Seit vielen Monaten ist die Teuerung hierzulande deutlich höher als in der Eurozone. Wird das Land deshalb zurückfallen – oder in zwei, drei Jahren vielleicht sogar besser dastehen?

Ehrlich? Sind wir das nicht so längst?

https://www.derstandard.at/story/2000145599450/dauerhaft-hoehere-inflation-ist-oesterreich-auf-dem-holzweg

23 comments
  1. schuld ist doch die unterbezahlte gastrobranche und nicht etwa die indirekte 200€ einmalförderung für vermieter ![img](emote|t5_2qo9i|28144)

  2. NACHTRAG:

    Auszug aus [Artikel](https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/2159474-Die-Zahlen-hinter-Koste-es-was-es-wolle.html)

    Ugly truth but:
    Viele dieser Probleme sind Nachwirkungen des “Koste es, was es wolle” Krisenmanagement während der Pandemie.

    Fast 10% des BIP gingen an Corona-Hilfen drauf.
    Dieses Geld fehlt jetzt und muss wieder durch HOHE Steuereinnahmen reingebracht werden.

    Unser Staat (mit der (kritischen) Infrastruktur) hat derzeit keinen festen Boden unter deren Füßen.
    Es ist jetzt nicht so als ob alles in Popsch gehen würde.

    Aber es ist für uns vollkommen normal geworden, dass Behörden, Kundenservice, Handel, Gastronomie und co. nur mehr auf Halbmast laufen.

    EDIT:

    Unsere COVID Teststrategie hat uns auch ebenso ein Loch ins Budget bereitet. Viele haben sich regelmäßig getestet weil es ja immer GRATIS war.

    Gratis ≠ Kostenlos

  3. Unternehmen (nicht nur Energiekonzerne und Immobilienfirmen) erhöhen die Preise und erzielen Rekordgewinne und der Staat “unterstützt” die Bevölkerung um das zu bezahlen.

    Beihilfen, Förderungen, Subventionen, Zuschüsse, Boni, Einmalzahlungen die als Hilfe für die Menschen verkauft wird, aber nur dazu dienen die Gewinne der Unternehmen zu stützen bzw. das Marktversagen zu kaschieren. Freier Markt und Wettbewerb wird ja teilweise ausgeschaltet, wenn zB überteuerte Strompreise nicht wieder gesenkt werden, weil eh über 10 Cent gefördert wird und daher (fast) egal ist, ob der Strom 20 oder 30 Cent kostet und die Kunden keinen Anreiz haben zu einem billigeren Anbieter zu wechseln.

    Wenn die Beihilfen aufhören, wirds bei vielen ordentlich krachen. Und nicht nur bei den privaten Haushalten werden Probleme kommen, sondern halt auch Unternehmen, die aufgrund dieser Wettbewerbsverzerrung die Kostenstruktur nicht ordentlich unter Kontrolle halten konnten bzw. bei der nächsten Rezession einen ordentlichen Einbruch bei der Nachfrage haben werden.

  4. Bei uns gehts schon lang Berg ab .. und wir lassen uns immer wieder aufn Kopf Schei***
    Wie viel Sonderzahlungen es für die Arbeitslosen in den letzten 3 Jahren gab ist absurd und de Blöden Arbeiter bekommen nix…
    Ich kenne Wirten die mir erzählten sie haben werdend der Pandemie mehr bekommen als wenn sie offen hätten .
    Keiner kann mehr gut leben ohne jeden Euro umzudrehen aber Hauptsache die Reichen stopfen..

  5. Wenn Unternehmen Preise über Profite steigen lassen – lässt mich kalt.

    Wenn die Arbeitnehmer*innen den entsprechenden Lohnausgleich haben wollen – LOhN-pReIS-SPiRalE!

