Strompreise in Tirol dürften sinken: Tiwag kündigt Neukalkulation an und gibt Fehler zu

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  1. >Heiß-kalt für die Tiroler Stromkunden: Im Juli gehen, wie berichtet, die Strompreise in Tirol kräftig nach oben. Im Herbst dürfte es dann aber wieder günstiger werden.

    >Innsbruck – Die landeseigene Tiwag hat im besonders auch im Energiebereich turbulenten Jahr 2022 das operative Betriebsergebnis (EBIT)von 119,5 auf 127,8 Mio. Euro gesteigert. „Trotz sehr herausfordernder Rahmenbedingungen und trotz des rasanten Anstieges bei den Beschaffungskosten haben wir für die PrivatkundInnen deutlich länger als die meisten anderen Lieferanten die Preise bei Strom und Gas niedrig gehalten“, betont Aufsichtsratschef Eduard Wallnöfer.

    >Die von Bundeskanzler Nehammer gestartete „Übergewinn-Diskussion stellt sich für uns nicht, denn wir haben keine Übergewinne“, sagt Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser. Das Land bekomme aber eine erhöhte Dividende von 30 Mio. Euro ausbezahlt. „Das ist kein Ausräumen der Tiwag, das ist leistbar und steht dem Eigentümer zu.“ Wegen der heuer an die Tiwag kommende Verbund-Sonderdividende von 30 Mio. Euro könnte die Dividende ans Land dann nächstes Jahr auf 50 Mio. Euro ansteigen.

    >Die Tiwag plant in Sachen Energiewende und -autonomie laut Entstrasser bis 2040 Investitionen von bis zu 10 Mrd. Euro. Bis 2027 werde der Konzern insgesamt rund 2,1 Mrd. investieren, davon 1,3 Mrd. in den Wasserkraftausbau, 470 Mio. in die Strom-, Gas- und Wärmenetze sowie 90 Mio. in eigene Photovoltaik- und Wärmeproduktionsanlagen. In der letzten Aufsichtsratssitzung wurde der Baubeschluss für das neue Ausleitungskraftwerk Tauernbach-Gruben in Osttirol (kosten 163 Mio. Euro) gefällt. Im Herbst 2023 erfolge der Baustart.

    >Bei der im Juli kommenden habe man Fehler in der Kommunikation gemacht. Wegen diverser Klagsdrohungen seien die Texte sehr sperrig gewesen, sagt Entstrasser. „Da wurden wir auch zu Recht kritisiert.“ Die Erhöhung sei aber jetzt notwendig. Allerdings könnten, wenn die Marktentwicklung so weitergehe und es kein extrem trockener Sommer wird, die Preise im Herbst wieder sinken. Die von LH Anton Mattle geforderten 15 Prozent Volumen seien dann „nicht unrealistisch“. Man sei mit dem Land gut abgestimmt, so der Tiwag-Chef. Es habe aber auch Nachfragen internationaler Banken gegeben, wie es mit dem Druck auf Preissenkungen und höhere Dividenden ausschaue. Hier gehe es um Finanzierungs-Konditionen, zumal die Tiwag ein augezeichnetes Rating habe.

    >Man wolle Transparenz, sei aber in keiner Monopolsituation, sondern im harten Wettbewerb. Das gelte auch für Konditionen für Stadtwerke, stellt Entstrasser klar. Es gebe gleichzeitig eine AK-Klage, dass die Preise zu hoch seien, und die Anzeige eines Konkurrenten, dass die Preise zu niedrig seien.

  2. > Habe Fehler in der Kommunikation gemacht

    Heißt auf deutsch: Ihr Schluchtenscheißer seits einfach zu dumm unsere allerbeste Kalkulation zu verstehen, ihr Untertanen, haltets gefälligst die Pappn und zahlts brav eure Rechnungen.

  3. “Jaja, wir haben keine hohen Gewinne weil wir so viel Dividenden ausschuetten.”

    Was ist denn das fuer einen Schmarrn?! Bilanzierungstechnisch und gesellschaftsrechtlich ist eine Dividende eine … trommelwirbel … Gewinnverwendung. Ohne Gewinn nix Dividende, Zauberer.

    Wenn es eine hohe Sonderdividende gibt dann ist in der gegenwaertigen Situation zu beantworten woher diese kommt, sprich ob ein Uebergewinn vorliegt oder nicht. Die Dividende beantwortet daher diese Frage nicht — im Gegenteil, sie wirft sie eher auf.

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