Klingt eigentlich ganz vernünftig auf den ersten Blick.
Eine Modernisierung der Jagd ist längst überfällig. Weg vom Bild der alten Jäger und hin zu einem, der sowohl Umwelt als auch Tier viel besser berücksichtigt. Der Ansatz der Öko-Jäger geht in die richtige Richtung.
Ich hab viel mit Jägern zu tun und das Weltbild vor allem alter Jäger find ich ärgerlich. Ja keine starken Jungtiere schießen, die brauchen wir ja noch. Und weibliche Tiere wollens sowieso nicht schießen, die haben ja keine Trophäe (Gams ausgenommen).
Endlich mal schöne nachrichten!
Die ökojäger haben einen wirklich soliden Zugang zum Thema Jagd. Ich kenn selber einige und die sind allesamt wirklich mit herzblut dahinter, dass man das alles so “natürlich” wie möglich halten muss, im Sinne von keine Treib-oder Gatterjagden, keine Trophäenjagden ect. Dafür werden sie von einem Großteil der Jägerschaft aber massiv angefeindet.
Tiermord ist und wird auch immer Mord sein🙄
1. Was genau ist eigentlich das Problem beim Töten von Gatzen und Hundis? Wieso ist das bei allen anderen Tiere ok nur bei denen nicht, vor allem wo besonders Katzen ein sehr großes Umweltproblem sind!? (Genauso wie man Hunde und Katzen nicht essen darf, ähnliche Säugetiere aber sehrwohl!?) Versteht mich nicht falsch, ich will jetzt nicht unbedingt eine Katze oder einen Hund umlegen und verspeisen, mir ist nur diese Unterscheidung unter dem Deckmantel des “Tierschutzes” schleierhaft.
2. Stört mich dass im Kontext der Jagt gerne vom Schutz von Wildtieren und der Natur im Allgemeinen gesprochen wird, oder dies zumindest so suggeriert wird. Der Jäger beschäftigt sich mit einer Handvoll ausgesuchter Arten, von Hundertausenden. Die allermeisten Jäger haben überhaupt keinen Plan von der Natur und können vermutlich keine 10 Fliegen auf Gattungsniveau bestimmen, die aber ein ebenso wichtigen Zahnrädchen in diesem Gesamtsystem sind. Noch dazu sind die wenigen Arten mit denen sich die beschäftigen so ungefähr die unbedrohtesten überhaupt. Da fehlt meiner Ansicht nach komplett die Kompetenz sich überhaupt als Naturbeschützer hinzustellen. Zusätzlich mangelt es vielen sogar an wissenschaftlichem Wissen über diese wenigen Arten.
3. Leben die in einer komplett verdrehten Welt. Alle anderen Naturnutzer werden als Feindbild und ernsthafte Bedrohung für die sensiblen verschreckten Wildtiere (von denen es laut den Jägern ohnehin zu viele gibt) dargestellt, nur der Beschützer des Waldes, der heldenhafte Jäger, kämpft unerbitterlich für deren Fortbestand. Komisch ist einerseits folgendes: ausgerottete Tierarten Wanderer und böse Mountainbiker -> 0, ausgerottete Tierarten Jäger -> fallen mir 7 auf Anhieb ein für Österreich. Abgesehen davon dass der ursächliche Grund warum das Wild in Panik gerät sobald es einen Menschen sieht, der ist dass sie gejagt werden und dadurch zu völlig unnatürlichem Verhalten (z.B. Nachtaktivität, Verbiss) übergehen. ich stell mir auch vor das es mich ein bisschen mehr stressen würde wenn jemand auf mich schießt als wenn ich von einem Spaziergänger erschreckt werde…
4. Selbst hinterlassen sie den mega Müll im Wald, Unmengen zerbröselndes Plastik an zerfallenden Jagdsitzen, bisschen Mikroplasik im Wildbret, lecker, Munition mit Blei; Reifenabrieb weil man faul in jeden entlegenen Winkel mit dem Auto fährt…
7 comments
Klingt eigentlich ganz vernünftig auf den ersten Blick.
