Und Österreich kämpft unermüdlichen weiter gegen die (nuklear) Windmühlen.
Ich dachte, die Deutschen seien auch dagegen und erhöhen damit die “Erfolgsaussichten” beträchtlich.
E-Autos verbieten! Dann brauch ma a koane AKWs …
So lange für korrupte Regierungen/Betreiber und Atommüll keine Lösung gefunden wird, bin ich gegen Atomkraft.
Das funktioniert zum Teil selbst jetzt nicht. Geschweige denn wenn wir die Produktion europaweit mehr als verzehnfachen.
Das gar nix mit “Wissenschaftsfeindlichkeit” zu tun.
Wenn es Mal einen Reaktor zu kaufen gibt der Idioten/Geizhalssicher ist, können wir meiner Meinung nach darüber reden, ob und wie wir uns den Spaß leisten wollen/können/müssen.
…und das is gut so
Die Abneigung ggü Atomstrom ist zum Katechismus verkommen, Abweichung ist nicht erlaubt.
Wir brauchen da dringind ein Vatikanisches Konzil
Also ich habe im Studium noch gelernt, dass Atomkraftwerke (wie auch die alten Kohlekraftwerke) eigentlich nur Grundlast bereitstellen können. Also wenn Reaktor, Turbine und Generator laufen, kommt ein konstanter Input ins Netz der nur schwer nach unten oder oben zu regeln ist.
Ich kenne die Möglichkeiten neuer Reaktoren nicht, aber ich denke auch nicht, dass sie das Mittel zur Spitzenlastabdeckung und Bereitstellung von Regelenergie (speziell primär negativ – wie soll das gehen?) sein können in Österreich.
VPPs (Virtual Power Plants = zusammengeschaltete Solar-, Wind- und Kleinwasserkraftanlagen) waren zur Zeit meiner Masterarbeit eigentlich eine interessante Geschichte um Last zu liefern und gleichzeitig aber auch am Regelenergie Markt teilnehmen zu können, also Möglichkeiten gäbe es um ohne Atomkraftwerke auszukommen.
An der wichtigsten Sache spießt es sich meines Erachtens in Ö nur gewaltig, nämlich der Errichtung und dem Ausbau von Übertragungs- und Verteilnetzwerken.
Tjo, Strom ist das was aus der Steckdose kommt und hat immer da zu sein, aber der Hochspannungsmast übern Acker ist böse und die kleine Trafostation ca. 50 m neben dem eigenen Haus ist schwersten gesundheitsschädlich und macht schlaflos.
>Österreich stehe da also ziemlich allein auf weiter Flur, heißt es unterDiplomaten. Kein Grund für Nehammer zum Rückzug. Am Ende ist “Brüssel”schuld.
Was ist denn das für ein deppater Schlusssatz? Ich will keine Politiker, die ihren Standpunkt aufgeben, nur weil sich keine Mehrheit für sie abzeichnet. In dieser Frage gilt das Einstimmigkeitsprinzip nicht, wie ja richtig im Artikel steht. Und gerade in der Frage der Kernenergie wird da ja auch die österreichische Mehrheitsmeinung repräsentiert. Kann man jetzt gut finden oder nicht, aber ist so. Zur Abwechslung ist die österreichische Politik da wirklich mal über Jahrzehnte und Parteien hinweg konsequent und eiert nicht herum. Eine solche Entschlossenheit würde ich mir bei anderen Themen auch wünschen.
Atomkraft, ja bitte.
Habe persönlich keine Abneigung gegen Atomkraft. War im Gegenteil lange ein Verfechter und habe mich auch in meinem Studium etwas darauf spezialisiert.
Die Energieffizienz und der geringe Anteil an CO2 bzw Baumaterial sind wahnsinnig vielversprechend. Außerdem ist die Produktionslast sehr gut regelbar, während neue Generationen von Kraftwerken wirklich extrem sicher sind.
Dann gibt es natürlich das Problem mit der Strahlung. Bei größter Socherheit kann man einen Unfall nicht ausschließen, aber neue Generationen kommen sehr knapp hin.
Die Endlagerung ist leider noch immer nicht geklärt. Hier wecken neue Arten von Reaktoren mit Flüssigmetall als Kühlmittel Hoffnung, die verbrauchten Atommüll unter Energiegewinn weniger schädlich machen können. Zusätzlich könnte es im Vergleich zu Kohle und Gas auch einfach das kleinere Übel sein.
