Frage an die Spezialisten mit Leitung bei unserem liebsten Provider Magenta.

Hab hier überraschend festgestellt, dass z.B. DNS Queries auf 8.8.8.8 (Google DNS) oder 1.1.1.1 (Cloudflare) am Ende beim Provider DNS landen inkl. aktuellen Netzsperren. Auch im Bridge Modus, auch hinter ner Firewall.

Das ganze lässt sich anscheinend nur durch DNS-over-TLS oder DNS-over-HTTPs umgehen.
Ist das rechtsmäßig? WTF?

Edit: Es handelt sich hier um das “neue” WLAN6 Modem in schwarz – im Bridge Modus mit OpenBSD Gateway davor. Nicht die alte weiße Box.

Edit2: In UK herrschen anscheinend teilw. ähnliche Maßnahmen. Wie sieht da die Rechtslage dazu bei uns aus? Bei der RTR werd ich das mal auf alle Fälle melden.

Edit3: GPL-Code Anfrage für das Modem ist raus. Meldung an die RTR auch.

Weiteres Update: Paket mit “altem” Modem (weiß), ist gekommen. Beinhaltet genauso ein neues (schwarzes) Modem. Was bekommen die überhaupt auf die Reihe?

Auf Anfrage hier noch Beweise:
https://pastebin.com/BuhAKTZM

Man beachte sowohl Antworten als auch Response-Times.

* Die genannte Seite dient lediglich als Demonstration, ich empfehle keinem diese zu nutzen.

14 comments
  1. Ich würd mal sagen: nutz das Geld dass du vorher für Netflix gezahlt hast für nen VPN-Anbieter. Dann hast du auch kein Problem mit DNS Block in ö 😉

  2. Würde entweder vermuten IPv6 DNS von Magenta, der hier eventuell greift oder der DNS wird ignoriert von deinem Gerät.
    Ein Hijack wäre ein grobes Vergehen gegen die Netzneutralität.

  3. DoT nutzt afaik Port 853 und wäre zumindest blockbar. DoH nutzt Port 443 (https) und wäre hier die bessere Wahl

    Edit: kann’s sein, dass die nur die DNS-requests abfangen, die eine gesperrte Domain betreffen?

  4. OT: Wait, das schwarze Modem kann Bridge Modus? Ich hab mir extra beim Tarifwechsel nicht das neue geholt weil es geheißen hat das ist damit nicht mehr kompatibel

  5. Kinox fuktioniert hier. Conectbox 2, Bridgemode und eigener Domaincontroller als Resolver. Hat nur die paar Root Server eingetragen und keine anderen DNS Server

  6. Interessant, was ist da die Motivation dahinter, wäre es für Magenta nicht einfacher, nur das Mindeste zu machen, was das Gesetz (oder die Verfügungen) vorschreiben, oder ist das schwammig und sie wollen keine rechtlichen Probleme?

  7. Hab rausfinden können, dass das neue (schwarze) Technicolor CG4336DTA1 (so ist die genaue Bezeichnung vom neuen “WLAN6” Ding), GPL-Lizensierten Open-Source-Code enthält.

    Ich werd mir mal alles an Code rausrücken lassen, was möglich ist.
    Neben der Meldung an die RTR natürlich.

  8. Hab bei mir jetzt nen Test ausgeführt:

    Windows PC, kein VPN, direkt mit Magenta Box verbunden:
    Als Test habe ich eine bekannte gesperrte Torrentseite verwendet. Sage aber nicht welche, weil ich nicht dafür zensiert werden möchte.

    nslookup mit [8.8.8.8](https://8.8.8.8): Passt
    nslookup mit [1.1.1.1](https://1.1.1.1): Passt
    nslookup mit DNS von Magenta: Sperre
    nslookup mit [8.8.8.8](https://8.8.8.8) durch VPN: Passt
    nslookup mit [1.1.1.1](https://1.1.1.1) durch VPN: Passt

    Wenn Magenta etwas macht, dann wird das im Router selbst ausgeführt, weil ich die Anfragen ganz normal durch das Netzt von Magenta machen kann und die werden nicht zensiert.

    Ob legal oder nicht, sowas wäre total scheiße. Kannst bitte beweise posten, damit die Geschichte nicht bei “Jemand hat einmal auf Reddit behauptet” bleibt?

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