Interessant was manche Leute über uns denken

40 comments
  1. Schau ich will ned rum meckern, aber als Österreicher mit osteuropäischen Wurzeln kann ich dir sagen der Rassismus existiert.
    Klar gibt jetzt andere Volksgruppen die im Fokus stehen. Nahost und Afrika dominieren die Medien in dem Bereich.
    Und Diskriminierung gegen Osteuropäer sinkt meiner Meinung nach.
    Aber jeder der mal mit „Bio-Österreichern“ ü-40 zu tun hatte kann dir sagen die haben noch genügend Meinungen die stark negativ sind.

    Wobei ich jetzt wie im Tweet nicht Indien oder Afrika Kolonien als Vergleich hergezogen hätte.
    Sondern eher die Hispanic Community in den USA zurzeit.
    Zwar besser als ein Moslem im Auge der Mehrheitsgesellschaft. Aber angeblich nicht ausgestattet mit kulturellem oder wirtschaftlichen Kapital. Zu laut und emotional.
    Faul und im Falle der Osteuropäer „klauend“ aber anscheinend notwendig für Jobs die man nicht machen mag.
    Frauen aus dem Kulturbereich als Sexobjekte gesehen und Gold digger / green card Mythos mit dazu.
    Und noch hundert andere Punkte aber ich muss gleich zur Arbeit und kann nicht alles runter schreiben.

    Ich sage nicht, dass jeder Österreicher so denkt , aber als jemand der hier geboren und aufgewachsen ist und mindestens einmal die Woche ein Gespräch führen muss und über die Scheiß-Tschuschen diskutieren muss kann ich dir sagen, das Mindset ist noch existent

    Edit : Rechtschreibfehler. Bin am Handy

  2. Ich muss immer lachen wenn „Zentral-„ oder Osteuropäer sich über Rassismus/Vorurteile der Westler beschweren.

    Sollte mal mit versteckter Kamera meinen nächsten Städteurlaub Filmen.

  3. Ich versteh ehrlichgesagt den Appeal von r/europe nicht. Die News die dort gepostet werden sind viel zu oft ragebait aus dem Boulevard, die Statistik posts haben oft Daten von vor 20 Jahren, die Bilder sind irgendwelche stock images. Dazu kommen dann noch die astroturfer, wo du User hast die nichts anderes als über ein spezifisches Thema spammen, sei es über mittelalterliche serbische “Helden” oder das Schengen Thema. Das ist in den Regeln ja auch eigentlich verboten, interessiert die Mods aber scheinbar nicht.

    Die Kommentare sind dann sowieso eine eigene Liga, voll mit Nationalisten. Generell gilt: Wenn etwas nicht der allgemeinen Meinung entspricht (oder, ganz schlimm: das eigene Land nicht gut aussehen lässt) dann wird jede Statistik und jede News aber auch 20x unter die Lupe genommen. In jedem anderen Fall wird’s natürlich sofort geglaubt.

    (Ja ich weiß, gibt andere Subreddits die nicht besser sind, ändert aber auch nichts daran.)

  4. Leute es is r/Europe und das alte Schengen Thema. Das is halt gefundenes Fressen für Östeuropäer die Frustrationen venten wollen.

    Frustration is angebracht vor allem weil die öst. Regierung null Kommunikationsskills hat aber phew es is halt echt ein großes Problem weil die schengenregeln gerade zusammenbrechen.

    Das halt das alles oft Dampfplauderei mit einem Geschichstverständnis eines besoffenen 15 jährigen der zu viel HoI4 gespielt hat is was anderes.

    A bissl recht hat er schon aber halt sein Arugument is der größte Blödsinn

  5. Könnten Minderwertigkeitskomplexe sein weil die “Schwabos” ihnen öfter mal den Arsch versohlt haben? Wir Österreicher ohne Migrationshintergrund in Wallah- und Brudi-Staaten sind Nachfahren eines großen Reiches, das über die Jahrhunderte eines der ausgeklügeltsten und effektivsten Staatssysteme der Neuzeit wurde, das führend war auf wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Gebieten, und das trotz vieler Fehler und Schwächen bis zum Zusammenbruch 1918 bestand – und zwar von Dubrovnik bis nach Prag, von Bregenz bis zur Bukowina. Die Tschechen, Ungarn, usw. können das nicht behaupten. Deren eigene glorreiche Zeit ist schon viele Jahrhunderte her. (Die Serben feiern sogar eine vernichtende Niederlage aus dem 15. Jahrhundert)

    PS: Wenn es um Rassismus geht, sollte man als Osteuropäer einmal genauer drüber nachdenken, ob man als z.B. Schwarzafrikaner in Österreich nicht doch besser behandelt wird, als in Ungarn, Polen, etc…

  6. Klingt sehr realistisch.

    Wenn ich nur an unser Essen denk.

