Komisch, ein neoliberaler und ein konservativer Autor finden einen neoliberalen Präsidenten gut, wer hätte damit gerechnet /s
Edit: Einfach nur das Pensionsalter zu heben ist halt zu kurz gedacht, mit der derzeitigen Arbeitswelt wird das keiner packen. Länger arbeiten bei weniger Wochenstunden wenn schon. zb 30std und dafür bis 68 oder so irgendwie. Gleichzeitig darüber nachdenken wie man Automatisierung und die dadurch entgangenen Steuern(die ein Mensch gezahlt hätte der die Arbeit vorher machte) auch sinnvoll besteuern kann.
Ich finde den Ansatz so weltfremd. Da schaut echt einer bloß auf Reißbrett, und denkt mit ein bisserl Zahlen hin und herschieben hat es sich. In meinen Augen geht das völlig an der wahren Arbeitsrealität vorbei. Ich wage zu behaupten: der Großteil der Jobs, sowohl der physischen als auch der eher mentalen würde die Arbeitnehmer am liebsten schon mit 50 rausekeln. Und schau mal wie viele Jobs es gibt die jemanden der 50+ ist frisch anstellt, und zwar grundsätzlich, geschweigedenn zu den Konditionen/Gehaltsvorstellungen die jemand in dem Alter hat.
Da wird so unschuldig getan als wäre das “nur”, ah einfach ein bisserl länger das machen was man grade macht (was vermutlich reicht dass Leute das schrecklich finden). Ich behaupte, die Jobs wo das wirklich so laufen würde sind … simma mal großzügig … unter 30%.
Im besten Fall ist so eine “die Leute sollen länger arbeiten” Forderung code für “wir wollen in den paar mehr Jahren die Pension nicht zahlen müssen und wollen diese Arbeit an die Firmen auslagern, was dazu führt dass die Firmen dafür die Mitarbeiter hassen die sie gezwungen sind durchzufüttern was das Arbeitsklima vergiftet” im schlechtesten Fall Code für “Wir wollen in den Jahren vor 68% keine Pension zahlen müssen sondern wollen dass sich die alten Leute da mit kleinen Minijobs über Wasser halten müssen. Selbst wenn die letzten Jahre vor der Pension nur so umgeschichtet werden dass da die Leute statt von der Pensionskasse halt von der Arbeitslosen gezahlt werden ist es uns das immer noch wert weil erstes ist die Arbeitslose ned so hoch und es schlägt sich nieder auf die Pension die sie dann nachher kriegen. Also ein win-win in jedem Fall”.
​
Und nein, ich bin noch keine 50. Aber ich sehe wie die Firmen mit der Generation 50+ umgehen und wie oft es die Firma ist die die Leute zb in Altersteilzeit oder Frühpension drängt. Firmen HASSEN den Großteil ihrer älteren Mitarbeiter, weil ui, die sind in ihren Augen langsamer, nicht vertraut mit den neuesten Tools, haben mehr spleens und haben höhere Gehaltsvorstellungen. Da wird so lapidar hingeworfen ” Wer das gesundheitlich nicht schafft, wird ausgenommen.” LOL, als ob das in vielen Jobs nicht so wäre und in noch mehr Jobs zumindest auf der Sicht des Arbeitgebers so ist.
Die einzige Jobs wo man wirklich sagen kann “Ja klar den kannst du einfach chillig weitermachen für ein paar Jahre und es macht echt keinen Unterschied” ist vielleicht Stiftungsratmitglied oder “Board Member” aber genau diese hochrangigen Nichtstuer und Sesslerkleberjobs sind eh die wo sich das Problem nicht stellt, da bleiben die Leute eh schon freiwillig länger. (ich behaupte: sie sind ohnehin eh schon Bereits “Parkjobs” wo man Leute hinparkt damit sie den Firmen aus denen sie kommen nicht in aktiveren Managementpositionen auf die Nerven gehen)
(ich nehme an das ist ähnlich wie bei den Leuten die schauen “Oh, fuck Pensionierungswelle!”, nur schauen aufs Reißbrett und nicht drüber nachdenken wie die gelebte Realität in den Firmen ausschaut und was für Machtverhältnisse dahinterstecken und dass man älteren Leute in vielen Jobs schon lange “geparkt” hat weg von der aktiven Arbeit)
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Komisch, ein neoliberaler und ein konservativer Autor finden einen neoliberalen Präsidenten gut, wer hätte damit gerechnet /s
Edit: Einfach nur das Pensionsalter zu heben ist halt zu kurz gedacht, mit der derzeitigen Arbeitswelt wird das keiner packen. Länger arbeiten bei weniger Wochenstunden wenn schon. zb 30std und dafür bis 68 oder so irgendwie. Gleichzeitig darüber nachdenken wie man Automatisierung und die dadurch entgangenen Steuern(die ein Mensch gezahlt hätte der die Arbeit vorher machte) auch sinnvoll besteuern kann.
