
Ich finde es interessant, dass immer das Argument “Senioren müssen Mobil sein” kommt.
Das impliziert das Menschen die kein Auto bedienen können oder nicht wollen es nicht sein müssen. Oder Menschen die sich das Auto nicht unbedingt leisten können oder wollen.
17 comments
Find I ja lieb, dass du hier implizierst, dass sich der Staat bzw. die Politik um Leute scheren würd, die sich ka Auto leisten können. Lol.
>Nach Unfällen, an denen ältere Verkehrsteilnehmer beteiligt waren, wird immer wieder die Diskussion um eine beschränkte Gültigkeit des Führerscheins im höheren Alter ausgelöst. Der Seniorenbund weist das als „unnötige Altersdiskriminierung“ zurück.
Da geb ich dem Seniorenbund recht. Der Führerschein sollte nicht nur für Senioren beschränkt gültig sein, sondern für alle auf z.B. 5 Jahre. Und nach diesen 5 Jahren muss man dann abhängig von den bis dahin gesammelten Strafen die theoretische und eventuell auch praktische Prüfung erneut ablegen.
Wenn ich sehe was manche Junge zusammenfahren spare ich mir das Pensionistenbashing. Die Anforderungen für den Führerschein sind generell zu niedrig.
Einen Bekannten ist vor kurzen eine Fahranfängerin bei der Kreuzung rückwärts reingerollt, Antwort: „Ich komme mit der Kupplung nicht zusammen, in der Fahrschule hatten wir Automatik.”
Natürlich wird der Seniorenbund dagegen schimpfen wenn etwas vorgeschlagen wird das Senioren in die Pflicht nimmt, die NRA wird ja auch nicht plötzlich für Verschärfungen Werbung machen.
Um sowas zu diskutieren müsste es erst mal die entsprechenden Vorraussetzung geben.
Nicht falsch verstehen – in Wien erreichst mit Öffis und 10min Fußweg geschätzte 90% der Stadt.
Am Land errreichst mit Öffis und 10min Fußweg – alles was im Umkreis von 10min Fußweg ist – was meistens nicht viel ist.
Sobald man eine brauchbare Alternative zum Auto hat, kann man da gern drüber reden, bis dahin rennt jeder mit so einer Forderung hart gegen eine Wand.
Über Ideen wir regelmäßige Überprüfungen für alle (oder für jene die in x Monaten auffällige viele Vergehen ansammeln, kann man aber gerne reden – den scheiß den manche zsammfahren (egal welchen Alterns) ist echt abnormal.
Führerschein sollte, unabhängig vom Alter, alle fünf Jahre erneuert werden müssen. Gesundheits- und Aufmerksamkeitstests, auch unabhängig vom Alter der Probanden. Würde es mich treffen? Irgendwann sicher. Aber wenn ich dran denke wie wir meinem Vater wegen seiner Demenz die Autoschlüssel weggenommen haben, schaudert es mich noch immer. Irgendwann kann man das selbst nicht mehr richtig einschätzen.
> Das impliziert das Menschen die kein Auto bedienen können oder nicht wollen es nicht sein müssen. Oder Menschen die sich das Auto nicht unbedingt leisten können oder wollen.
Wie kommst bitte darauf?
Es beginnt ja mal damit das fuer diese Entscheidung in Oesterreich ueberhaupt die passende Datenbasis fehlt. Benoetigt werden zumindest:
1. Unfallszahlen nach Alterskohorte
2. Personen-KM nach Alterskohorte (wer Unfallsrisiko nach Alterskohorte mit dem Anteil der Anteilskohorte an der Gesamtbevoelkerung vergleicht hat was Modellierung und Statistik angeht einige Dinge mal so richtig nicht verstanden)
3. LenkerInnenstunden nach Alterskohorte
Diese Daten existieren in Oesterreich nicht, und wenn ich mir anschaue wie die Diskussion gefuehrt wird — siehe die Behauptung das die blosse Existenz der Diskussion bereits Altersdiskriminierung sei — dann draengt sich mir der Verdacht auf das einige Gruppen auch gar kein Interesse haben das diese Daten existieren wuerden.
Wenn Mensch sich hingegen Laender anschaut in denen die Datenbasis sehr wohl vorhanden ist (wie zB die Schweiz; siehe [https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2004/04/090_unfallrisiko_strassenverkehr.html](https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2004/04/090_unfallrisiko_strassenverkehr.html)) dann zeigt sich das junge AutofahrerInnen und AutofahrerInnen jenseits der 80 ungefaehr aehnliche Risikoprofile haben.
Deshalb haben wir in den letzten Jahrzehnten fuer JunglenkerInnen den Probefuehrerschein und den Mehrphasenfuehrerschein inkl. verpflichteten Verkehrssicherheitstraining eingefuehrt.
