>Warum eigentlich? In Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung steht geschrieben: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ **Da steht nicht: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus, das bis in alle Ewigkeit von ÖVP und SPÖ zu vertreten ist.“**
>Parteien – Plural! – sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Demokratie, bestimmte Parteien jedoch selbst trotz systemischer Verwurzelung nicht; **nicht die SPÖ und auch nicht die ÖVP.**
Wenn man mal mehr als den Titel liest lmao
>Historische Verdienste machen einzelne Parteien nicht unverzichtbar für die Demokratie. Auch die SPÖ nicht. […]
>
>In Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung steht geschrieben: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ Da steht nicht: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus, das bis in alle Ewigkeit von ÖVP und SPÖ zu vertreten ist.“
Weil die meisten eh nur die Überschrift lesen
und der Kommentar ist soweit richtig, ewige Dankbarkeit gibt es nicht und schon gar nicht bei den Parteien, die SPÖ wird nicht dafür gewählt was sie früher einmal war und gemacht hat, sondern was sie sein wird und machen will
solange man aber am alten festhält und nicht wirklich was für die Zukunft vorweist, wird das auch nichts wenn man das Gesicht am Plakat tauscht
Ich weiß die SPÖ hat sich in den letzten Tagen nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber will man das? Eine Welt ohne FPÖ und oder ÖVP wäre mir lieber.
ÖVP und SPÖ haben die längste Zeit von den “woa scho immer so” Stammwählern gelebt, die nie was anderes als eine defacto 2 Parteienlandschaft und ein unter dem Proporz aufgeteiltes Land gekannt haben. Diese Generation beginnt gerade wegzusterben, und mit jeder jüngeren Generation wird die Loyalität zu politischen Parteien geringer. Somit wärs notwendig klare Inhalte zu vertreten, um Wähler zu gewinnen, und da stellts die beiden gerade massivst auf.
Der Artikel zerbricht an dieser Aussage:
“Auch anderswo in Europa haben sich einstmals stolze Zentrumsparteien marginalisiert – ohne gleich das ganze demokratische Gefüge mitzureißen.”
Das ist eben grundlegend falsch, das ist typische, konservative Propaganda. Die SPÖ, sowie die anderem europäischen Sozialisten und Sozialdemokraten, waren nie eine “Zentrumspartei”. Der Weg ins Zentrum in den 90ern ist es, was sie marginalisiert hat. Die Linkspartei SPÖ hatte immer über 40%. Die Rechtspartei ÖVP auch. Der Weg ins politische Zentrum hat sie vaporisiert und auch ein nachträglicher Links- ode Rechtsruck kann sie nicht wieder groß machen. Zuviele Wähler haben bereits ihre Heimat bei FPÖ oder Grünen gefunden. Die bekommt man nicht mit einem Kurz oder einem Babler zurück. Das braucht Jahrzehnte lange, gute Arbeit – abseits der “Mitte”.
Ich bin überhaupt der Meinung in Ö sollte es insgesamt mehr Parteien geben. Das gesamte politisch Spektrum mit den 3-4 üblichen Verdächtigen abdecken zu wollen, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Und es kann auch gern ein paar Parteien mit Single Issue Politik geben. Durch die 4% Hürde wird die komplette Balkanisierung sowieso verhindert.
Uns gibt’s schon immer, ist meiner Meinung nach kein Argument für eine Partei.
Wollen wir uns wirklich ein Österreich ohne SPÖ vorstellen?
Jo mei, i woas jetzt scho dass ma nächstes Jahr nix anderes übrig bleibt als die FPÖ zu wählen…
> Demokratie heißt auch: Wenn es einer versemmelt, können andere übernehmen. Auch anderswo in Europa haben sich einstmals stolze Zentrumsparteien marginalisiert – ohne gleich das ganze demokratische Gefüge mitzureißen.
This. Es ist mMn eine ganz natürliche Entwicklung, dass diese Parteien nun mit ihrem Klientel, für das sie ja praktisch ausschließlich da sind, alt werden und das Zeitliche segnen.
Ich kann mir vorstellen, dass in Zukunft die Grünen viele ÖVP-Wähler:innen übernehmen – schließlich sind sie im Herzen ja eine bürgerliche Partei. Die KPÖ könnte die Stimmen der sozialdemokratisch eingestellten Menschen einsammeln und die FPÖ macht halt ihr Populismus-Ding weiter und nimmt, was sie kriegen kann.
man braucht überhaupt keine Parteien mehr. Man braucht nur Einzelpersonen die ihren Job machen, genauso wie in jedem anderen Unternehmen auf dieser Welt.
“Die Mitglieder entschieden sich hernach mehrheitlich für Doskozil, Parteitagsdelegierte drehten das Ergebnis um.”
