
Hallo! Ich bin Eileen Langegger. Ich habe mich 10 Jahre um den radioaktiven Abfall von Österreich gekümmert, und unterrichte seit vielen Jahren über Kernenergie und radioaktiven Abfall an den Unis. Fragt mich alles zum Thema Kernenergie und radioaktiver Abfall!
Ich habe technische Physik studiert, 10 Jahre das Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Österreich geleitet. Seit 2017 unterrichte ich an der TU Wien, TU Graz und Montanuni Leoben über Kernenergie.
Ich bin Vorsitzende der Österreichischen Kerntechnischen Gesellschaft ([www.oektg.at](https://www.oektg.at)).
Nach Fukushima habe ich mit Kollegen ein Buch veröffentlicht – “Kernfrage Atomkraft Was passiert wenn etwas passiert”. Fragen sind auch nach dem AMA gern per dm möglich.
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https://preview.redd.it/xfccgdgivuta1.png?width=1920&format=png&auto=webp&v=enabled&s=bd1b0841ffee4b25c66b581d774bb0f90e89a38e
40 comments
Aufbauend auf die Netflix-Doku, was denkst du über mit Thorium betriebene Flüssigsalzreaktoren? Schlüssel zu sicherer und sauberer Kernenergie oder nicht durchgedachte Utopie? Warum wurde die Entwicklung dieser Reaktoren gestoppt? Würdest du dir, falls sie Massentauglich werden würden, diese Technologie für Österreich wünschen?
Vielen Dank für das AMA!
In diesem Video https://youtu.be/4aUODXeAM-k wird behauptet, dass die Lagerung von Atommüll von Kraftwerken ein gelöstes Problem ist. In den letzten Jahren (und in meiner Schulzeit damals) habe ich aber immer das Gegenteil zu hören bekommen, was ist denn nun die Wahrheit? Ist die Lagerung nun schlimm im Vergleich zu alternativen oder nicht?
Wie viel Atommüll gibt es eigentlich (in Österreich)?
Ich hab gelesen aktuell wird der hauptsächlich auf dem Gelände von AKWs gelagert. Wie viel Platz braucht das?
Und wie groß müsste ein Endlager sein?
Wie viel fällt da so an während des Betriebs?
Wie wird der Müll von und zu den Lagerplätzen transportiert? Man hört ja immer wieder dass diese Transporte beschützt/verheimlicht werden müssen oder ist dies bei geringeren Mengen nicht notwendig?
Wie sehr hätte es Österreich eigentlich bezüglich radioaktiven Abfall zusätzlich belastet, wäre Zwentendorf wie geplant ans Netz gegangen?
Da die Halbwertszeiten des radioaktiven Abfalls so lange sind, können wir die Risiken bei der Lagerung überhaupt realistisch einschätzen?
Der Mensch ist ja nicht gerade bekannt dafür, schleichende Probleme zu erkennen.
Hallo Eileen.
Vielen Dank für das AMA.
Mich würde deine persönliche Meinung zu den Fragen sehr interessieren, da ich selbst der Kernenergie sehr kritisch gegenüberstehe.
Siehst du die unmittelbare und mittelfristige Zukunft, im Hinblick auf den steigenden Energieverbrauch, bei Kernenergie, oder doch bei Wasser/Wind/Sonne, oder eventuell ein Mix? Primär würde mich die Antwort bezogen auf den Energiemix in Österreich interessieren – aber gerne nehm ich auch einen globalen Ausblick.
Und werden wir langfristig von der Kernenergie weg kommen (müssen) – Stichwort Fusionsenergie – oder wird uns nichts anderes übrig bleiben als schlussendlich auch in Österreich ein paar AKW aus dem Boden stampfen zu müssen?
Bezüglich Endlager:
Es gibt ja nicht nur radioaktiven Müll sondern auch chemischen Müll der in Endlager landet.
In wie fern unterscheiden sich diese in den Anforderungen/Komplexität.
Als jemand der im Medinischen Bereich mit Radioaktiven Quellen arbeitet würde mich interessieren, wie viel die Entsorgung der Krankenhäuser im Vergleich zu Industrie bei der Langzeitlagerung in Österreich ausmacht. Die Radiopharmazeutischen Produkte sind ja nicht unbedingt interessant aber, Prüfquellen und bei der Herstellung im Zyklotron könnte ich es mir schon vorstellen.
