
Die Titelseiten der Tageszeitungen bleiben leer, weil man gegen die neuen Möglichkeiten des ORF im Internet protestiert. Die Tageszeitungen fordern die Regierung auf, ein “drohendes Meinungsmonopol” durch den ORF zu verhindern.

Die Titelseiten der Tageszeitungen bleiben leer, weil man gegen die neuen Möglichkeiten des ORF im Internet protestiert. Die Tageszeitungen fordern die Regierung auf, ein “drohendes Meinungsmonopol” durch den ORF zu verhindern.
32 comments
Das fünfte Bild im Post ist der offene Brief der Zeitungs-Geschäftsführer*innen!
San de olle wo angrennt?
Geht’s scheißen.
ich fordere: ORF online Artikel nur für 12 h sichtbar! Alles andere ist der Tod für die Medienvielfalt.
Der ORF bekommt mehr Mittel, ja. Dafür muss er aber auch einsparen und wird massiv in seinen digitalen Nachrichtenangeboten beschnitten.
Das reicht den Zeitungen nicht. Sie wollen den ORF am liebsten komplett auf Fernsehen und Radio beschränken. Digital darf er vielleicht höchstens noch die Mediathek betreiben, aber da wohl am liebsten auch nur mit einer zeitlich stark beschränkten Verfügbarkeit des Angebots.
Ja, eine nicht monopolisierte Medienlandschaft ist wichtig. Aber vielleicht sollten sich die österreichischen Medien mal etwas mehr anstrengen, denn sie sind im internationalen Vergleich echt nicht sonderlich toll, selbst die Qualitätszeitungen. Ihre Onlineangebote sind mit einem Wort beschissen.
Beispiele wie die Kleine Zeitung produzieren fast nur noch Clickbaitmist. Von Krone, Heute usw. brauchen wir erst gar nicht anfangen, die schaden der liberalen Demokratie mehr, als dass sie zu ihr beitragen würden.
Der ORF hat sicher einen Vorteil, weil er bei seinem Nachrichtenangebot keine Werbung schalten muss. Er bekommt das bereits über die Gebühren bezahlt. Aber die ORF-Nachrichten waren auch deshalb so erfolgreich, weil sie übersichtlich, kompakt und auf den Punkt waren. UND ES GAB KEINE VERFICKTEN KOMMENTARE DRUNTER, welche Wohltat. Ganz ehrlich: Nachrichtenwiedergabe kann kein wesentliches Merkmal des Demokratiebeitrags der Zeitungen sein, weil ohnehin alle dasselbe Zeug von APA, Reuters und die Pressemeldungen der Polizei wiedergeben (jop, auch der ORF, teils fast 1:1). Das kann jeder Praktikant. Zeitungen müssen sich über komplexere Inhalte profilieren.
Diese privaten journalistischen Medien, von denen die da reden… sind die jetzt mit uns hier im Raum?
Ach geht’s doch olle scheixxn!! orf.at ist so ziemlich die einzige neutrale Nachrichtenquelle ohne a linke oder rechte Agenda. Mit der neuen Finanzierung würde ich die digitalen Inhalte massiv ausweiten.
Und bringt die Futurezone wieder zurück vom Kurier es Häusln.
Rant oder…ma mocht mi des grantig!
Mimimi Wir haben das Internet immer noch nicht gecheckt und können uns kein besseres Geschäftsmodell überlegen als Click-Bait und Hatespeech mimimi.
Würde die Krone jede Seite bei jeder Ausgabe so halten, dann gäbe es in dem Land weniger Probleme.
Das Krone Logo zieht das ganze halt etwas ins lächerliche. “Zeitung”
ich versteh nicht, wogegen protestiert wird. orf.at ist zerstört, online darf der ORF minimal mehr, das betrifft aber das Fernsehen. Was hätten die gerne gehabt?
Spinnen die alle? Der ORF muss jetzt als Sündenbock herhalten, weil man in den letzten 20 Jahren selbst nicht in der Lage war, ein ansprechendes Produkt aufzubauen.
Dass die Zeitungsverleger das so sehen, ist klar. Aber dass sie ihre Titelseiten missbrauchen um ein unternehmerisches Ziel durchzusetzen, ist der beste Beweis dafür, dass es den ORF braucht. Das Gefasel von Meinungsvielfalt ist an den Haaren herbeigezogen. Es gibt in Österreich definitiv kein Meinungsmonopol eines Mediums. Man muss sich nur mal anschauen, wie viele Aufrufe der Standard täglich hat.
