Weil Die Presse das Thema gerade wieder aufwärmt: Was haltet ihr von der Streichung des Karfreitags als zusätzlichen Feiertages für Protestanten von 2019? (Die Presse-Beitrag zum Nachlesen in den Kommentaren)
2023-04-04
Mich interessieren natürlich alle Meinungen, aber vor allem jene der Protestant:innen.
Ziemlicher Verlust für die Arbeitnehmerschaft. Das war zu einer Zeit wo es heiß her ging… Karfreitag als neuen Feiertag, 6. Urlaubswoche, Mindestlohn. Nichts davon haben wir bekommen, weil die ÖVP sich überall durchgesetzt hatte, egal ob bei Rot oder bei Blau.
​
Feiertage in Österreich sind eine Mogelpackung. Die Unternehmer behaupten zwar immer wieder, dass wir die meisten Feiertage ever hätten, aber so ganz stimmen tuts nicht. Denn andere Länder holen ihre Feiertage nach, wenn diese auf Samstage oder Sonntage. Plusminus sind wir somit trotz ein bisschen meh Feiertagen genauso gut oder schlecht, wie der Durchschnitt.
Für ein Land, dass angeblich im Wohlstand schwimmt ein eher trauriger Zustand. Aber wenn man schon aussuchen müsste, dann lieber rechtssicherer Pflegeurlaub und dergleichen, als einen neuen Feiertag. Steht aber eh ned zur Debatte…
In Österreich gibt’s zu viel Feiertage und zu wenig Urlaubstage.
Change my mind.
Weg mit allen arbeitsfreien Feiertagen die einen religiösen Hintergrund haben und durch zusätzliche Urlaubstage ersetzen. In Zukunft keine religiösen arbeitsfreien Feiertage mehr zulassen. Problem gelöst.
entweder gibts gleichbehandlung aller religionen, oder halt nicht. bin ich schon dafür.
und ob man jetzt 5% was wegnimmt oder 95% was gibt, war eigentlich auch nicht wirklich eine frage wenn wir uns ehrlich sind
Ich finds gut, dass der VfGH diese diskriminierende Regelung aufgehoben hat.
Von der damaligen Regierungskoalition war nichts besseres erwartbar. Und das Resultat ist noch immer besser, als die erst angedachte Regelung eines “halben Feiertags” ab 14.00.
Seltsam finde ich, dass diese Neu-Regelung NUR für den Karfreitag gilt. Für Jom Kippur gilt nach wie vor eine genauso diskriminierende Regelung, die aber nicht Gegenstand des damaligen Gerichtsverfahrens war.
Aber damit wollte sich in der damaligen Koalition halt niemand anpatzen…
Wir sind evangelisch und – naja. Karfreitag ist nunmal der höchste evangelische Feiertag und da es wirklich um eine Minderheit geht, was die volkswirtschaftlichen Auswirkungen eher gering halten dürfte, fand ich das Ganze schon merkwürdig. Aber es ist wie es ist und mein Mann nimmt halt einen persönlichen Feiertag bzw tut was gegen seinen Überstundenberg und ich bin eh als Freelancerin unterwegs und kann’s mir entsprechend einteilen.
Als Protestan, der am höchsten Feiertag eigentlich schon gern in die Kirche gegangen ist, geht mir die neue Regelung schwer auf die Nerven. Einrn Urlaubstag opfern zu müssen finde ich suboptimal, aber ich nehm ihn halt trotzdem.
Ich hätt liebend gern den 8.12. hergegeben (so wie die meisten Protestanten, die ich kenn), um den Karfreitag als offiziellen Feiertag zu haben…
Ich bin dafür alle religiösen Feiertage zu streichen. Im Gegenzug könnte man noch 2-3 staatliche Feiertage einführen und gut ist es.
Ich weiß nicht, wie die Wählerschaft das vergessen kann und weiterhin ÖVP wählt. 12 Stunden Tag detto.
He, Altkatholische betriffts auch 😉
Seinen Lauf genommen hat das ganze ja weil ein angestellter seinem evangelischen kollegen den feiertagszuschlag neidig war, den dieser für die arbeit am karfreitag erhalten hatte…
Generell finde ich die “religiösen” feiertage aber wichtig, auch wirtschaftlich gesehen haben diese enorme Bedeutung.