Auf jeden Fall danke für’s AMA!
Wie kam es dazu dass du Leiterin des Zwischenlagers wurdest und was war das aufregendste dass dir während deiner Tätigkeit dort passiert ist?
Hallo Eileen, danke für dieses AMA.
Warum entscheidet man sich in Österreich für das Nischenthema Kerntechnik? Die berrauschenden Jobaussichten? Das wohlwollende öffentliche Meinung? Oder doch die gutaussehenden Ingenieure;)
Was sind deiner Meinung nach die größten Mythen zum Thema radioaktiver Abfall die sich in den Köpfen der Gesellschaft verankert haben, und die es zu ändern gilt?
Stumpfe Frage vielleicht – aber was gibt dem Durchschnittsösterreicher die Sicherheit, dass Atomkraftwerke (verhältnismäßig) ungefährlich sind? Fukushima, Tschernorbyl u.Ä sind sicher den meisten ein Begriff.
Danke für das AMA 🙂
Bezugnehmend auf die Probleme mit den niedrigen Wasserständen die sich letztes Jahr in Frankreich ergeben haben: Gibt es alternative Kühlmethoden für AKWs?
Allgemein: Gibt es in Mitteleuropa eine reale Zukunft für Kernenerie? Also Neuentwicklungen/ Neubauten, nicht nur die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Kraftwerke.
Sind die kleinen Zylinder, in denen radioaktives Material angeliefert wird, nach entnahme des Materials noch irgendwie gefährlich? Ein örtlicher Ingenieur hat die Dinger vor vielen Jahren als Ballast für eine selbstgebaute Jacht benutzt.
* Haben Sie die HBO Serie Chernobyl von 2019 gesehen?
Ist dort aus wissenschaftlicher Sicht alles korrekt dargestellt worden?
* Wie wird radioaktiver Abfall in Österreich transportiert?
Fällt ausländischer Abfall, wenn der durch Österreich transportiert wird, auch in ihr Verantwortungsbereich?
* Radioactive Man oder Fallout Boy?
Die Energiewirtschaft stellt zweifelsohne ein komplexes und facettenreiches Thema dar, bei dem vielfach Politiker mit Unfug ins Spiel kommen und zahlreiche unterschiedliche Meinungen kursieren. Meine Frage ergänzt die von u/AustriaFerdl gestellte.
In sozialen Medien wie Twitter äußern sich beispielsweise Stefan Holzheu und Volker Quaschning regelmäßig zu diesem Thema und betonen, dass der massive Ausbau erneuerbarer Energien, wie Sonnen- und Windkraft, in Verbindung mit entsprechenden Speichertechnologien Dunkelflauten entgegenwirken sollte. Eine Meinung, die von einigen Politikern immer wieder vertreten wird.
Da Sie sowohl über die erforderliche Bildung verfügen, um diese Angelegenheit aus wissenschaftlicher Perspektive zu betrachten, als auch aus dem Bereich der Kernenergie kommen, wäre es äußerst interessant, Ihre Einschätzung bezüglich Dunkelflauten sowie Ihren “optimalen” (unter Berücksichtigung der heute kommerziell verfügbaren Technologien) Plan für eine nachhaltige und stabile Energieversorgung kennenzulernen.
Danke für das AMA, finde ich toll von Ihnen! 🙂
Ich habe mehrere Fragen:
1.1) Wie bewerten Sie die Nichteinschaltung des AKW Zwentendorf in Ö? 1.2 Inwiefern hätte es die Energiesicherheit von Ö verbessert/stabilisiert? 1.3 Wären die Energiepreise heute billiger als heute? 1.4 Sollte Ö das AKW Zwentendorf modernisieren und in Betrieb gehen lassen?
2.) Wann kommt das Fusionskraftwerk? 😉
3.) Wie sehen Sie den Ausbau von AKWs zur heutigen Zeit (Frankreich, Schweden, Belgien,…) ?
4.) Welche Mythen über Atomkraft regt Sie am meisten auf?
5.) Wie kann man Atommüll am besten lagern und ist dies ein relevantes Problem für die Menschheit?
