Tränen vor Gericht: Haft für Ex-Fußballerin Burger nach Alko-Unfall

19 comments
  1. Unabhängig von diesem Urteil, Alkohol am Steuer sollte viel härter bestraft und kontrolliert werden. Keine Toleranz. Kann doch nicht sein, dass es immer noch als Kavaliersdelikt gilt…

    Zu dem Urteil: ich habe es nicht auswendig in Kopf, denke aber es ist ähnlich (verwunderlich kurz) wie in anderen Fällen. Bestraft sind sowieso alle Beteiligten ein Leben lang. Ob es zu wenig ist, entscheiden andere.

    Alkohol am Steuer und du kannst machen was du willst in Österreich (überspitzt obviously)

  2. >Der Moment, in dem **Nina Burge**r zum ersten Mal die Stimme bricht und sie die Tränen nicht mehr zurückhalten kann
    >
    >[…]

    Jaja, die Oarme. Bringt den Vater den sie umgebracht hat aber nicht zurück.

    >„Es war“, sagt die 35-Jährige, „der größte Fehler meines Lebens“.

    Auch das bringt ihn nicht zurück.

    >Die ehemalige Sportlerin betont zwar, dass sie sich dennoch **„fahrtüchtig“** gefühlt habe, bekennt sich bei dem Prozess aber schuldig.

    Und ich fühl mich nach 5 Bier wie Michael Jackson am Mikrofon. Wenn man mit 35 noch immer nicht gecheckt hat, dass Alkohol die Sinne trübt, dann ist man ein Volltrottel.

    Alles in allem find ich die Strafe für die Inkaufnahme eines solchen Szenario viel zu niedrig. Fußfessel, paar Monate im Häfn und a paar 1000€ sind also ein Menschenleben wert…

    In einer gerechten Welt wird ihr dafür der Schein auf Lebenszeit weggenommen und dürft sich gerade mal so noch als Beifahrer in die Nähe eines Autos bewegen. Die Tränen kann sie sich sparen.

  3. Führerscheinentzug + Lenkverbot für alles größer als ein Bobbycar ist da nicht dabei? Aber “schön” zu wissen, dass sie beim nächsten Toten dann noch 6 Monate von ihrer Erststrafe dazubekommt. Das wird sicher helfen, dass weniger Leute angesoffen fahren. /s

  4. Jemand aus meinem Freundeskreis hat auch mal einen schweren Unfall im Rausch gebaut, wenngleich auch ohne Toten.

    Und das war eine der vernünftigsten Personen die ich kenne… Es darf nicht passieren. Aber es passiert, auch Leuten bei denen man nicht damit rechnet.

    Ich glaube ihr jedes Wort und mit dieser Schuld zu leben ist nicht einfach.

    Die Strafe erachte ich in erster Linie als nötige Generalprävention.

  5. Muss sagen ich hab 0 Mitleid mit ihr.

    Keiner hat sie gezwungen, was zu trinken und dann übermüdet heimzufahren. Wenn ma saufen will, dann fährt ma halt ned selber, organisiert sich an Schlafplatz in der Stadt. Es ist keine Hexerei.

    Stattdessen ist wieder ein Mensch tot und sowohl vom Richter als auch von einem guten Teil der Gesellschaft kommt Verständnis. Ich versteh ned warum Alk am Steuer so extrem als Kavaliersdelikt angesehen wird.

    Sauf halt Anti, wennst fahrst. Es is ned viel verlangt und rettet vielleicht Leben.

  6. Mir ist durchaus klar, dass Vorsatz juristisch einen bedeutenden Unterschied macht. Aber es geht mir einfach nicht ein, dass die Fahrlässigkeit, mit der man das Leben anderer Menschen gefährdet, nicht höher gewichtet wird. Indem man sich betrunken hinters Steuer setzt, gibt man glasklar zu verstehen, dass man bereit ist, das Leben anderer im Straßenverkehr zu gefährden. Wieso das aber nicht härter geahndet wird, versteh ich einfach nicht. Klar, sie hatte nicht den Vorsatz, jemanden zu töten. Das ändert aber nichts am Ausgang. Und ich behaupte sie könnte auch resozialisiert werden, wenn sie ein wenig länger als das ins Gefängnis geht und zumindest mal 10 Jahre oder mehr kein fucking Auto lenken darf.

    Andererseits hilft Rache in dem Fall niemanden. Aber so ein Urteil trägt meiner Meinung nach nie der Menschenverachtung Rechnung, mit der man fast selbstverständlich das Leben anderer gefährdet. Weil “jo mei, wos soll scho passieren.” Einfach unverständlich.

  7. In dem Bericht wird sie nur als “ehemalige Sportlerin” bezeichnet. Sie war aber auch Polizistin und arbeitete im Innenministerium. Da sollte die Ausrede “Ich fühlte mich fahrtauglich” mal absolut gar nicht gelten…

  8. Alkolenker sollte man so behandeln als wäre die Tat vorsätzlich hervorgerufen worden. Immerhin haben sie sich ja vorsätzlich besoffen. Diese “Strafe” ist eine absolute Verhöhnung des Opfers.

  9. Steuerhinterziehung also Jahre Knast, aber wen zamfahren paar Monate: ergibt alles Sinn. Und ja unter 12. Monaten Strafe geblieben, damit sie Job als Beamtin nicht verliert.

  10. >Den privatbeteiligten Kindern wurden „symbolische Beträge“ von 3.000 und 1.000 Euro zugesprochen.

    Da erspar ich mir jetzt glaubich jeden Kommentar.

  11. Kinder werden ohne Vater aufwachsen und eine Frau ohne ihrem Mann – dafür nur ein paar Monate? Ich war in der früh kurz nach dem Unfall dort, unmengen an Rettungskräften dort und sie bekommt nur ein paar Monate? Mein Körper könnte nie in der Erde ruhig verweilen, nicht mal Gras würde auf meinem Grab wachsen mit dem Wissen wie das Strafmaß aussieht

  12. Die heult, weils 9 Monate Haft, von denens nur 3 im Hefn sitzen muss, erhalten hat, nachdems den Vater von 2 Kindern im Suff getötet hat?

  13. Ich trink seit fast 30 Jahren keinen Alkohol. Also wirklich NIE!
    Erst seit ca. 5-6 Jahren muss ich mich in AT wenn ich neue Leute kennen lernen nicht mehr rechtfertigen, dass ich keinen Alk trinke. Es wird also a weng besser in Österreich.
    Aber wir haben da als Gesellschaft noch immer einen weiten Weg vor uns.

  14. Im letzten Absatz steckt, neben der niedrigen Strafe, der eigentliche Skandal an dem ganzen:

    *Den privatbeteiligten Kindern wurden „symbolische Beträge“ von 3.000 und 1.000 Euro zugesprochen. Mit den übrigen Ansprüchen wurden die Familienmitglieder auf den* ***Zivilrechtsweg*** *verwiesen.*

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