald aufkommt was die ruskis in Ukraine an Terror verbreitet hat, wird Putin und deren supporter genauso behandelt wie 1945 mit Hitler und Unterstützer!

    Der Name und das Image des Untehmens wäre auf ewig zerstört!

  3. Auf Lagerhäusern wird dieses Symbol hinter vorgehaltener Hand öfters “Das Grüne Hakenkreuz” genannt.
    Ich dachte immer, Wladimir möchte die Nazis bekämpfen.

  4. Ich frag mal unschuldig, vielleicht mag es mir wer erklären:

    Der Verkauf einer Bank ist in Russland aktuell nur an Putin-genehme Käufer mit Putins Zustimmung möglich, der Preis wird wohl weit unter dem tatsächlichen Unternehmenswert liegen. Warum verlangt man von der RBI, dass sie ihre gewinnträchtige Russlandtochter an einen Putinvasallen verkauft (bzw. oftmals wird ja sogar die Verschenkung gefordert)? Aktuell bleibt der Gewinn im Unternehmen, weil ihn die RBI nicht rausbekommt. Selbst wenn der Gewinn mal rausgezogen werden kann, wird der nach Ö oder eventuell in die Ukraine fließen (die RBI betreibt ja auch dort ihr Geschäft und beschäftigt, soweit ich weiß, auch in Wien einige Ukrainer). Wenn die Bank jetzt an einen russischen Oligarchen oder die russische Zentralbank verscherbelt wird, bekommen die Russen eine scheinbar sehr gesunde Bank mit einem Haufen Gewinn und nutzen den im schlimmsten Fall sogar für die weitere Aufrüstung.
    Ich sehe einfach kein Szenario, in dem ein Verkauf der RB Russland an einen russischen Investor den Russen schadet?!

  5. Der russische Text ganz oben ist nicht richtig. Es sollte Райффайзен Банк Интернационал heißen, ach ja, Qualität vom feinsten.

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