Danke für Ihre Antworten 🙂
Durch die meiner Meinung nach zukunftsweisenden Entscheidung mancher europäischer Staaten, nicht zuletzt aufgrund der verschärften CO2 Vorschriften in Zukunft verstärkt auf Atomkraft zu setzen, stellt sich mir die Frage, ob
1) es genügend Kapazitäten für Endlager in Europa gibt
2) der politische/gesellschaftliche Wille in manchen Ländern da ist, um diese Endlager auch hier in Europa aufzubauen/zu erweitern.
Kaum ein Thema ist so emotionalisiert wie Atomkraft. Da bedarf es vehemente Aufklärung, um auch nur einen Hauch von Unterstützung im speziellen Fall in D/AT in der Bevölkerung zu erreichen. Es ist haarsträubend, wie wenig darüber bekannt ist.
Vielen Dank schon vorab für alle spannenden Fragen! Als Info von meiner Seite:
Ich werde die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantworten. Das Thema ist so breit gefächert, dass es mir nicht immer möglich sein wird alles vollständig zu beantworten. Ich werde teilweise auf weiterführende Informationen verweisen müssen.
In meinen Vorlesungen an der TU Wien, TU Graz oder Montan Uni Leoben werden die Themen natürlich weitaus detaillierter besprochen, es ist jeder herzlich eingeladen daran teilzunehmen.
Wenn Interesse an einem fachlichen Austausch besteht, bietet die ÖKTG z.B. 1 x /Monat ein ungezwungenes Treffen bei einem Stammtisch an – bitte mich direkt kontaktieren.
Hat in Seibersdorf schon mal jemand versucht, etwas aus der Arbeit “mitzunehmen”? Was ist die seltsamste Verschwörungstheorie über Seibersdorf, die du kennst?
Mit welchem Isotop würdes du niemals arbeiten wollen?
Bei Brennelementen muss man ja meines Wissens auch bei der Lagerung auf Kettenreaktionen acht geben (siehe Mayak), bei so etwas vie verstrahlten Beton ja aber eher nicht. Werden diese “Klassen” jeweils in speziellen Lagern untergebracht, wird das Lagerintern geregelt oder spielt man Asse?
Uran kommt ja aus der Erde und wird mit Zentrifugen hochkonzentriert um Brennstäbe daraus zu gewinnen
Warum ist es eigentlich nicht möglich es wieder zu Verdünnen und in die Erde zurück zu stecken wo man es her hat ?
Hallo aus Deutschland.
1. Für welchen maximalen Zeitraum erschien es Ihnen möglich “Sicherheit” in einem Zwischenlager konkret zu planen (Maßnahmen, Budget, etc.)
2. Welches waren die Hindernisse, diesen Zeitraum auszudehnen.
Weil die Frage hier auf Reddit schon mal gestellt wurde – z.B. Erbstück vom Opa. Eine Uhr mit Radiumziffernblätter – ist das ihrer Meinung nach vollkommen unbedenklich oder würden sie vom täglichen Gebrauch eher abraten?
Gleiches mit Uranglas. Ist es legal, gezielt nach Pechblende zu suchen und diese dann auch privat aufzubewahren ?
Sehr geehrte Frau Dr Langegger,
zwei kurze aber wahrscheinlich den Rahmen eines reddit Kommentars sprengende Fragen:
Sehen Sie Thorium als eine mögliche Alternative zur Nutzung als Brennstoff für Reaktoren?
Glauben Sie dass “molten salt” Reaktoren das Potenzial haben sich gegenüber den aktuellen Reaktor bzw. Brennstoff Typen durchzusetzen? Inwiefern würde sich die Endlagerung der “molten salts” unterscheiden?
Vielen Dank für dieses Ama!
In der AMA Ankündigung wurde folgendes angesprochen:
Lobbyismus, Bezahlung Finanzierung der ÖKTG:
Ich bin Wissenschaftlerin.
Derzeit habe ich einen Vertrag mit der TU Graz für eine Lehrveranstaltung, aber auch dieses AMA findet in meiner Freizeit statt und wird nicht vergütet.