Wonn 33.68% a Mehrheit san, donn homa a seit 2016 in Norbert Hofer als President und de ÖVP hätt de Grünen a nie braucht um a Mehrheitsregierung zu führen.
~~In der Zeit der ersten Republik gab es deutlich mehr Parteien als heute.~~
~~Möglicherweise wäre es heilsam für Parteien wie Wahlvolk, sich an diese Tatsache zu erinnern.~~
***edit***: Ich hatte das anders in Erinnerung, war wohl Wunschdenken gemischt mit schlechter Erinnerung.
Natürlich wär es möglich, aber nicht wünschenswert. Aus meiner Sicht wäre sowohl eine nicht hinige SPÖ wie auch eine nicht hinige ÖVP wünschenswert. In Wahrheit sind beide Parteien ziemlich bankrott.
Hat bisher ja auch funktioniert
Alleine was ich als ASB Mitarbeiter mitbekommen habe wenns um SPÖ Verwicklungen/ Korruption geht im Zusammenhang mit dem ASB lässt mich immer wieder schaudern . Es reicht nicht ” besser als ÖVP / FPÖ ” zu sein. Das ist keine Messlatte.
österreich ist ne Bananenrepublik. Und zum Glück bin ich bald weg von hier.
Der Artikel interpretiert Aussagen bewusst falsch um ein Strohmannargument zu konstruieren. Wenn manche schreiben, dass die SPÖ “wichtig für die Demokratie” ist, dann ist natürlich *nicht* gemeint dass sie formal zwingend notwendig ist. Es ist gemeint dass sie in den letzten Jahrzehnten viel bewirkt hat und es für das Parteienspektrum wichtig wäre wenn sie das weiterhin täte. Dass die Performance in letzter Zeit schlecht war, steht ja außer Zweifel. Aber dass sie z.B. wichtige Arbeitnehmerrechte durchgesetzt hat und weiterhin dafür steht – selbst wenn sie das jetzt schlecht rüberbringt – kann man auch nicht abstreiten. Vieles, das die SPÖ durchgesetzt hat, gilt ja als so selbstverständlich, dass Leute gar nicht mehr daran denken dass es auch anders sein könnte. ÖVP und FPÖ das Feld überlassen würde vieles ganz anders aussehen lassen.
18 comments
das hätte das övp blatt gerne gell
Völlig richtiger Kommentar.
>Warum eigentlich? In Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung steht geschrieben: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ **Da steht nicht: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus, das bis in alle Ewigkeit von ÖVP und SPÖ zu vertreten ist.“**
>Parteien – Plural! – sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Demokratie, bestimmte Parteien jedoch selbst trotz systemischer Verwurzelung nicht; **nicht die SPÖ und auch nicht die ÖVP.**
Wenn man mal mehr als den Titel liest lmao
>Historische Verdienste machen einzelne Parteien nicht unverzichtbar für die Demokratie. Auch die SPÖ nicht. […]
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>In Artikel 1 der österreichischen Bundesverfassung steht geschrieben: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ Da steht nicht: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus, das bis in alle Ewigkeit von ÖVP und SPÖ zu vertreten ist.“
Weil die meisten eh nur die Überschrift lesen
und der Kommentar ist soweit richtig, ewige Dankbarkeit gibt es nicht und schon gar nicht bei den Parteien, die SPÖ wird nicht dafür gewählt was sie früher einmal war und gemacht hat, sondern was sie sein wird und machen will
solange man aber am alten festhält und nicht wirklich was für die Zukunft vorweist, wird das auch nichts wenn man das Gesicht am Plakat tauscht
Ich weiß die SPÖ hat sich in den letzten Tagen nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber will man das? Eine Welt ohne FPÖ und oder ÖVP wäre mir lieber.
ÖVP und SPÖ haben die längste Zeit von den “woa scho immer so” Stammwählern gelebt, die nie was anderes als eine defacto 2 Parteienlandschaft und ein unter dem Proporz aufgeteiltes Land gekannt haben. Diese Generation beginnt gerade wegzusterben, und mit jeder jüngeren Generation wird die Loyalität zu politischen Parteien geringer. Somit wärs notwendig klare Inhalte zu vertreten, um Wähler zu gewinnen, und da stellts die beiden gerade massivst auf.
Der Artikel zerbricht an dieser Aussage:
“Auch anderswo in Europa haben sich einstmals stolze Zentrumsparteien marginalisiert – ohne gleich das ganze demokratische Gefüge mitzureißen.”