So weit so gut. Zwei Sachen haben mich in den letzten Jahren jedoch etwas umdenken lassen.
Einerseits die Bauzeiten. Aufgrund der starken Regulierungen und Socherheitsmaßnahmen die neue Kraftwerke erfüllen müssen (gut so), verzögern sich Bauzeiten immens. Die Größenordnung liegt bei mindestens 10 Jahren, Grenze jedoch nach ibem hin bis mehrere Jahrzehnte. Ein schlechtes Argument für genau die Technologie, die als Brückentechnologie beworben wird, welche den „schnellen“ Übergang von Kohle/Gas auf erneuerbare Energien darstellen soll.
Und dann wäre da noch der Fakt, dass Iran als Bremnstoff recht rar ist. Und zwar wirklich rar. Schätzungen über die ausreichende Verfügung gehen da leider weit auseinander, weil sie mal nicht mal schon unerschlossene Quellen miteinberechnen. Denen Zufolge reichen unsere Uranvorkommnisse bei gleichbleibendem Bedarf für einen Zeitraum zwischen mindestens 35 bis 100+ Jahre. Die weitere Verwertung von Atommüll wurde hier nicht berücksichtigt, allerdings ist deren Energiedichte auch bei weitem nicht so hoch.
Fazit:
Obwohl extrem effizient und mittlerweile gut kontrollierbar, ist die Kernenergie meiner Meinung nach eine Sackgasse, deren Lobby zurzeit wahnsinnig stark darauf erpocht ist, sie als Übergangslösung in der Klimakrise zu verwenden.
Die langen Bauzeiten sowie die Begrenztheit der Brennstoffe werden uns aber auf diesem Weg nicht hilfreich sein, eher sogar zusätzliche Probleme bringen.
Die Technologien um uns von Kohle/Gas zu trennen existieren bereits. Sie sind vielseitig, mal mehr mal weniger gut zu regeln, und mittlerweile wietschaftlich sogar billiger (Photovoltaik). Eine Energiewende wird nur richtig funktionieren wenn wir diese Zukunftstechnologien auch effektiv einsetzen und deren Infrastruktur aufbauen. Die aussterbende Kernkraft wird uns dabei nicht unbedingt voranbringen.
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Und Österreich kämpft unermüdlichen weiter gegen die (nuklear) Windmühlen.
Ich dachte, die Deutschen seien auch dagegen und erhöhen damit die “Erfolgsaussichten” beträchtlich.
E-Autos verbieten! Dann brauch ma a koane AKWs …
So lange für korrupte Regierungen/Betreiber und Atommüll keine Lösung gefunden wird, bin ich gegen Atomkraft.
Das funktioniert zum Teil selbst jetzt nicht. Geschweige denn wenn wir die Produktion europaweit mehr als verzehnfachen.
Das gar nix mit “Wissenschaftsfeindlichkeit” zu tun.
Wenn es Mal einen Reaktor zu kaufen gibt der Idioten/Geizhalssicher ist, können wir meiner Meinung nach darüber reden, ob und wie wir uns den Spaß leisten wollen/können/müssen.
…und das is gut so
Die Abneigung ggü Atomstrom ist zum Katechismus verkommen, Abweichung ist nicht erlaubt.
Wir brauchen da dringind ein Vatikanisches Konzil
Also ich habe im Studium noch gelernt, dass Atomkraftwerke (wie auch die alten Kohlekraftwerke) eigentlich nur Grundlast bereitstellen können. Also wenn Reaktor, Turbine und Generator laufen, kommt ein konstanter Input ins Netz der nur schwer nach unten oder oben zu regeln ist.
Ich kenne die Möglichkeiten neuer Reaktoren nicht, aber ich denke auch nicht, dass sie das Mittel zur Spitzenlastabdeckung und Bereitstellung von Regelenergie (speziell primär negativ – wie soll das gehen?) sein können in Österreich.
VPPs (Virtual Power Plants = zusammengeschaltete Solar-, Wind- und Kleinwasserkraftanlagen) waren zur Zeit meiner Masterarbeit eigentlich eine interessante Geschichte um Last zu liefern und gleichzeitig aber auch am Regelenergie Markt teilnehmen zu können, also Möglichkeiten gäbe es um ohne Atomkraftwerke auszukommen.
An der wichtigsten Sache spießt es sich meines Erachtens in Ö nur gewaltig, nämlich der Errichtung und dem Ausbau von Übertragungs- und Verteilnetzwerken.