Es gibt in Europa Organisationen die Lobbyismus betreiben, und so tatsächlich auf hohem Niveau versuchen die Politik zu beeinflussen (Dazu zählen die Nuklear Foren oder die europäische Organisation NuclearEurope). Als wissenschaftlerin sollte ich ein Thema möglichst mit wissenschaftlichen Fakten hinterlegt betrachten. In meinen Vorlesungen kann man sich gern davon überzeugen.
Die ÖKTG ist ein Zusammenschluss von Personen die sich zum Thema Kerntechnik austauschen, und als Anlaufstelle für alle Organisationen (eben auch Ministerien oder sonstiges) dienen soll. Wir haben nach Fukushima z.B. eine Informationsstelle betrieben, die 3 Wochen lang die einzige Anlaufstelle bei Fragen in Österreich war. Damals hat uns auch die Wissenschaftsministerin besucht und das Projekt gelobt.
Wir möchten vor allem die Angst vor der Strahlung nehmen, hier bieten wir z.B. für Schulen Info Tage am Reaktor an.
Die ÖKTG ist ein gemeinnütziger Verein der ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge finanziert wird. Wir haben weder Angestellte noch werde ich für meine Arbeit dort gezahlt. Wir sind eine Freiwilligen-Organisation. Bin ich im Namen der ÖKTG auf einem wissenschaftlichen Kongress, erhalte ich die Spesen erstattet.
Wie wirkt sich deine Bekanntheit auf dein Privatleben aus? Es gibt ja auch Leute, die Atomkraft stark ablehnen und es nicht gerne sehen, wenn jemand dafür ist.
Wieso kommen Staat und Gesellschaft für die Kosten der Lagerung des Mülls auf und nicht die Unternehmen, die damit Profit gemacht haben?
Danke für das AMA 🙂
1. Zum Thema Lagerung: aus Deutschland hört man immer wieder, dass potentielle Standorte für die Lagerung rar sind. Wie sicher sind die Behälter für den radioaktiven Abfall bzw. was macht es so schwer ein Lager zu finden? Sind die Anforderungen diesbezüglich (zu) hoch?
2. Zum Thema KKW: wie sicher sind ältere Reaktoren? Man hört regelmäßig von Störungen und es scheint (zumindest in meinen Augen) so, als würde man diese Kraftwerke krampfhaft mit Panzertape und Kaugummi am Leben erhalten wollen.
3. Wie ist deine Meinung zu Transmutation? Prinzipiell ist es ja ne gute Sache, wenn man den Abfall weiterverwenden kann – angeblich soll das aber die Lagerung erschweren. Wenn ich mich richtig erinnere, muss dieser radioaktive Abfall zunächst über der Erde gelagert und kann erst nach Abkühlen in ein Endlager gebracht werden.
Es wird immer wieder auf EU -Ebene versucht Kernkraft als grünen Strom deklatiert zu bekommen und so Nationen wie Frankreich einen Ausweg für das Klimaziel zu ermöglichen.
Mir ist bewusst, dass in den Grundzügen die Kernkraft Grün ist. Im Endeffekt wird ja nur eine Turbine betrieben. Der unbedenkliche Wasserdampf wird einfach an die Umluft abgegeben und der Kuchen ist gegessen.
Wären da nur nicht die verbrauchten Brennstäbe.
Ich finde den Ansatz die Brennstäbe “einfach zu vergraben und gut ist” lächerlich menschlich pragmatisch und widerspiegelt das typische “Wird uns nicht mehr betreffen, mir wuascht”.
Sollte wirklich eine so komplex Energieform eine so banale und fragwürdige Entlagerung haben, und das wird dann als grün bezeichnet?
Ich hab vor einer Weile gehört dass es bereits erste Versuche mit wieder aufbereiteten Brennstäben gibt. Bilde mir ein Frankreich ist das der Vorreiter und hat ein entsprechendes Kraftwerk im Bau oder bereits bald in Betrieb.
**Wenn die Brennstab-Wiederaufbereitung erfolgreich ist und sich über den Globus etabliert – würden Sie meinen dass DANN Kernkraft als grün bezeichnet werden kann und möglicherweise die Lösung für die Zukunft sein kann?**
Persönlich bin ich extrem hin und her gerissen was Atomkraft betrifft. Aber dennoch happy, dass vor meiner Zeit bereit beschlossen wurde Österreich Kernkraftlos zu betreiben.
