Wundert mich leider nicht…
Wobei gibt auch einige Leute, die sich nur für ein Statussymbol (z.B. Laptop von Apple) verschulden🤷♀️
[deleted]
Interessant wären die Beratungssuchenden vor 2020 zum Vergleich.
13,5% steigung bei den Insolvenzen z.b klingt zwar viel, aber 2021 waren es hald wirklich wenige.
2011, 2012, 2013, 2018, 2019 waren es auch mehr Privatinsolvenzen.
Passt bloß auf mit diesen Schuldenberatungen. Die Qualität der Beratung war in allen drei Fällen, die ich im Bekanntenkreis gesehen habe, extrem schlecht. Gleichzeitig sind sie natürlich nicht daran schuld wenn man ihre Ratschläge befolgt und dabei noch schlechter aussteigt.
Bpsl A: Die Wohnung ist zu groß (in Wien), eine günstigere Wohnung soll die Fixkosten reduzieren. Eine kleinere und ca. 15% günstigere Wohnung wurde in Wolkersdorf gefunden. (und 15% Ersparnis bei der Miete ist schon was, gebe ich sofort zu). Aber: Kosten des Umzug, Provision, teurere Öffi-Nutzung, kein leichter Zugang zu günstigen Diskontern, neuer Energievertrag nötig – ups, daran hatte keiner gedacht! Endresultat: Das Loch ist mehrere tausend euro tiefer, die wohnung kleiner, weiter weg, UND es ist im Monat keine Ersparnis zu sehen.
Bspl B: Kann Energierechnung in NÖ nicht mehr bezahlen, dazu ein Konsumkredit mit dem die Wohnung bezogen wurde (paar Möbel, Kaution, Provision), also riet die Schuldnerberatung zu “weniger Fleisch essen, Energie sparen wo es geht, Fitness-Studio Mitgliedschaft kündigen, Überstunden (Handel) maximieren”. Stellt sich heraus, Duschen im Fitness-Studio bei den Gaspreisen die im Oktober für 12 Monate festgenagelt wurden spart mehr als die Mitgliedschaft kostet, Gemüse ist pro Kalorie in Wahrheit absurd teuer und Fleisch nicht, und Überstunden jenseits der normalen Geschäftsöffnungszeiten, oder an die Grenze, macht es schwer die oft früh vergriffenen günstigen Artikel zu erhaschen.
Bspl. C: Konsumkredit für Playstation 5 und Iphone, so richtig der Klischeefall. Dann Job verloren im Dezember, Kredit nicht bedienen können, Anfang Februar bei der Beratung nachdem auch noch Mieterhöhung usw. kam. Beratung: Deine Wohnung ist zu groß, zieh in eine kleinere (deja vu), obwohl die 55m2 Altbau-Wohnung zu dem Preis und unbefristet keinesfalls mehr zu kriegen wäre, kündige den 16 euro Internet-Tarif und benutz LTE von deinem Handy, und (ohne scherz) Topf auf den Deckel beim Wasser kochen fürs Energiesparen.
Das ist doch einfach alles nur noch idiotisch, und im Fall A in Wahrheit grobe Sabotage. Keine Ahnung wieso die Mitarbeiter dort das nicht wissen, aber Umzüge sind sauteuer, Energieanbieter-Wechsel waren jetzt monatelang eine Falle, und generell scheint überhaupt kein real anwendbares Verständnis von den sich rasch ändernden Kostenfallen im Alltag vorhanden zu sein.
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Wundert mich leider nicht…
Wobei gibt auch einige Leute, die sich nur für ein Statussymbol (z.B. Laptop von Apple) verschulden🤷♀️
[deleted]
Interessant wären die Beratungssuchenden vor 2020 zum Vergleich.
13,5% steigung bei den Insolvenzen z.b klingt zwar viel, aber 2021 waren es hald wirklich wenige.
2011, 2012, 2013, 2018, 2019 waren es auch mehr Privatinsolvenzen.
Passt bloß auf mit diesen Schuldenberatungen. Die Qualität der Beratung war in allen drei Fällen, die ich im Bekanntenkreis gesehen habe, extrem schlecht. Gleichzeitig sind sie natürlich nicht daran schuld wenn man ihre Ratschläge befolgt und dabei noch schlechter aussteigt.
Bpsl A: Die Wohnung ist zu groß (in Wien), eine günstigere Wohnung soll die Fixkosten reduzieren. Eine kleinere und ca. 15% günstigere Wohnung wurde in Wolkersdorf gefunden. (und 15% Ersparnis bei der Miete ist schon was, gebe ich sofort zu). Aber: Kosten des Umzug, Provision, teurere Öffi-Nutzung, kein leichter Zugang zu günstigen Diskontern, neuer Energievertrag nötig – ups, daran hatte keiner gedacht! Endresultat: Das Loch ist mehrere tausend euro tiefer, die wohnung kleiner, weiter weg, UND es ist im Monat keine Ersparnis zu sehen.
Bspl B: Kann Energierechnung in NÖ nicht mehr bezahlen, dazu ein Konsumkredit mit dem die Wohnung bezogen wurde (paar Möbel, Kaution, Provision), also riet die Schuldnerberatung zu “weniger Fleisch essen, Energie sparen wo es geht, Fitness-Studio Mitgliedschaft kündigen, Überstunden (Handel) maximieren”. Stellt sich heraus, Duschen im Fitness-Studio bei den Gaspreisen die im Oktober für 12 Monate festgenagelt wurden spart mehr als die Mitgliedschaft kostet, Gemüse ist pro Kalorie in Wahrheit absurd teuer und Fleisch nicht, und Überstunden jenseits der normalen Geschäftsöffnungszeiten, oder an die Grenze, macht es schwer die oft früh vergriffenen günstigen Artikel zu erhaschen.
Bspl. C: Konsumkredit für Playstation 5 und Iphone, so richtig der Klischeefall. Dann Job verloren im Dezember, Kredit nicht bedienen können, Anfang Februar bei der Beratung nachdem auch noch Mieterhöhung usw. kam. Beratung: Deine Wohnung ist zu groß, zieh in eine kleinere (deja vu), obwohl die 55m2 Altbau-Wohnung zu dem Preis und unbefristet keinesfalls mehr zu kriegen wäre, kündige den 16 euro Internet-Tarif und benutz LTE von deinem Handy, und (ohne scherz) Topf auf den Deckel beim Wasser kochen fürs Energiesparen.
Das ist doch einfach alles nur noch idiotisch, und im Fall A in Wahrheit grobe Sabotage. Keine Ahnung wieso die Mitarbeiter dort das nicht wissen, aber Umzüge sind sauteuer, Energieanbieter-Wechsel waren jetzt monatelang eine Falle, und generell scheint überhaupt kein real anwendbares Verständnis von den sich rasch ändernden Kostenfallen im Alltag vorhanden zu sein.