>Der junge Andi Babler hielt Brandreden gegen das Eingreifen der Nato gegen das serbische Milošević-Regime zur Beendigung der ethnischen Säuberung, die dieses im Kosovo betrieb. Er veranstaltete ein “Tribunal” gegen die Bundesregierung wegen deren Nato-Unterstützung. Der schon etwas gereiftere Andi wollte 2010 das Bundesheer abschaffen und aus der EU austreten. Der reife Babler faselte vor drei Jahren etwas von der EU als “das aggressivste außenpolitische militärische Bündnis, das es je gegeben hat, schlimmer als die Nato”. Das ist Unsinn und entspringt einer Mentalität, wie sie in antikapitalistischen Seminaren der Sozialistischen Jugend gelehrt wird. Antiamerikanismus, Anti-EU gehen da einher mit Sowjetnostalgie und Putin-Versteherei.
In der Analyse wurde das mMn sehr gut zusammengefasst, warum diese Aussagen problematisch sind. Die SPÖ steht in der Gefahr, zumindest außenpolitisch, in einen linkspopulistischen Kurs abzudriften. Selbst Bablers Relativierungen in den letzten Tagen (“semantische Spitzfindigkeiten”) sind nicht glaubhaft, da er auch bei anderen Themen nicht die Wahrheit sagt bzw. seine Meinung ständig ändert.
Er behauptet, er sei immer für die Wehrpflicht gewesen. Vor ca. 10 Jahren setzte er sich aber für die Abschaffung des Bundesheeres und der Wehrpflicht ein.
Er sagt er sei Marxist, ein paar Stunden später ist er das nicht mehr.
Er kann sich nicht mehr erinnern, ob er für oder gegen den EU-Beitritt gestimmt hat.
Babler mag durchaus zur Diskussion anstoßen. Er bringt definitiv (wieder) Leben in die Sozialdemokratie.
Aber wie kann man Babler als Spitzenkandidat (und somit potentiell staatstragende Person) ernst nehmen, wenn er sich selbst ständig widerspricht? Es ist das eine, seine Meinung im Laufe seines Lebens zu ändern. Aber man sollte dann aber schon so ehrlich sein, vergangene Fehler einzugestehen bzw. zu erklären, anstatt zu lügen oder zu vergessen.
wird nicht alles so heiss gegessen wies gekocht wird…schau ma mal
Ich hoffe nur, dass sie nicht so Bobo-Links bleibt wie sie jetzt ist, wo einfach nur Linken Trends hinterher gelaufen wird, die gerade gut klingen.
Außerdem hoffe ich, dass es nicht den nächsten Sesselpicker wie Faymann oder PRW gibt, die man erst loskratzen muss und auch, dass es keinen Kern gibt, der bei den ersten Gegenwinden verweht, wie die Pollen eines Löwenzahns.
Die Frage ist auch nicht wie Links man sein muss, die Frage ist wie man Arbeiter mit Linken Themen abholen kann und inwieweit sie sich vereinen lassen.
Man muss endlich mit dem Spiel aufhören zu versuchen linker als der andere Linke zu sein.
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>Der junge Andi Babler hielt Brandreden gegen das Eingreifen der Nato gegen das serbische Milošević-Regime zur Beendigung der ethnischen Säuberung, die dieses im Kosovo betrieb. Er veranstaltete ein “Tribunal” gegen die Bundesregierung wegen deren Nato-Unterstützung. Der schon etwas gereiftere Andi wollte 2010 das Bundesheer abschaffen und aus der EU austreten. Der reife Babler faselte vor drei Jahren etwas von der EU als “das aggressivste außenpolitische militärische Bündnis, das es je gegeben hat, schlimmer als die Nato”. Das ist Unsinn und entspringt einer Mentalität, wie sie in antikapitalistischen Seminaren der Sozialistischen Jugend gelehrt wird. Antiamerikanismus, Anti-EU gehen da einher mit Sowjetnostalgie und Putin-Versteherei.
In der Analyse wurde das mMn sehr gut zusammengefasst, warum diese Aussagen problematisch sind. Die SPÖ steht in der Gefahr, zumindest außenpolitisch, in einen linkspopulistischen Kurs abzudriften. Selbst Bablers Relativierungen in den letzten Tagen (“semantische Spitzfindigkeiten”) sind nicht glaubhaft, da er auch bei anderen Themen nicht die Wahrheit sagt bzw. seine Meinung ständig ändert.
Er behauptet, er sei immer für die Wehrpflicht gewesen. Vor ca. 10 Jahren setzte er sich aber für die Abschaffung des Bundesheeres und der Wehrpflicht ein.
Er sagt er sei Marxist, ein paar Stunden später ist er das nicht mehr.
Er kann sich nicht mehr erinnern, ob er für oder gegen den EU-Beitritt gestimmt hat.
Babler mag durchaus zur Diskussion anstoßen. Er bringt definitiv (wieder) Leben in die Sozialdemokratie.
Aber wie kann man Babler als Spitzenkandidat (und somit potentiell staatstragende Person) ernst nehmen, wenn er sich selbst ständig widerspricht? Es ist das eine, seine Meinung im Laufe seines Lebens zu ändern. Aber man sollte dann aber schon so ehrlich sein, vergangene Fehler einzugestehen bzw. zu erklären, anstatt zu lügen oder zu vergessen.
wird nicht alles so heiss gegessen wies gekocht wird…schau ma mal
Ich hoffe nur, dass sie nicht so Bobo-Links bleibt wie sie jetzt ist, wo einfach nur Linken Trends hinterher gelaufen wird, die gerade gut klingen.
Außerdem hoffe ich, dass es nicht den nächsten Sesselpicker wie Faymann oder PRW gibt, die man erst loskratzen muss und auch, dass es keinen Kern gibt, der bei den ersten Gegenwinden verweht, wie die Pollen eines Löwenzahns.
Die Frage ist auch nicht wie Links man sein muss, die Frage ist wie man Arbeiter mit Linken Themen abholen kann und inwieweit sie sich vereinen lassen.
Man muss endlich mit dem Spiel aufhören zu versuchen linker als der andere Linke zu sein.
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