13 comments
Hier die Screenshots zum Die Presse-Beitrag: [Karfreitag und das Unglück der Protestanten](https://imgur.com/a/qGi6iUl)
Ich finde den persönlichen Feiertag, der anstatt dessen eingeführt wurde, genial und nutze in jedes Jahr.
https://www.wko.at/service/arbeitsrecht-sozialrecht/karfreitag-persoenlicher-feiertag.html
Ziemlicher Verlust für die Arbeitnehmerschaft. Das war zu einer Zeit wo es heiß her ging… Karfreitag als neuen Feiertag, 6. Urlaubswoche, Mindestlohn. Nichts davon haben wir bekommen, weil die ÖVP sich überall durchgesetzt hatte, egal ob bei Rot oder bei Blau.
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Feiertage in Österreich sind eine Mogelpackung. Die Unternehmer behaupten zwar immer wieder, dass wir die meisten Feiertage ever hätten, aber so ganz stimmen tuts nicht. Denn andere Länder holen ihre Feiertage nach, wenn diese auf Samstage oder Sonntage. Plusminus sind wir somit trotz ein bisschen meh Feiertagen genauso gut oder schlecht, wie der Durchschnitt.
Für ein Land, dass angeblich im Wohlstand schwimmt ein eher trauriger Zustand. Aber wenn man schon aussuchen müsste, dann lieber rechtssicherer Pflegeurlaub und dergleichen, als einen neuen Feiertag. Steht aber eh ned zur Debatte…
In Österreich gibt’s zu viel Feiertage und zu wenig Urlaubstage.
Change my mind.
Weg mit allen arbeitsfreien Feiertagen die einen religiösen Hintergrund haben und durch zusätzliche Urlaubstage ersetzen. In Zukunft keine religiösen arbeitsfreien Feiertage mehr zulassen. Problem gelöst.
entweder gibts gleichbehandlung aller religionen, oder halt nicht. bin ich schon dafür.
und ob man jetzt 5% was wegnimmt oder 95% was gibt, war eigentlich auch nicht wirklich eine frage wenn wir uns ehrlich sind
Ich finds gut, dass der VfGH diese diskriminierende Regelung aufgehoben hat.
Von der damaligen Regierungskoalition war nichts besseres erwartbar. Und das Resultat ist noch immer besser, als die erst angedachte Regelung eines “halben Feiertags” ab 14.00.
Seltsam finde ich, dass diese Neu-Regelung NUR für den Karfreitag gilt. Für Jom Kippur gilt nach wie vor eine genauso diskriminierende Regelung, die aber nicht Gegenstand des damaligen Gerichtsverfahrens war.
Aber damit wollte sich in der damaligen Koalition halt niemand anpatzen…
Wir sind evangelisch und – naja. Karfreitag ist nunmal der höchste evangelische Feiertag und da es wirklich um eine Minderheit geht, was die volkswirtschaftlichen Auswirkungen eher gering halten dürfte, fand ich das Ganze schon merkwürdig. Aber es ist wie es ist und mein Mann nimmt halt einen persönlichen Feiertag bzw tut was gegen seinen Überstundenberg und ich bin eh als Freelancerin unterwegs und kann’s mir entsprechend einteilen.
Als Protestan, der am höchsten Feiertag eigentlich schon gern in die Kirche gegangen ist, geht mir die neue Regelung schwer auf die Nerven. Einrn Urlaubstag opfern zu müssen finde ich suboptimal, aber ich nehm ihn halt trotzdem.
Ich hätt liebend gern den 8.12. hergegeben (so wie die meisten Protestanten, die ich kenn), um den Karfreitag als offiziellen Feiertag zu haben…
Ich bin dafür alle religiösen Feiertage zu streichen. Im Gegenzug könnte man noch 2-3 staatliche Feiertage einführen und gut ist es.
Ich weiß nicht, wie die Wählerschaft das vergessen kann und weiterhin ÖVP wählt. 12 Stunden Tag detto.
He, Altkatholische betriffts auch 😉
Seinen Lauf genommen hat das ganze ja weil ein angestellter seinem evangelischen kollegen den feiertagszuschlag neidig war, den dieser für die arbeit am karfreitag erhalten hatte…
Generell finde ich die “religiösen” feiertage aber wichtig, auch wirtschaftlich gesehen haben diese enorme Bedeutung.