Mit den heutigen Standards und der möglichen Wiederaufbereitung der Brennstäbe könnte sich aber meine Meinung ändern und Österreich könnte Ein,Zwei Kraftwerke bauen.
Bin etwas spät dran, vielleicht sind sie noch da:
Etwas das für mich ein großes Problem von Atomenergie ist, sind die Lagerstätten vom Ausgangsmaterial.
Hier 2 Fragen:
Woher kommt dieses im Moment? Also für Krankenhäuser, Technik und Forschung?
Und wenn wir vielleicht doch ein AKW bauen, woher nehmen wenn nicht stehlen?
Side note: ich bin grundsätzlich gegen private AKWs weil dann immer die Gesellschaft fürs aufräumen dran kommt, dass ist mein größtes Problem daran. Wenn muss man das mit viel Hirn angehen, und hier habe ich einfach nicht das Vertrauen in die Verantwortlichen. Ebenso finde ich es schade dass wir es so sehr verschlafen haben genug Energie aus Quellen zu schöpfen wo man keine Mine braucht.
Und das obligatorische vielen Dank für das AMA.
Ich bezweifle das sich mein posting noch ausgeht, aber ich versuche es einfach mal.
Bei meiner frage geht es nicht direkt um Atomenergie, sehr wohl aber indirekt.
In wie weit ist der Kampf gegen den Klimawandel bereits verloren?
Gerade Ihre Meinung wäre sehr interessant, da sie doch starke Berührungspunkte mit Atomenergie hat.
Sehen Sie in Europa noch eine Chance das schlimmste zu verhindern?
Danke für das AMA!
Wie stehen KKWs eigentlich CO_2-technisch im Vergleich zu anderen Kraftwerkstypen aus, wenn man das über die gesamte Lebensdauer betrachtet, dh. inklusive Bau und Rückbau etc. – gibt es hier belastbare Zahlen?
Welches Isotop wärst du gerne?
Mit welchem Material arbeiten moderne Reaktoren von KKWs? Was sind die wesentlichen Fortschritte bei der Technologie die es dabei seit den Anfängen von KKWs gab. Wer baut heute die Ihrer Meinung nach besten Reaktoren?
Ist hoch radioaktiver Atommüll ein Problem, solange er nicht in einem sicheren Endlager deponiert ist?
Ich habe versucht mich ein bisschen mit der deutschen Geschichte des Atommülls auseinander zu setzen und es scheint noch kein Endlager zu geben. Außerdem scheinen die in Erwägung gezogenen Endlager in der Fertigstellung ewig zu dauern.
Wie lange würde denn der Bau/die Bohrung eines Endlagers wie in Finnland geplant dauern? Und ist so etwas “überall” möglich oder nur in bestimmten Ländern aufgrund der Bodenbeschaffenheit?
Unabhängig von Ihrer persönlichen Meinung zu unserer Atompolitik, wie bewerten Sie den Diskurs zur Atomkraft in Österreich? Denken Sie, es handelt sich bei unserer langjährigen Ablehnung der Automkraft in erster Linie um eine gut informierte und expertInnennahe Entscheidung oder mehr um ein größtenteils ideologisch motovierten und umstandsbedingten Relikt aus der Zwentendorf-Zeit?
Falls letzteres, würden Sie sich einen pragmatischeten Zugang zu diesem Thema wünschen?
Vielen Dank für all die spannenden Fragen und die sachliche Diskussion.
Ich hoffe ich konnte ein paar Missverständnisse zum Thema Kerntechnik beseitigen und einen anderen Blickwinkel bieten. Per DM stehe ich noch bei Fragen zur Verfügung.
Auf [www.oektg.at](https://www.oektg.at) findet ihr unsere Kontaktdaten, die Vorlesungen finden im WS in Wien und im SS in Graz statt. Ich freue mich über jeden interessierten Zuhörer!
Ich wünsche der reddit Austria ein schönes Wochenende und verabschiede mich.
Hallo Eileen, ich will mich für deine tollen Vorlesungen (spez. nuclear engineering) am Atominstitut bedanken! Ich arbeite mittlerweile in dem Bereich in Deutschland und habe damals deine top Folien zur Vorbereitung noch einmal gelesen.