Bin über das hier gestolpert, würd mich glatt interessieren wie hier so ansonsten die Meinung über Landwirtschaft ist

27 comments
  1. Das Kommentar referenziert subjektive Anekdoten.

    Solche Verbote werden nicht auf Basis von hear-say gemacht. Genauso sollte man sich nicht ausschließlich auf die Meinung des Korl, da Nochba’ Imka, verlassen.

  2. Er hat noch nicht mal eine Idee wie sich das Mittel nennt dass er auf seine Felder spritzt aber es ist harmlos.
    Bei dem Zeug gehts um Neonicotinoide. Im April 2018 wurden Eu-weit drei der Mittel (Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin) verboten – Österreich lässt sie nach wie vor zu (über Notfallverordnungen).
    Dass das Zeug giftig ist, ist auch seit 10J+ nachgewiesen. Für Bienen genügen wenige µg davon, bei Vögeln ist die halbe letale Dosis nach ein paar damit gebeizeten Samenkörnern erreicht.

    Nix gegen Landwirte, viele machen eine harten Job der nicht einfach ist.
    Aber die Aussage oben ist halt nur ein Teil der Warheit und viele müssen mal a bissl flexibler werden, nur weil man was 30J gemacht hat, muss man es nicht weitere 30J so machen.

  3. Jemand der Pflanzenschutzmittel verwendet wird niemals behaupten sie sein gefährlich auch wenn es eindeutig belegt ist. Die Bauern interessiert der Ertrag, was ja auch völlig klar ist.

    Tldr: Den Landwirten gar nichts glauben wenns um Pflanzenschutzmittel geht sondern einzig und allein der Wissenschaft.

  4. Das ist mal wieder ein tolles Beispiel, warum wissenschaftlich basierte Diskussionen in der Öffentlichkeit nicht sinnvoll geführt werden können: Die Leute haben keine Ahnung, was eine vertrauenswürdige Quelle ist und was nicht. Wenn der Bauer von der Landwirtschaftsschule und sein Imker-Buddy über Insektizide reden, dann können die gar nicht wissen, was die langfristigen Folgen für Ökosysteme jenseits ihrer Felder sind. Das ist weder Teil ihrer Ausbildung noch ihrer Arbeit und überhaupt ist das bisweilen ziemlich aktuelle Forschung. Wer sowas vor 10+ Jahren gelernt hat, konnte nicht mal theoretisch davon hören. Das Problem mit Neonicotinoiden (leider tatsächlich das einzige Insektengift, was aktuell bei Zuckerrüben im großen Maßstab hilft), ist nicht die unmittelbare Auswirkung auf Menschen. Für die ist das Nervengift im Gegensatz zu Insekten nämlich in der Tat harmlos. Das Problem ist, dass du das Zeug nicht mehr los wirst. Das lagert sich unterirdisch im Boden und im Grundwasser ab und früher oder später kannst du es in allen Pflanzen in der weiteren Umgebung in relevanten Mengen nachweisen. Das ist langfristig eine ziemliche Katastrophe für das ökologische Gesamtsystem, wo leider nicht nur Bienen und Menschen beteiligt sind. Die EU folgt dabei lediglich den (durchaus lauten) [Rufen aus der Wissenschaft](https://www.science.org/doi/10.1126/science.aau0432) – und dafür sollte man dankbar sein. Wir haben in Mitteleuropa seit den 90ern bereits [mehr als 75% der Biomasse](https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809) an fliegenden Insekten verloren. Wenn wir hier nicht schleunigst etwas tun, laufen wir mit Vollgas in eine Situation, die uns alle noch schneller als der Klimawandel umbringen könnte.

  5. Die Studienlage ist klar. Weniger Pestizide führen dazu, dass man weniger Pestizide braucht. Klingt absurd, wurde aber schon mehrfach bestätigt. Aber mit Fakten ist weder die Landwirtschaft, noch selbiges Ministerium recht stark. Siehe Anbauflächen für Tierfutter etc.

  6. ” …und der Imker hätte noch nie gesagt das wegen neoniks seine Bienen gestorben sind.” 🤦‍♂️

    Hier ein Artikel von 2017:

    [https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/15815-rtkl-tatort-wiese-pestizide-und-das-ende-unserer-insekten](https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/15815-rtkl-tatort-wiese-pestizide-und-das-ende-unserer-insekten)

    Hie eine Statistik aus den Jahren 2019/2020:

    [https://de.statista.com/infografik/17074/anteil-ruecklaeufiger-insektenarten/](https://de.statista.com/infografik/17074/anteil-ruecklaeufiger-insektenarten/)

    “Als Gründe für den Rückgang identifizieren die Biologen die schrumpfenden Lebensräume, den Klimawandel und den **massenhaften Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft**.”

  7. Die Aussage des Landwirts, ist in etwa so, als würde man sagen:
    “Man Nachbar ist Verkehrspolizist, und der könnte jetzt nicht sagen, daß mehr Kinder gestorben sind, seit neben der Schule 70 km/h erlaubt sind!”

