Lithium in Kärnten (wenn Österreich mit Steuergeld eine Lithiummine baut, diese dann um 1 Schilling “verkauft”, und die ausländische Betreiberfirma jetzt nicht mal eine Umweltverträglichkeitsprüfung braucht)

12 comments
  1. Vielleicht haben einige von euch diesen großartig traurigen Gute Nacht Österreich am Freitag gesehen:

    Zusammenfassung: Mit Steuergeld wurde das größte Lithiumvorkommen Europas erschlossen, diese fertige Mine dann um einen einzigen lächerlichen Schilling verkauft, zuerst an ein österreichisches Unternehmen. Dieses hat die Mine jedoch ein paar Jahre später an ein australisches Unternehmen verkauft. Und da erst ab 10 ha eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist, die Mine aber nur 9,9 ha hat, muss nicht einmal auf die Umwelt geachtet werden. Die Mine soll voraussichtlich in den kommenden Jahren in Betrieb gehen. Und die Weiterverarbeitung soll dann nicht wie ursprünglich angekündigt in Österreich passieren, sondern in Saudi-Arabien.

    Ganz ehrlich: Mir wird schlecht beim Ansehen von dem Beitrag. Mit Steuergeld finanziert man etwas, was dann einem Unternehmen geschenkt wird, und weder die Arbeitsplätze für die Weiterverarbeitung, noch Umweltverträglichkeitsprüfung haben wir jetzt. Kann man (Politik) nicht irgendetwas dagegen tun? Gut, die Mine enteignen wird vielleicht schwierig, aber zumindest die Grenze der Umweltverträglichkeitsprüfung für Untertagebau auf 9 ha herabsenken oder ähnliches könnte die Politik doch machen?

  2. >die ausländische Betreiberfirma jetzt nicht mal eine Umweltverträglichkeitsprüfung braucht

    Weil das Areal 9.9ha hat, UVP aber erst ab 10ha vorgesehen sind, wohlgemerkt. Das is schon so offensichtlich, dass es nimmer zum Lachen ist.

  3. Ich habe wo gelesen/ gehört dass das Lithium auf der Koralpe für die E-Autos nicht geeignet ist da es nicht die benötige Reinheit hat

  4. Mein Chemieprofessor auf der Uni, welcher eingewandert ist aus Ostdeutschland, hatte in der Vorlesung davor gewarnt, dass der Lithiumpreis steigt und somit die räumliche Hürde zwischen Graz und Kärnten abgebaut wird.

  5. Wir sind scho irgendwie ein Land voller Idioten, wie kann ma sowas zulassen? Unsere Politik oida 🤢

  6. Is so um 2018 herum gehyped worden. Is ne abzockbude , aber es gibt ca jedes halbe Jahr ein paar neue die dem Hype zum Opfer fallen und so weiter die Taschen von Tony Sage füllen…

  7. Ich frag mich ob die Entscheidung diese Mine um einen symbolischen Schilling zu verkaufen nicht vielleicht doch gewinnbringend für den Staat war oder zumindest nachvollziehbar war. Immerhin war das 1990 und der Stollen müsste die 33 Jahre instandgehalten werden. Außerdem steht in einem Standard-Artikel vom März dass hier 300 Mio € investiert werden um das Lithium abzubauen. Förderung von staatlicher Seite ist hier 0€.
    Weiß jemand ob der Staat nicht eh auch automatisch an den Rohstoffen im Boden einen gewissen Betrag mitkassiert? Gilt das auch hier bei dieser Mine?

    [Standard](https://www.derstandard.at/story/2000144141038/lithium-aus-dem-lavanttal-australier-wittern-in-kaernten-das-grosse)

  8. irgendwelche Politiker*innen haben damit sicher gscheit verdient also alles normal und alles beim alten… Verbrecher*innen…

Leave a Reply