Saufen die alle? orf.at wird doch eh kastriert mit dem neuen Gesetz, was wollens mehr? Das Mediengesetz war doch eh a Geschenk an Privatmedien, aber scheinbar kriegens alle den Hals ned voll.
kriegen die nicht alle die Presseförderung in dern Arsch geschoben?
Wie die Frau Dichand halt ernsthaft inklusive dem Dr. unterschreibt, wer hat denn bitte so einen Geltungsdrang, dass man Titel in die Unterschrift aufnimmt?…
OK schaff ma ORF.at ab aber es gibt auch keine Presseförderung und keine öffentliche Inserate mehr
Und ich gutgläubiger Trottel hab zuerst gedacht es ist wegen der Wiener Zeitung…
ich meine.. ich weiss es nicht mehr was zum glauben ist.. bekommt die ORf zu viel Macht tatsächlich? Wird die ORf ein Tool für Propaganda werden? oder ist das (Protest) die Arbeit Privatenmedien die sowieso an der Hand der Reichen und Politiker zur Verfügung stehen? Mann… in Rumänien war nicht viel unterschiedlicher als ich ausgewandert bin… ich bin so entäuscht von der Richtung Ö geht…
Wenn man das eigene Versagen bemerkt, fehlen einem halt die Worte. Die meisten Zeitung, bis auf derstandard.at, hat die Digitalisierung total verschlafen und sind jetzt noch nicht mal munter. Na dann gute Nacht…
Schad dass ich kein Abo hab, das ich kündigen könnte.
die berichten wohl heute alle aüsführlichst über mein Liebesleben ❤️
Mittlerweile ist es schon so weit, dass ich aus Prinzip keine Zeitung mehr kaufe.
Alles Schandblätter
Reddit ist im Bezug auf den ORF schon etwas schizophren…
Alle lieben den ORF, aber keiner will GIS zahlen.
Und die Privaten “haben das Internet nicht verstanden”, weil sie nicht in der Lage sind ihr Produkt an den Mann zu bringen.
Das ist ungefähr so als würd man den Kepapmann flamen, dass er nichts verkauft, während 2m daneben staatlich finanzierte Döner gratis verteilt werden. Vllt kriegst dort keinen Schafskäse dazu, keine Falafel und hast weniger Soßenauswahl, aber was der Großteil der Leute will, kriegens unkompliziert und gratis.
Das sage ich als jemand, für den [ORF.at](https://ORF.at) die tägliche Infoplattform Nr. 1 ist – obwohl ich ein Digitalabo einer Zeitung besitze. Ich habe unter der Woche halt nicht die Zeit, in der Früh irgendwelche Reportagen zu lesen, die es beim ORF so nicht gibt, sondern klick am Handy rasch das Neueste durch. Dafür ist die Blaue Seite einfach perfekt.
Hindert mich aber nicht daran zu erkennen, dass die Bedenken der Printmedien sehr wohl ihre Berechtigung haben.
[orf.at](https://orf.at) ist die einzige News Seite, welche derzeit noch irgendwie nutzbar ist und nicht von Werbung unbrauchbar gemacht wird.
Gehts scheißen liebe private Zeitungen. Wenn ihr eure Firma nicht gscheit führen könnt, dann solltets euch vielleicht einfach nicht geben. 🙂
Ich find ÖR-Journalismus ganz klar besser als marktgetriebenen Journalismus
Die sollen also scheißen gehen. Bestätigt mich, dass keines von diesen Gfrastern jemals ein Abo (weder Print noch online) von mir sehen wird. Meine ÖR-Gebühren zahl ich gerne
Meiner Meinung nach ist der ORF das “Grundangebot”, das was jeden zu Verfügung stehen muss. Wenn Private kein besseres Angebot als das staatliche legen können, dann ist es gut, dass es das staatliche Angebot gibt. Der ORF hat im Vergleich zu normalen Medienhäusern eh schon immer sehr viele Einschränkungen/Nachteile gehabt (vor allem was Mitarbeiter-Verträge und Werbung betrifft).
Ein erfolgreiches Beispiel ist meiner Meinung nach Nebula. Das haben ein paar Youtuber gestartet, und dort gibt es top Content.
Die ganzen Privaten Angebote sind durch die ganzen Werbungen Augenkrebs. Sei es [meinbezirk.at](https://meinbezirk.at), [Krone.at](https://Krone.at), Standard.at , ect.
Von mir aus können die gerne private Nachrichten in [orf.at](https://orf.at) samt Abo-Schnittstelle integrieren. Wenn man kein Abo hat, sieht man nur die Gratis-Nachrichten (abwählbar) im ORF-Style, wenn man ein Abo hat, bekommt man auch z.B.: “Krone+” Artikel zu sehen. Natürlich steht das dann dabei, dass es die Krone ist, bevor man am Link drückt, mit dem sich dann ein neuer Tab mit der Seite öffnet.