    Alles zamgfladert und wir behaupten noch immer es is unser Zeug.

    Wie die israelische Küche die überall das Araberfressen als das ihre ausgibt.

    Typischer Kolonialismus

  7. Ah, als halb Tschechin und halb Österreicherin bin ich jetzt verwirrt, wie ich mich zu verhalten habe. ist aber eine gute Erklärung für meine Bipolarität.

  8. Wie oft ich Leute sagen hör, Neger , Tschussn , Zigeuner, Eselficker,Pifke, Yugo… etc..

    oder beste Spruch…gegen dich hob i nix, aber die anderen solln daham bleibn..

  9. Je nachdem wen du fragst bekommst du halt auch Antworten, die dich das vermuten lassen. Für viele ist der “Jugo” oder “Zigeuner” ein “Wilder”, der als billiger Arbeitskraft für niedere Arbeiten dient und mehr nicht.

    Der Vergleich mit den britischen Kolonien ist natürlich überzogen. In meiner Geschichtswahrnehmung war Österreich-Ungarn nicht so übergriffig bzw. hat die regierten Völker nicht als minderwertig empfunden, wie es bei den Briten der Fall war. Aber vielleicht täusch ich mich.

  10. Pfff was kümmert es mich was diese Tschechen von uns denken, man sollte sich nicht mit der Meinung von Leuten befassen die unter einem sind. 😉 /S

  11. Tschechien und Ungarn als österreichische Kolonien? Ist der Begriff nicht eher für „Remote“ annektierte Gebiete gedacht?

  12. As a US citizen living in Vienna for over a year I will say this;

    OK, Austria is a very traditional country, and yes, its possibly not so immigrant friendly, and surprise surprise, if you know anything about Austrian culture you immediately understand why.

    Since Austria was a super major European empire for well over 500 years and was basically running the show across Europe and keeping the turks and indo chinese invaders at bay for centuries, effectively guarding the entire continent from eastern invasion of many wild tribes, while ruling over half of Europe in a relatively peaceful and civilize manner (allowing other languages and cultures to coexist and maintain some freedom) , you cant expect this a centuries old culture to change in one day, it takes time. EU is not the US, its not an immigrant culture and the amount of time Austria is a modern democracy vs an old monarchy is nothing to compare..

    At the same time, and I am willing to bet money on this, that if you flip the scenario, and go as an immigrant to any of those eastern or muslim or african countries you will have a far more difficult time socially and economically and is some situations, i.e. muslims or african countries, you will be literally killed for your lifestyle choices, race, gender etc. So all in all, If you wanna immigrate to another country for a better life or economical opportunities , you better get on the freaking program and act like the locals and be respectful to the local culture or stop crying like a female dog.

    ​

    Edit: sorry for any typos , I was typing with passion.

  13. Sind Osteuropäer tatsächlich schon eine eigene Rasse?

    Aber im Ernst, es gibt Vorurteile, und bis zu einem Grad stimmen die auch. Von Rumänen etwa liest man zu 99% nur, wenn wieder wo eingebrochen worden ist, ist halt leider so.

    Und auf die Ungarn wird mehr wegen Orban gehatet (zumindest hier), nicht weil man sie als minderwertig betrachtet etc., weil das ist etwas albern.

  14. Bitte, gegen die Tschechen hat doch niemand was, jeder liebt den Braven Soldat Schwejk! /s

    Ich denke aber auch, dass es hier nicht um eine “Kolonialismus” Sicht geht. Es ist, gerade bei uns ü45ern eher noch dieses “Wir im Westen” gegen “Ostblock” Denken.