  8. Das tolle am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann.
    Das Furchtbare ist, dass es auch jeder tut.

    Marc-Uwe Kling

  9. Hatten mal einen Vortrag über das Bienensterben usw und der Professor erzählte uns was interessantes: er hat einen Freund der arbeiter bei einen Fruchtbarkeitszentrum (oder wie das heißt) und die meisten Kunden, die eben an Fruchtbarkeitsprobleme leiden, sind Bauern. Die Landwirtschaft bei mir zumindest hat aber strenge Regeln wann man was spritzen darf aufgrund von Bienenwanderungen etc.

  10. Klingt wie: “Ich bin Autofahrer, also weiß ich, was hinten aus dem Auspuff kommt. Die Nachbarn haben keinen Krebs und letzte Woche wars eh kalt, also glaubt nicht alles, was über Autos geschimpft wird”.

  11. Ich kann nur eines mit Sicherheit feststellen bin 57. vor 30 Jahren sind am Auto noch jede Menge Insekten an der Windschutzscheibe leider verendet. Wenn man heute 100te km durch Österreich fährt ist da nichts mehr. Welcher schwurbler hier auch immer glaubt das waren ein paar Einzelfälle von schmutzigen Bienenstöcken ist vermutlich mit seinem PKW mal gegen eine Wand gefahren und hat jetzt einen Totalschaden. Es ist offensichtlich das die chemische Industrie und die Landwirtschaft aus Geldgier eine ziemliche Scheisse gebaut haben und jetzt alles tun um zu beschwichtigen

  12. Monsanto ist der Teufel und Glyphosphat das Gift. Copyrigth auf Saatgut und nicht fortpflanzungsfähige Sorten sind nur der Anfang. Bannhammer auf Monsanto weltweit muss her.

  13. Weinbauer hier: Bioweinbau ist gerade im Vormarsch, doch die Sinnhaftigkeit eines Verzichts auf gut wirkende chemisch synthetische Mittel gegen Mehltau ist zu bezweifeln. Auch im biologischen Weinbau muss gespritzt werden, nämlich vor allem Kupfer und das (abhängig vom Wetter) teilweise doppelt so oft wie mit chemisch synthetischen Mitteln. Das heißt: größere Kupferbelastung, mehr Bodenverdichtung und höherer Spritverbrauch. Damit will ich natürlich nicht behaupten, dass die synthetischen Mittel gut für die Umwelt sind, jedoch halte ich es für unsinnig alles was chemisch synthetisch hergestellt wurde, direkt zu verteufeln und “biologische Mittel” wie Kupfer schönzureden, nur weil es “natürlich” ist (ganz sicher nicht in diesen Konzentrationen)

  14. Ich wohn inmitten von Wein- und Apfelbauern und würde mir strengere Kontrollen wünschen. Wie hier im Bild hat auch mein direkter Nachbar keine Ahnung was er spritzt, im offenen Traktor, ohne Mundschutz etc. wird Glyphosat gespritzt.
    Das beste daran ist, dass sie extreme Verschwörungstheoretiker und Impfgegner sind. Ihr Kind ist nicht mal gegen Masern geimpft.
    Wieso es hier keine stärkeren Maßnahmen gibt ist mir unbegreiflich.

    Edit: Ich habe Biologie studiert, auf mich hören sie nicht, ich wäre von der Uni indoktriniert.

  15. Ich frag mich dann immer – was haben die Landwirte denn früher gemacht? Ohne die Chemie?

    Ging glaube ich auch, sonst wären wir wohl alle nimma hier, oder?

  16. Man muss da wirklich vorsichtig sein. Die Bio-, Öko-Lobby arbeitet gerne auf shaky Faktenbasis. Die Neonics sind ein gutes Beispiel, da gab ein Studie hier, eine da, aber dann stellte sich heraus, dass die Varroa-Milbe das eigentliche Problem sind.

    In Gesprächen mit Landwirten kommen dann auch Aspekte auf, die die Lobby gerne unter den Tisch fallen lässt. Bio-Erträge liegen noch immer recht weit untern den konventionellen Erträgen. Aber da der Verbrauch gleich bleibt heißt das in Wahrheit nur, dass irgendwo anders auf der Welt Anbaufläche geschaffen werden muss. Dann halt in der Ukraine mit viel laxeren Spritzmittel etc Regularien. dann ist der Schaden halt dort, aber vor der eigenen Haustüre ists schön bio. Da wird nicht sehr ehrlich mit dem Thema umgegangen und der Öko-Marketingdruck ist riesig.

  17. Naja.. nicht schädlich für den menschen so ein ding.

    Solang die produzenten keine langzeitstudien machen die regierungen sie nicht beauftragen weil sie sonnst von den lobbyisten keine kohle mehr bekommen und inoffiziele/private studien nur belächelt werden is das ganze zeug natürlich nicht schädlich für mensch und umwelt..

    Bestes beispiel glyphoschaas.. erwiesen das es schwer krebserregend is selbst ohne langzeitstudien. Verboten geklagt und wieder erlaubt.. zumindest ham sie das verbot für den privatsektor aufrecht erhalten weils halt echtes teufelszeug ist.

    Das die leute konzernen echt noch so viel glauben ist traurig.. die frage die sich da stellt is warum wir noch nicht ausgestorben sind!

    Ich für mich unterscheide in landwirte die das ganze zeug am besten mal auf ex saufen sollten und bauern.

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