https://orf.at/#/stories/3309945/

Ich denke mal die Argumentation ist zu kurz gegriffen.

Klar gibt es viele (überwiegend) solche. die nichts von wissenschaftlicher Beweiführung halten.

Aber es gibt auch viele die zumindest in die Nähe von wissenschaftlichen Arbeiten gekommen sind. VWA, Bachelor, wissenschaftlche Methodenlehre.

Dabei wird auch diskutiert die Quelle zu hinterfragen: Wer hat beauftragt. woher kommen die Forschungsgelder, stiftungsprofessur, welche Interssen wurden verfolgt, gibt es eine hidden Agenda?

Und wenn man sich das vor Augen hält wird es schwierig die Ergebnisse der “wissenschaftlichen Comunity” vorbehaltlos als solche hinzunehmen.

6 comments
  1. Ein verbreitetes Problem beim “kritisch hinterfragen” ist, dass die Leut nicht eine Frage stellen und dann eine Antwort in wissenschaftlichen Publikationen suchen, sondern mit einer Antwort starten und Publikationen suchen, die ihre Meinung bestärken, und am Ende kommt raus, dass jede Publikation, die widerspricht, automatisch gekauft sein muss, und jede, die zustimmt, automatisch vertrauenswürdig ist. Und dabei klopfen sich die besagten Leut noch selber auf die Schulter, weil sie “die Wissenschaft kritisch hinterfragen” und “nicht alles für bare Münze nehmen”.

  2. Die uniko fordert auch ned Sachen vorbehaltlos hinzunehmen.

    Es geht um Ignoranz und fehlende Wertschätzung. Zum Beispiel wenn ein Bundeskanzler sagt, dass es für die “Untergangsapokalypse” “keinen wissenschaftlichen Beweis” gibt.

  3. najo wenn wissenschaftlich geschulte personengruppen, wurscht ob aus der forschung oder im medizinischen bereich, vereinzelt sogar morddrohungen bekommen weil sie wissenschaftlichen konsens wiedergeben oder nach wissenschaftlichen grundsätzen handeln, dann rennt da irgendwas gewaltig schief.

    und grad wenn man sich anschaut, wie diverse gruppierungen, deren mitglieder sehr wohl “in die nähe von wissenschaftlichen arbeiten gekommen sind” (langzeitstudent kickl zb), genau dieses vereinfachte verständnis von “wissenschaft” für sich instrumentalisieren, indem sie zb hirnrissigen bledsinn als pseudowissenschaftliches “hinterfragen” schönreden, und das von einer breiten masse auch noch (hier lustigerweise: unhinterfragt) akzeptiert wird, dann darf man noch mehr alarmiert sein.

  4. Als Uniprof sag ich dazu: ja schaut schlimm aus. In sm kommen Leute ständig mit fehlerhaften “Beweiseführungen” sprich Quellen die entweder falsch interpretiert werden oder komplett oberflächliche Quellen. Wenn du denen dann sagst, na, so kannst da nicht rangehen, dann heißt es – erklär JETZT und wenn man dann meint, das wäre ein Seminar nicht eine Twitterreply dann heißt es Lügner, du hast keine Ahnung, Elfenbeinturm, etc.
    Die Leute vergessen einfach immer mehr dass Wissen nicht aus der Tube oder aus „einem schnellen Googlesesearch“ kommt.

  5. hui, also die gender studies kurse mit denen man an der jku zwangsbeglückt wurde hätten auch kein wissenschaftliches review bestanden

    ein schmankerl:

    vortragende: der gender pay gap für gleiche arbeit liegt bei 20%!

    student zeigt auf und meint der bereinigte pay gap ist viel niedriger, bei den 20% wird weder gleiche arbeit, noch gleiche wochenarbeitszeit verglichen

    vortragende: wirft student aus dem hörsaal

    dabei hatte der student nur aus der quelle zitiert, die die vortragende sogar selbst in den folien angeführt hatte. hat sie sich wohl selbst nie durchgelesen. und trotzdem ging es ein semester lang weiter mit “20% weniger für gleiche arbeit”

  6. Ihr vermischt da was.

    Wissenschaftliches Arbeiten gesehen und gemacht zu haben, ist nicht das Selbe wie irgendein kritisches Denken, Vernunft etc. zu haben.

    Es gibt da so Leute, die sind Doktor (und nicht “nur” der Berufsmedizinerdoktor, sondern ein Forschungsdoktor), und glauben trotzdem an die Blutchipverschwörung von Bill Gates, trinken “zweifach rechtsdrehendes” Zeug, tanzen auf der Straße um schlechte Kräfte aus ihrem Haus herauszuziehen, usw.

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