Eine Modernisierung der Jagd ist längst überfällig. Weg vom Bild der alten Jäger und hin zu einem, der sowohl Umwelt als auch Tier viel besser berücksichtigt. Der Ansatz der Öko-Jäger geht in die richtige Richtung.
Ich hab viel mit Jägern zu tun und das Weltbild vor allem alter Jäger find ich ärgerlich. Ja keine starken Jungtiere schießen, die brauchen wir ja noch. Und weibliche Tiere wollens sowieso nicht schießen, die haben ja keine Trophäe (Gams ausgenommen).
Endlich mal schöne nachrichten!
Die ökojäger haben einen wirklich soliden Zugang zum Thema Jagd. Ich kenn selber einige und die sind allesamt wirklich mit herzblut dahinter, dass man das alles so “natürlich” wie möglich halten muss, im Sinne von keine Treib-oder Gatterjagden, keine Trophäenjagden ect. Dafür werden sie von einem Großteil der Jägerschaft aber massiv angefeindet.
Tiermord ist und wird auch immer Mord sein🙄
1. Was genau ist eigentlich das Problem beim Töten von Gatzen und Hundis? Wieso ist das bei allen anderen Tiere ok nur bei denen nicht, vor allem wo besonders Katzen ein sehr großes Umweltproblem sind!? (Genauso wie man Hunde und Katzen nicht essen darf, ähnliche Säugetiere aber sehrwohl!?) Versteht mich nicht falsch, ich will jetzt nicht unbedingt eine Katze oder einen Hund umlegen und verspeisen, mir ist nur diese Unterscheidung unter dem Deckmantel des “Tierschutzes” schleierhaft.
2. Stört mich dass im Kontext der Jagt gerne vom Schutz von Wildtieren und der Natur im Allgemeinen gesprochen wird, oder dies zumindest so suggeriert wird. Der Jäger beschäftigt sich mit einer Handvoll ausgesuchter Arten, von Hundertausenden. Die allermeisten Jäger haben überhaupt keinen Plan von der Natur und können vermutlich keine 10 Fliegen auf Gattungsniveau bestimmen, die aber ein ebenso wichtigen Zahnrädchen in diesem Gesamtsystem sind. Noch dazu sind die wenigen Arten mit denen sich die beschäftigen so ungefähr die unbedrohtesten überhaupt. Da fehlt meiner Ansicht nach komplett die Kompetenz sich überhaupt als Naturbeschützer hinzustellen. Zusätzlich mangelt es vielen sogar an wissenschaftlichem Wissen über diese wenigen Arten.
3. Leben die in einer komplett verdrehten Welt. Alle anderen Naturnutzer werden als Feindbild und ernsthafte Bedrohung für die sensiblen verschreckten Wildtiere (von denen es laut den Jägern ohnehin zu viele gibt) dargestellt, nur der Beschützer des Waldes, der heldenhafte Jäger, kämpft unerbitterlich für deren Fortbestand. Komisch ist einerseits folgendes: ausgerottete Tierarten Wanderer und böse Mountainbiker -> 0, ausgerottete Tierarten Jäger -> fallen mir 7 auf Anhieb ein für Österreich. Abgesehen davon dass der ursächliche Grund warum das Wild in Panik gerät sobald es einen Menschen sieht, der ist dass sie gejagt werden und dadurch zu völlig unnatürlichem Verhalten (z.B. Nachtaktivität, Verbiss) übergehen. ich stell mir auch vor das es mich ein bisschen mehr stressen würde wenn jemand auf mich schießt als wenn ich von einem Spaziergänger erschreckt werde…
4. Selbst hinterlassen sie den mega Müll im Wald, Unmengen zerbröselndes Plastik an zerfallenden Jagdsitzen, bisschen Mikroplasik im Wildbret, lecker, Munition mit Blei; Reifenabrieb weil man faul in jeden entlegenen Winkel mit dem Auto fährt…
Danke, genug ausgekotzt! =P
Jagt bringt leid und schützt nichts. Jagt ist niemals ok. Sieh untere Punkte
https://www.tierrechte-bw.de/index.php/auswirkungen-der-jagd.html