Burgenland stimmt so nicht ganz, denn wir müssen zwar fallweise nicht erneuerbares importieren, produzieren aber viel mehr Windstrom, als wir insgesamt übers Jahr verbrauchen. Sind also Netto-Exporteure von Windstrom. Ich nehme an, das ist bei allen Wasserkraftexporteuren letztlich genauso.
Burgenland mit Windrädern zupflastern? Passt, wohnt eh keiner dort 😀
Also ohne Wean hätten wir unsere Ziele de facto erreicht?
hmmm
Wenn man 100% erneuerbare Energie will, wird man dann in Zukunft keinen Strom mehr mit Müllverbrennung erzeugen? Das wäre ja unsinnig.
Biogene Brennstoffe ist reine Greenwashing!
Ob Strom dann wieder günstiger wird weil wir ihn dann nicht mehr zukaufen müssen?
Wir müssen endlich einsehen, dass die Energiewende nicht mit ein paar kleinen Maßnahmen erreicht werden kann (und in Ö sind wir durch die Geographie schon unglaublich bevorteilt), sondern, dass es gigantische Investitionen und politische Entscheidungen braucht.
**Nur so eine kleine Pi x Daumen-Rechnung zur Hausdach-PV zB:**
*Wenn wir bei einer Gebäudefläche von ca 713 km2 in Ö, davon ausgehen, dass ca. 25% dieser Fläche für PV geeignet wäre, bleiben uns 180 km2 übrig. Bei der Daumenregel von ca. 1.000 kWh/jahr pro installierten 1 kWp und einem Flächenbedarf von ca. 10 m2 pro 1 kWp, kommen wir auf ziemlich genau 100 kWh/jahr und m2. Das heißt wir könnten auf unseren Dächern ca. 18.000.000.000 kWh/Jahr oder 18 TWh/Jahr produzieren. Damit würden in etwa die gesamte fossile Stromerzeugung in Ö abdecken. Das hört sich schon mal nicht schlecht und schaffbar an, aber schauen wir mal wieviel wir dann aktuell bauen müssten:
Wenn wir das bis 2030 schaffen wollten (also 6 Jahre), dann müssten wir pro Jahr 30 km2 PV oder 3 GWp installieren. Das ist das ca. 3-4 mal so viel wie wir aktuell pro Jahr installieren. Um das zu erreichen brauchen wir mehr als eine leichte Förderung.
Kostenmäßig heruntergebrochen auf die nächsten 6 Jahre wären das (bei 2.000 €/kWp) ca. 6 mrd € pro Jahr (2x das Verteidigungsbudget) oder ca. 670 €/Österreicher pro Jahr.
Das geht noch nicht mal drauf ein, dass wir durch die Elektrifizierung von Verkehr und Heizung wahrscheinlich bedeutend mehr Strom brauchen werden. Zusätzlich liefert PV nicht immer dann Strom wenn wir es brauchen, und Speichertechnologien würden wir auch brauchen.*
**Tldr: Also schaffbar ja, aber verdammt großer Richtungswechsel.**
Wer sich genauer einlesen will dem kann ich nur die zwei Sachen empfehlen:
Vielleicht endlich mal das Donaukraftwerk Hainburg bauen, könnte schon seit Jahren laufen und etliche Tonnen Kohle oder Gas einsparen. Aber nein wir lassen lieber das Wasser ungenutzt die Donau runter rinnen und kaufen mehr Gas und Kohle…
Fossile und Müll in eines zusammenfassen ist a super gute Idee für Wien.
9 comments
Burgenland stimmt so nicht ganz, denn wir müssen zwar fallweise nicht erneuerbares importieren, produzieren aber viel mehr Windstrom, als wir insgesamt übers Jahr verbrauchen. Sind also Netto-Exporteure von Windstrom. Ich nehme an, das ist bei allen Wasserkraftexporteuren letztlich genauso.
Burgenland mit Windrädern zupflastern? Passt, wohnt eh keiner dort 😀
Also ohne Wean hätten wir unsere Ziele de facto erreicht?
hmmm
Wenn man 100% erneuerbare Energie will, wird man dann in Zukunft keinen Strom mehr mit Müllverbrennung erzeugen? Das wäre ja unsinnig.
Biogene Brennstoffe ist reine Greenwashing!
Ob Strom dann wieder günstiger wird weil wir ihn dann nicht mehr zukaufen müssen?
Wir müssen endlich einsehen, dass die Energiewende nicht mit ein paar kleinen Maßnahmen erreicht werden kann (und in Ö sind wir durch die Geographie schon unglaublich bevorteilt), sondern, dass es gigantische Investitionen und politische Entscheidungen braucht.
**Nur so eine kleine Pi x Daumen-Rechnung zur Hausdach-PV zB:**
*Wenn wir bei einer Gebäudefläche von ca 713 km2 in Ö, davon ausgehen, dass ca. 25% dieser Fläche für PV geeignet wäre, bleiben uns 180 km2 übrig. Bei der Daumenregel von ca. 1.000 kWh/jahr pro installierten 1 kWp und einem Flächenbedarf von ca. 10 m2 pro 1 kWp, kommen wir auf ziemlich genau 100 kWh/jahr und m2. Das heißt wir könnten auf unseren Dächern ca. 18.000.000.000 kWh/Jahr oder 18 TWh/Jahr produzieren. Damit würden in etwa die gesamte fossile Stromerzeugung in Ö abdecken. Das hört sich schon mal nicht schlecht und schaffbar an, aber schauen wir mal wieviel wir dann aktuell bauen müssten:
Wenn wir das bis 2030 schaffen wollten (also 6 Jahre), dann müssten wir pro Jahr 30 km2 PV oder 3 GWp installieren. Das ist das ca. 3-4 mal so viel wie wir aktuell pro Jahr installieren. Um das zu erreichen brauchen wir mehr als eine leichte Förderung.
Kostenmäßig heruntergebrochen auf die nächsten 6 Jahre wären das (bei 2.000 €/kWp) ca. 6 mrd € pro Jahr (2x das Verteidigungsbudget) oder ca. 670 €/Österreicher pro Jahr.
Das geht noch nicht mal drauf ein, dass wir durch die Elektrifizierung von Verkehr und Heizung wahrscheinlich bedeutend mehr Strom brauchen werden. Zusätzlich liefert PV nicht immer dann Strom wenn wir es brauchen, und Speichertechnologien würden wir auch brauchen.*
**Tldr: Also schaffbar ja, aber verdammt großer Richtungswechsel.**
Wer sich genauer einlesen will dem kann ich nur die zwei Sachen empfehlen:
https://oesterreichsenergie.at/fileadmin/user_upload/Oesterreichs_Energie/Publikationsdatenbank/Studien/2020/PV-Studie_2020.pdf
https://www.withouthotair.com/download.html
Vielleicht endlich mal das Donaukraftwerk Hainburg bauen, könnte schon seit Jahren laufen und etliche Tonnen Kohle oder Gas einsparen. Aber nein wir lassen lieber das Wasser ungenutzt die Donau runter rinnen und kaufen mehr Gas und Kohle…
Fossile und Müll in eines zusammenfassen ist a super gute Idee für Wien.