Der öffentlich rechtliche Rundfunk trägt nicht die Verantwortung für die finanziellen Sorgen der Zeitungen. PUNKT
Es wird immer schwierig bleiben eine Qualitätszeitung zu finanzieren in Ö. Das liegt an den Dimensionen. Den ORF NOCH weiter zerschießen wird nur für Google, Meta und co profitabel sein.
Wenn es den Verlegern ernst wäre, mit der demokratie-politischen Verantwortung, würden sie über die Presseförderung diskutieren, oder von mir aus ausgebaute Kooperationsprogramme mit dem ORF (Pressestunde etc.)
Aber da müsste man ja selbst etwas leisten. Viel leichter dem anderen ans Bein zu pinkeln.
Total unsympathische Aktion. Den großen Tageszeitungen ist die Blaue Seite des ORF ein Dorn im Auge; sie wollen diese entweder abschaffen oder bis zur völligen Nutzlosigkeit ruterregulieren. Wenn sie sich mit dieser Aktion durchsetzen, wird die Medienwelt in Österreich viel schlechter werden: Ein komplett beschnittener ORF auf der einen Seite — und staatlich geförderte Bezahlschranken der Zeitungsverlage auf der anderen Seite. Nutzlosigkeit mal zwei. Eine teure Medienwüste, mit der niemand zufrieden wäre.
Checken die nicht das man eig mit Bild, Spiegel, Zeit etc in Konkurrenz steht und nicht mit etwas besseren Teletext der sich orf.at schimpft.
Überlege, mein Printabo der OÖN zu kündigen wegen diesem ORF-Bashing. Schaffen einfach den Weg in die Digitalisierung nicht trotz Presseförderung und Werbeeinnahmen. Recht armselig, sehe schon den Ruf nach staatlicher Unterstützung und damit ein Ende der Unabhängigkeit.
Naja, ich bin halt auch gegen “liberale Demokratie”. Hätte halt gern echte Demokratie, dies unterm Kapitalismus grundsätzlich nie geben kann.
Und, dass sich größtenteils völlig gleichgeschaltete kapitalistische Medien, die einfach nur blind und ohne jegliche Kritik oder Fact-Checking US-amerikanische Propagandanarrative wiederholen, unironisch so selbstbeweihräuchern, ist schon sehr bizarr:
>Meinungsfreiheit
>Medienvielfalt
>Integrität
>selbstbestimmter Zugang
>geprüfte Fakten
Wenn sie dann auch noch unironisch behaupten, dass sie “helfen, komplexe Sachverhalte auf dem Grund gesicherter, wohlrecherchierter und gewissenhaft überprüfter Tatsachen einzuordnen”, wirds wirklich komplett absurd.
Wir brauchen eine proletarische Demokratie, keine mediengesteuerte “liberale Demokratie” (ein anderes Wort für “Diktatur der Bourgeoisie”) bei der Menschen durch auf kapitalistischen Medien herbeigelogenen alternativen Realitäten ihre Meinungen so ändern, wie es die Obrigen eben wünschen. Ein kapitalistischer Medienmarkt führt dann zu selbstzerstörerischem, US-hörigen Verhalten, wie wir es als Reaktion auf den Stellvertreterkrieg in der Ukraine sehen… etwas, das die kapitalistischen Medien auch zum kommenden Stellvertreterkrieg der USA gegen China so durchziehen werden, was wirklich verheerende Folgen haben wird. (Und beim Thema Russland zeigt sich nämlich das wahre Gesicht dieser achso “freiheitlichen” Denker – hier hört nämlich bei uns die Freiheit auf: Russische Fernsehsender werden direkt zensiert/gesperrt. Dagegen wird von diesen Blättern aber natürlich nicht demonstriert.)
Wenn etwas vom “freien Markt” gelenkt wird, dann wird die öffentliche Meinung primär vom Kapital gelenkt, bzw. durch leicht konsumierbaren populistische Mittel und Propaganda kontrolliert… und eben nicht durch faktenbasierende, neutrale, sachliche Info bei der Menschen eine “freie Wahl der Medien” genießen. Demokratische Prinzipien sind mit den Ideen eines kapitalistischen Markts völlig unvereinbar. Kapitalismus und Demokratie stehen sich antithetisch gegenüber.
Edit: Ich finde natürlich auch den ORF abgrundtief schlecht und bin grundsätzlich gegen öffentliche Zwangsabgaben. Der ORF ist ohnehin ein ebenfalls gleichgeschalteter Kanal, der US-Propaganda blind und unkritisch wiederholt.