Laut einem Bericht hat die Interessenvertretung der angestellten Ärzte bereits einen Anwalt mit der Vertretung der Mitglieder im Fall eines Streiks beauftragt

Die Situation in Wiens Krankenhäusern dürfte sich angesichts des Personalmangels weiter zuspitzen. Wie der “Kurier” unter Berufung auf eine Mail der Kurienversammlung der angestellten Ärzte berichtet, schließt die Interessenvertretung nun auch einen Streik nicht mehr aus. Am Dienstag soll die Kurienversammlung das Kurienbüro mit der Vorbereitung von Streikmaßnahmen in den Wiener Spitälern beauftragt haben, schreibt der “Kurier”. Dem Blatt dürfte die Mail vorliegen, die an alle angestellten Ärzte Wiens verschickt wurde.

In dem Schreiben werde auch betont, dass ein Rechtsanwalt “in den nächsten Tagen mit der rechtlichen Vertretung” der Mitglieder beauftragt werde. Bereits im Herbst 2022 soll eine Million Euro “vom Vorstand der Ärztekammer für Wien aus dem Kampf- und Aktionsfonds zweckgewidmet” worden sein.

Dennoch hoffe man weiterhin, einen Streik abwenden zu können. “Unsere Hoffnung bleibt, dass die Führung des Wigev (Wiener Gesundheitsverbund, Anm.), der anderen Krankenhäuser in Wien sowie die Verantwortlichen der Stadt Wien zeitnah in ernsthafte und lösungsorientierte Gespräche zur Behebung der Spitalsmisere eintreten”, heißt es in der Mail.

Aufgrund fehlender Ärzte und Pflegekräfte mussten in den letzten Wochen immer wieder Krankenhausbetten gesperrt werden. Nach aktuellem Stand sind in Österreich rund 2.775 Spitalsbetten nicht verfügbar.

https://www.derstandard.at/story/2000146503943/personalnot-angestellte-aerzte-bereiten-streik-vor

4 comments
  1. “Laut einem Bericht”, “unter Berufung auf eine Mail”, “in dem Schreiben werde auch betont”, “Dem Blatt dürfte die Mail vorliegen”.

    Das Schreiben ist kein brisantes Geheimpapier, dessen der Kurier nur mittels Whistleblower habhaft werden konnte, sondern kann im Originallaut online von jedem eingesehen werden, wie üblich bei diesen Rundschreiben der Ärztekammer:

    https://www.aekwien.at/rundschreiben-kurie-angestellte-aerzte/-/asset_publisher/Rl96H99y0Mr4/content/streikbeschluss-der-kurie-angestellte-%25C3%2584rzte

    https://web.archive.org/web/20230517082832/https://www.aekwien.at/rundschreiben-kurie-angestellte-aerzte/-/asset_publisher/Rl96H99y0Mr4/content/streikbeschluss-der-kurie-angestellte-%25C3%2584rzte

  2. Ganz ehrlich? NA ENDLICH! NUR so werden die zuständigen Personen zum Handeln gezwungen, was schon seit Jahren überfällig ist. Wenn ihr wollt das sich was ändert, dann bitte, liebe Ärzte, STREIKT!

  3. kommt natürlich sehr überraschend…..

    Ich hoffe für alle Beteiligten, dass sich die Situation in Zukunft bessert.

  4. Was mir nicht in den Schädel will, Spitäler sind tendenziell Gelddruckmaschinen. Du kannst im Schnitt 800€ Umsatz je Bett je Tag machen. Die grob 0,1 Pflegekräfte und 0,01 Ärzte je Bett kosten dich 45€ am Tag. (Und da hab ich nett, mit 9500 für die Ärzte im Monat und 3800 für Pfleger, gerechnet). Rein ökonomisch betrachtet müsste ein Spital ein Interesse haben alle Betten auch belegen zu können… und dafür auch bereit sein hohe Löhne zu zahlen weil es sich noch immer rechnen würde.

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