Bei Senioren haben wir … genau was gemacht? Oh, gar nix, obwohl Risiko vergleichbar? Na sapperlot, und dann wundern sich Menschen wie der Puehringer dass das Thema immer wieder kommt?
Mir geht die Diskussion am Arsch, ich muss mich wegen Behinderung alle 5 Jahre auf eigene Kosten untersuchen lassen und die Fahrerlaubnis dann wieder auf 5 neue Jahre ausstellen lassen (bisher ebenfalls auf eigene Kosten, übernimmt der Staat erst seit kurzem), obwohl ich eine Behinderung habe, die mit entsprechender Adaptierung die Fahrtauglichkeit über die Jahre nicht mehr einschränkt als der normale Alterungsprozess es tut (zum Glück). Meanwhile dürfen Senioren halbblind und taub mit riesigen SUVs durch dafür nicht gebaute Straßen cruisen, dass sie halt gar nicht mehr die körperliche Verfassung wie mit 20 haben können juckt bei normalen Bürgern hingegen null.
Fakt ist, dass es regelmäßig Menschen gibt, die durch altersbedingte geistige oder körperliche Einschränkungen eigentlich nicht mehr voll fahrtüchtig sind, sich aber trotzdem noch hinters Steuer setzen. Dadurch werden immer wieder Menschen gefährdet, verletzt oder getötet.
Durch vorgeschriebene Kontrollen der Fahrtüchtigkeit könnte das verhindert werden.
Und dabei zeigt das Summen der Seniorenbund-Wespen bloß, dass man da wohl ins richtige Nest gestochen hat.
Wer regiert momentan? ÖVP. Wen wählen Senioren hauptsächlich? ÖVP.
Danke, Thema geschlossen, red ma 2025 nochmal drüber
r/RentnerfahreninDinge
Lustig, wie viele Leute hier bereitwillig Menschenleben in Kauf nehmen, nur damit einige Senioren nicht ein Taxi rufen müssen…
Als LKW Fahrer musst alle 5 Jahre spätestens zum Arzt und mit Attest verlängern. Auch mit 25.
Mag sein das die älteren absolut gesehen wenig Unfälle haben. Aber wie schaut es normalisiert auf die Gefahrenen Kilometer und bei Sachen die von der Sensorik abhängen aus? (Sehen, hören, Reaktionszeit)?
War auch schon immer der Meinung, dass Gesundheitschecks ab einem gewissen Alter vorgeschrieben werden sollen. Es kann ja schließlich auch nur im Interesse desjenigen sein, wenn man ihn aus dem Verkehr zieht bevor es zu spät ist.
Leider erlebt man im Straßenverkehr immer wieder völlig absurde Dinge, zB. auch schlimm wie “Ältere” sich benehmen um Jüngere zurechtzuweisen. Ich meine damit Leute (vor allem am Land), die bewusst zu langsam fahren und wenn man überholt auf einmal selber gas geben usw. Bei uns am Land schaffst du es oft nicht einmal deinen Bundesstraßen 100er zu erreichen weil jeder fuvking Pensionist nur 70 fährt.
Hier glauben viele (hab so das Gefühl hauptsächlich “Ältere”) Narrenfreiheit zu haben.
Veilleicht kontrovers, aber ich finde das Unfallrisiko da gar nicht so den wichtigen Punkt, unter anderem weil es aber auch keine wirklich guten Statistiken dazu gibt. Unfälle können passieren und passieren in irgendeiner Form fasst ein jedem einmal einmal ausgenommen mit Schwerverletzten und Toten) wobei ich dazu sagen muss jede Person die ich kenn und behauptet noch nie einen Unfall gehabt zu haben und damit auf ihr “gutes” Fahrkönnen zurückschließen. Der Grund für deren 0 Unfälle sind aber meistens die Reaktionen anderer die diese Unfälle verhindern, also kurz gesagt leichte Unfälle passieren und sind fast unvermeidbar. Lächerlicher finde ich eher, dass Fahranfänger ärztliche Überprüfung und EH Kurs brauchen, aber ab Führerscheinerwerb ist beides wieder egal. Meiner Meinung nach einmal Fahrkönnen ausgenommen sollte alle 5 Jahre oder so eine Untersuchung auf Fahrtauglichkeit und ein EH Auffrischer vorgeschrieben werden. Ich finde es nämlich lächerlich wie sich manche Pensionisten ins Auto hieven und normal fast ned dagehen, wenn de an Unfall bauen verreckt des gegenüber an Ort und Stelle wenn ned jemand anderes da ist. Wenn ein EH können und die dazu benötigte körperliche Vorraussetzung gegeben ist, besteht wenigstens die Chance, dass jemand überlebt.
Ziemlich sicher keine gute Lösung, aber eine die sich wsl gut argumentieren lassen sollte.
Ich bin ganz bei OP: Ich habe kein Auto und will auch mobil sein.
Außerdem: Sollte der ORF in seinen Artikeln nicht gendern?