Tjo, Strom ist das was aus der Steckdose kommt und hat immer da zu sein, aber der Hochspannungsmast übern Acker ist böse und die kleine Trafostation ca. 50 m neben dem eigenen Haus ist schwersten gesundheitsschädlich und macht schlaflos.
>Österreich stehe da also ziemlich allein auf weiter Flur, heißt es unterDiplomaten. Kein Grund für Nehammer zum Rückzug. Am Ende ist “Brüssel”schuld.
Was ist denn das für ein deppater Schlusssatz? Ich will keine Politiker, die ihren Standpunkt aufgeben, nur weil sich keine Mehrheit für sie abzeichnet. In dieser Frage gilt das Einstimmigkeitsprinzip nicht, wie ja richtig im Artikel steht. Und gerade in der Frage der Kernenergie wird da ja auch die österreichische Mehrheitsmeinung repräsentiert. Kann man jetzt gut finden oder nicht, aber ist so. Zur Abwechslung ist die österreichische Politik da wirklich mal über Jahrzehnte und Parteien hinweg konsequent und eiert nicht herum. Eine solche Entschlossenheit würde ich mir bei anderen Themen auch wünschen.
Atomkraft, ja bitte.
Habe persönlich keine Abneigung gegen Atomkraft. War im Gegenteil lange ein Verfechter und habe mich auch in meinem Studium etwas darauf spezialisiert.
Die Energieffizienz und der geringe Anteil an CO2 bzw Baumaterial sind wahnsinnig vielversprechend. Außerdem ist die Produktionslast sehr gut regelbar, während neue Generationen von Kraftwerken wirklich extrem sicher sind.
Dann gibt es natürlich das Problem mit der Strahlung. Bei größter Socherheit kann man einen Unfall nicht ausschließen, aber neue Generationen kommen sehr knapp hin.
Die Endlagerung ist leider noch immer nicht geklärt. Hier wecken neue Arten von Reaktoren mit Flüssigmetall als Kühlmittel Hoffnung, die verbrauchten Atommüll unter Energiegewinn weniger schädlich machen können. Zusätzlich könnte es im Vergleich zu Kohle und Gas auch einfach das kleinere Übel sein.
So weit so gut. Zwei Sachen haben mich in den letzten Jahren jedoch etwas umdenken lassen.
Einerseits die Bauzeiten. Aufgrund der starken Regulierungen und Socherheitsmaßnahmen die neue Kraftwerke erfüllen müssen (gut so), verzögern sich Bauzeiten immens. Die Größenordnung liegt bei mindestens 10 Jahren, Grenze jedoch nach ibem hin bis mehrere Jahrzehnte. Ein schlechtes Argument für genau die Technologie, die als Brückentechnologie beworben wird, welche den „schnellen“ Übergang von Kohle/Gas auf erneuerbare Energien darstellen soll.
Und dann wäre da noch der Fakt, dass Iran als Bremnstoff recht rar ist. Und zwar wirklich rar. Schätzungen über die ausreichende Verfügung gehen da leider weit auseinander, weil sie mal nicht mal schon unerschlossene Quellen miteinberechnen. Denen Zufolge reichen unsere Uranvorkommnisse bei gleichbleibendem Bedarf für einen Zeitraum zwischen mindestens 35 bis 100+ Jahre. Die weitere Verwertung von Atommüll wurde hier nicht berücksichtigt, allerdings ist deren Energiedichte auch bei weitem nicht so hoch.
Fazit:
Obwohl extrem effizient und mittlerweile gut kontrollierbar, ist die Kernenergie meiner Meinung nach eine Sackgasse, deren Lobby zurzeit wahnsinnig stark darauf erpocht ist, sie als Übergangslösung in der Klimakrise zu verwenden.
Die langen Bauzeiten sowie die Begrenztheit der Brennstoffe werden uns aber auf diesem Weg nicht hilfreich sein, eher sogar zusätzliche Probleme bringen.
Die Technologien um uns von Kohle/Gas zu trennen existieren bereits. Sie sind vielseitig, mal mehr mal weniger gut zu regeln, und mittlerweile wietschaftlich sogar billiger (Photovoltaik). Eine Energiewende wird nur richtig funktionieren wenn wir diese Zukunftstechnologien auch effektiv einsetzen und deren Infrastruktur aufbauen. Die aussterbende Kernkraft wird uns dabei nicht unbedingt voranbringen.