Ich finde den Ansatz so weltfremd. Da schaut echt einer bloß auf Reißbrett, und denkt mit ein bisserl Zahlen hin und herschieben hat es sich. In meinen Augen geht das völlig an der wahren Arbeitsrealität vorbei. Ich wage zu behaupten: der Großteil der Jobs, sowohl der physischen als auch der eher mentalen würde die Arbeitnehmer am liebsten schon mit 50 rausekeln. Und schau mal wie viele Jobs es gibt die jemanden der 50+ ist frisch anstellt, und zwar grundsätzlich, geschweigedenn zu den Konditionen/Gehaltsvorstellungen die jemand in dem Alter hat.
Da wird so unschuldig getan als wäre das “nur”, ah einfach ein bisserl länger das machen was man grade macht (was vermutlich reicht dass Leute das schrecklich finden). Ich behaupte, die Jobs wo das wirklich so laufen würde sind … simma mal großzügig … unter 30%.
Im besten Fall ist so eine “die Leute sollen länger arbeiten” Forderung code für “wir wollen in den paar mehr Jahren die Pension nicht zahlen müssen und wollen diese Arbeit an die Firmen auslagern, was dazu führt dass die Firmen dafür die Mitarbeiter hassen die sie gezwungen sind durchzufüttern was das Arbeitsklima vergiftet” im schlechtesten Fall Code für “Wir wollen in den Jahren vor 68% keine Pension zahlen müssen sondern wollen dass sich die alten Leute da mit kleinen Minijobs über Wasser halten müssen. Selbst wenn die letzten Jahre vor der Pension nur so umgeschichtet werden dass da die Leute statt von der Pensionskasse halt von der Arbeitslosen gezahlt werden ist es uns das immer noch wert weil erstes ist die Arbeitslose ned so hoch und es schlägt sich nieder auf die Pension die sie dann nachher kriegen. Also ein win-win in jedem Fall”.
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Und nein, ich bin noch keine 50. Aber ich sehe wie die Firmen mit der Generation 50+ umgehen und wie oft es die Firma ist die die Leute zb in Altersteilzeit oder Frühpension drängt. Firmen HASSEN den Großteil ihrer älteren Mitarbeiter, weil ui, die sind in ihren Augen langsamer, nicht vertraut mit den neuesten Tools, haben mehr spleens und haben höhere Gehaltsvorstellungen. Da wird so lapidar hingeworfen ” Wer das gesundheitlich nicht schafft, wird ausgenommen.” LOL, als ob das in vielen Jobs nicht so wäre und in noch mehr Jobs zumindest auf der Sicht des Arbeitgebers so ist.
Die einzige Jobs wo man wirklich sagen kann “Ja klar den kannst du einfach chillig weitermachen für ein paar Jahre und es macht echt keinen Unterschied” ist vielleicht Stiftungsratmitglied oder “Board Member” aber genau diese hochrangigen Nichtstuer und Sesslerkleberjobs sind eh die wo sich das Problem nicht stellt, da bleiben die Leute eh schon freiwillig länger. (ich behaupte: sie sind ohnehin eh schon Bereits “Parkjobs” wo man Leute hinparkt damit sie den Firmen aus denen sie kommen nicht in aktiveren Managementpositionen auf die Nerven gehen)
(ich nehme an das ist ähnlich wie bei den Leuten die schauen “Oh, fuck Pensionierungswelle!”, nur schauen aufs Reißbrett und nicht drüber nachdenken wie die gelebte Realität in den Firmen ausschaut und was für Machtverhältnisse dahinterstecken und dass man älteren Leute in vielen Jobs schon lange “geparkt” hat weg von der aktiven Arbeit)