Das ist eben grundlegend falsch, das ist typische, konservative Propaganda. Die SPÖ, sowie die anderem europäischen Sozialisten und Sozialdemokraten, waren nie eine “Zentrumspartei”. Der Weg ins Zentrum in den 90ern ist es, was sie marginalisiert hat. Die Linkspartei SPÖ hatte immer über 40%. Die Rechtspartei ÖVP auch. Der Weg ins politische Zentrum hat sie vaporisiert und auch ein nachträglicher Links- ode Rechtsruck kann sie nicht wieder groß machen. Zuviele Wähler haben bereits ihre Heimat bei FPÖ oder Grünen gefunden. Die bekommt man nicht mit einem Kurz oder einem Babler zurück. Das braucht Jahrzehnte lange, gute Arbeit – abseits der “Mitte”.
Ich bin überhaupt der Meinung in Ö sollte es insgesamt mehr Parteien geben. Das gesamte politisch Spektrum mit den 3-4 üblichen Verdächtigen abdecken zu wollen, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Und es kann auch gern ein paar Parteien mit Single Issue Politik geben. Durch die 4% Hürde wird die komplette Balkanisierung sowieso verhindert.
Uns gibt’s schon immer, ist meiner Meinung nach kein Argument für eine Partei.
Wollen wir uns wirklich ein Österreich ohne SPÖ vorstellen?
Jo mei, i woas jetzt scho dass ma nächstes Jahr nix anderes übrig bleibt als die FPÖ zu wählen…
> Demokratie heißt auch: Wenn es einer versemmelt, können andere übernehmen. Auch anderswo in Europa haben sich einstmals stolze Zentrumsparteien marginalisiert – ohne gleich das ganze demokratische Gefüge mitzureißen.
This. Es ist mMn eine ganz natürliche Entwicklung, dass diese Parteien nun mit ihrem Klientel, für das sie ja praktisch ausschließlich da sind, alt werden und das Zeitliche segnen.
Ich kann mir vorstellen, dass in Zukunft die Grünen viele ÖVP-Wähler:innen übernehmen – schließlich sind sie im Herzen ja eine bürgerliche Partei. Die KPÖ könnte die Stimmen der sozialdemokratisch eingestellten Menschen einsammeln und die FPÖ macht halt ihr Populismus-Ding weiter und nimmt, was sie kriegen kann.
man braucht überhaupt keine Parteien mehr. Man braucht nur Einzelpersonen die ihren Job machen, genauso wie in jedem anderen Unternehmen auf dieser Welt.
“Die Mitglieder entschieden sich hernach mehrheitlich für Doskozil, Parteitagsdelegierte drehten das Ergebnis um.”
Wonn 33.68% a Mehrheit san, donn homa a seit 2016 in Norbert Hofer als President und de ÖVP hätt de Grünen a nie braucht um a Mehrheitsregierung zu führen.
~~In der Zeit der ersten Republik gab es deutlich mehr Parteien als heute.~~
~~Möglicherweise wäre es heilsam für Parteien wie Wahlvolk, sich an diese Tatsache zu erinnern.~~
***edit***: Ich hatte das anders in Erinnerung, war wohl Wunschdenken gemischt mit schlechter Erinnerung.
Natürlich wär es möglich, aber nicht wünschenswert. Aus meiner Sicht wäre sowohl eine nicht hinige SPÖ wie auch eine nicht hinige ÖVP wünschenswert. In Wahrheit sind beide Parteien ziemlich bankrott.
Hat bisher ja auch funktioniert
Alleine was ich als ASB Mitarbeiter mitbekommen habe wenns um SPÖ Verwicklungen/ Korruption geht im Zusammenhang mit dem ASB lässt mich immer wieder schaudern . Es reicht nicht ” besser als ÖVP / FPÖ ” zu sein. Das ist keine Messlatte.
österreich ist ne Bananenrepublik. Und zum Glück bin ich bald weg von hier.
Der Artikel interpretiert Aussagen bewusst falsch um ein Strohmannargument zu konstruieren. Wenn manche schreiben, dass die SPÖ “wichtig für die Demokratie” ist, dann ist natürlich *nicht* gemeint dass sie formal zwingend notwendig ist. Es ist gemeint dass sie in den letzten Jahrzehnten viel bewirkt hat und es für das Parteienspektrum wichtig wäre wenn sie das weiterhin täte. Dass die Performance in letzter Zeit schlecht war, steht ja außer Zweifel. Aber dass sie z.B. wichtige Arbeitnehmerrechte durchgesetzt hat und weiterhin dafür steht – selbst wenn sie das jetzt schlecht rüberbringt – kann man auch nicht abstreiten. Vieles, das die SPÖ durchgesetzt hat, gilt ja als so selbstverständlich, dass Leute gar nicht mehr daran denken dass es auch anders sein könnte. ÖVP und FPÖ das Feld überlassen würde vieles ganz anders aussehen lassen.