    Ich gehöre zu dieser Generation (also vom Alter her) und ich ertappe mich auch immer wieder dabei, dass ich noch in den Kategorien “ehem. Ostblock” denke. Wohlgemerkt aber nicht weil ich jetzt schlecht über diese Länder bzw. deren Bevölkerung denke, sondern eher wenns um das Bild geht welches man über das Leben und die Infrastruktur dort noch im Kopf hat. (ich kann mich halt auch noch lebhaft dran erinnern als wir kurz nach dem Fall des eisernen Vorhangs das erste mal in die damalige Tschechoslowakei (war es damals echt noch) gefahren sind und wir fürs billige Shopping und Essen nach Krumau gefahren sind.)

    Nur ist es eben auch vollkommen klar, dass es dort eben nicht mehr so aussieht wie damals nach dem Fall des eisernen Vorhanges. Man muss sich dann auch immer wieder dran erinnern, dass dies nun auch schon fast 35 Jahre her ist und sich seit dem sehr sehr viel getan hat.

    Das ist die Sicht von der ich denke, dass sie einfach noch zum Teil in den Köpfen der Menschen ist. Ich weiß nicht ob man das als Rassismus definieren kann oder nicht, ich halte es nicht mal für böse Absicht.

  15. Auch den „Hass“ aufs Burgenland (jajaja, ich weiß schon, ist ja nicht so gemeint, ist ja nur Spaß, hihihi) find ich in der Hinsicht ziemlich sus.

  16. Ehrlich gesagt: Wer putzt unsere Heisl? Wer hackelt auf den Baustellen? Wer pflegt die Alten?

    Und wie danken wir denen, die das für uns machen? Mindestlohn, oft unterschwelliger Rassismus, möglichst ausbeuten wo‘s nur geht (Stichwort Familienbeihilfe für Ausländer)…

  17. Finds amüsant, wenn zB Italiener in den Kommentaren Österreich Rassismus und Xenophobie vorwerfen, während sie offene Faschisten in der Regierung haben. r/Europe ist einfach ein Zirkus

  18. Ich bin aus Slowenien nach Österreich gekommen, um mein Doktorat zu machen. Ich habe dort >5 Jahre gelebt, aktiv versucht, die Sprache zu lernen…
    Am Ende beschloss ich, zurück zu ziehen, weil mich die willkürlichen Kommentare wirklich frustrierten. Meistens kamen sie von Frauen in Bäckereien, Restaurants oder manchmal auch in Banken. Meistens von völlig Fremden, nur wegen meines Akzents und der nicht perfekten “Artikel”.
    Ich wurde als Slowene in den USA mehr akzeptiert als in Österreich.

  19. Wir hatten in der Klasse eine Niederländerin, eine Engländerin, eine Türkin und mich als Ungarin. Die ersten beiden waren die guten Zugereisten, die mit den faszinierenden Backgrounds. Heute würde man sie vll Expats nennen weil Migrant klingt halt so ding. Ihre Akzente waren cool, ihre Grammatikfehler charmant. Hab das auch selber so gesehen, auch in meinen Augen waren eben was Besseres, ich mein das jetzt gar ned sarkastisch.

    Und wir letzten beiden waren eben die Tschuschn, die Ausländer, wurden von Lehrern im Gegensatz zu den ersten beiden Mädchen auch nie über unsere Bräuche und Heimat gefragt und von den Mitschülern eher gutmütig geduldet, sofern wir uns gut tarnten und jegliche Spuren einer fremden Herkunft unterdrückten. Ich hab das als Kind nicht als problematisch wahrgenommen und war einfach froh, dass ich nicht gemobbt wurde. Jetzt so im Nachhinein sind es eher nicht so schöne Szenarien. Waren halt die 90er/00er, hab das Gefühl, dass sich das mittlerweile verschoben haben könnte?

  20. Also der Vergleich hinkt schon sehr aber das Österreich nicht nur aus netten und weltoffenen Menschen besteht wird niemanden überraschen.

  21. Die Threads zum Schengen-Veto sind voll von recht merkwürdigem Brigading – die konfusen Posts dort sollten einen nicht wundern, werfen aber die Frage auf, inwieweit Rumänien wirklich reif für die EU ist.

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