  6. Man muss sich endlich mal diese ganzen „Rückkoppelung“ anschauen. Die Miete ist an den VPI gebunden in dem dann wieder die Miete enthalten ist. Das ist einfach nur dumm. Noch dazu fallen die Kosten von Zigaretten oder Sprit in Mietkosten hinein – wieso kann man da nicht ein VPI für Bauen & Wohnen machen? Mit den Millionen an Datensätzen die man hat müsste das doch ein leichtes sein?

  7. Wir haben die Politiker, die wir verdienen und bekommen die Inflation gleich mit dazu. Selber schuld…

  8. Es ist nicht nur die Inflation, sondern auch das permanente herumhacken auf KMU und Endverbraucher das alles teurer macht.
    Während der letzten Krise sinds mit NoVA für Pritschenwagen angekommen, um die phösen Benzinstinker-SUVs in Innenstädten zu bekämpfen. Am Ende kommt der Konsument für solche Schnapsideen auf und das FA lacht sich ins Fäustchen.

  9. Das geile ist, dass die WKÖ ernsthaft glaubt, dass wir mit unserem Arbeitsmarkt irgendwelche vernünftigen Arbeitskräfte anziehen können. Bei uns verdient man ned so rosig und die Inflation ist einfach gewaltig.

    Aber Österreich ist einfach eine so großartige Scheuklappennation. Irgendwas wird schon irgendwann passieren und deshalb brauchen wir jetzt eh nix ändern.

  10. Lohnkosten senken wäre ja Mal etwas. Oder vielleicht was gegen die offensichtlichen Preisabsprachen machen. Aber ist ja nur Zufall dass zb die Gurke plötzlich überall 1.99€ gekostet hat.

  11. “Das Land”…? Mag mir mal jemand erklären, wer das ist, dieses “das Land”? Wenn mir jetzt ein Makroökonom von EcoAustria erklärt, dass “das Land” auf diese Weise in ein paar Jahren besser dasteht, soll er erklären, wie sich jetzt hier und heute Geringverdiener und Menschen in Armut, gesunde Ernährung und angemessenen Wohnraum leisten können. Wenn ich Hunger habe und friere, ist es mir halt egal, ob “das Land” in drei Jahren (vielleicht) besser dasteht. Und wenn ich den ganzen Bumms nicht dafür betreibe, dass es den Menschen besser geht, dann kann man den Laden halt auch gleich zusperren. Aber ja… stattdessen machen sich irgendwelche eine Journalistin im TV darüber lustig, dass es in Österreich überhaupt keine Armut gibt.

  12. Ach du kacke, was ist denn hier in den Kommentaren los? Fühlt sich fast so an als wollten manche die Inflation ganz abschaffen.

  13. Österreich hat die höchste Belastung durch Immigration in Europa. Die Bevölkerung Wiens ist in den letzten 20 Jahren um ein Drittel gewachsen – trotz einer Geburtenraten von 1,4. Immigration steigert die Gesamtgüternachfrage, dadurch steigen auch die Preise. Das Problem an dieser Art von Immigration ist, dass die zu 70% am Arbeitsmarkt nicht verwendbar sind und damit das Angebot erhöhen, was zu einem Nachfrageüberhang führt.

  14. Österreich sandelt seit Jahren ab und iwie merkts keiner auf den ersten blick, wir werden links uns rechts überholt

  15. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum von 2021 auf 2022 wurde auf 1% geschätzt. Für 2023 auf 0,9%. Die Inflation soll ja angeblich auch wieder absinken: Im Februar war sie auf 11%, im März auf 9% jeweils gegenüber dem Vorjahresmonat. Also wirtschaftlich werden wir uns schon irgendwie einpendeln, nur gesellschaftspolitisch ist mehr gefordert als uns bisher geboten wurde, wenn sich lt. Handelsverband jeder Fünfte nurmehr lebensnotwendige Güter leisten kann. Mich wundert nicht, dass Konzepte wie “quiet qitting” immer mehr werden, wenn du und ich nurmehr für den Erhalt 40 Stunden arbeiten sollen..

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