Das sind die Top-Argumente gegen Erbschaftssteuern (alle falsch)

14 comments
  1. Ich bin Barbara Blaha dankbar, dass sie das Momentum Institut gegründet hat, damit es zumindest einen nicht komplett neoliberalen Think Tank in Österreich gibt

  2. Keines ihrer Argumente hat wirklich Substanz, da wäre es ehrlicher zu sagen, “wir wollen es einfach so”

  3. Und schon beim ersten Punkt derselbe Fehler, den damals auch der hochheilige Armin Wolf gemacht hat.

    Aussage: “Frechheit, alles, was hier geerbt wurde, wurde doch schon mal besteuert!”
    Antwort: “Wer erbt, hat noch nie Steuern für das Einkommen aus der Erbschaft bezahlt.”

    Das ist ein klassisches Strohmann-Argument.
    Ja, richtig – die erbende Person wurde dafür noch nie besteuert. Aber die Kernaussage spricht explizit vom Erbe, nicht von dem Erben oder der Erbin. Und das Erbe an sich wurde natürlich bereits besteuert.

    Und natürlich bin ich trotzdem PRO Erbschaftssteuer.

  4. Der größte Denkfehler besteht darin, zu glauben, Dinge werden besser wenn der Staat mehr Geld bekommt. Und um nichts anderes geht es im Endeffekt bei der Diskussion.

    Wie man in den letzten Jahren gesehen hat, wird von der öffentlichen Hand gerne viel Geld verbrannt (PCR-Tests anyone?), und zu glauben, das mehr Steuern irgendwas besser machen (auch wenn es die “Richtigen” trifft), ist imho halt sehr naiv.

  5. Die abgeschaffene Erbschaftssteuer hatte einen Freibetrag von 7.300 Euro und Steuersätze von 2-60%. Das Aufkommen betrug im Schnitt 110-150 Mio. pro Jahr. Es wird gemunkelt, dass die Einhebung der Steuer mehr gekostet hat als ebendiese 110-150 Mio.

    Jetzt will Herr Babler 500-700 Mio. pro Jahr einnehmen bei einem Freibetrag von 1 Mio. Euro. Wie geht das? (Da müsste man jetzt glatt einen Excel Witz einbauen, aber der Computer ist grad mit dem Kinderwagen unterwegs)

    Als “Ersatz” der Erbschaftssteuer wurde übrigens die Immobiliensteuer – mittlerweile 30% eingeführt sowie die Grunderwerbsteuer auf Marktwerte angehoben.

  6. Die Besteuerung von Erbschaften und dem Vermögen wird daran scheitern, dass es so viele Ausnahmen brauchen wird, was gleichzeitig wieder viele Schlupflöcher ermöglicht, und Reichtum dann auch wieder unzureichend abgeschöpft werden wird. Ja, man kann es schon probieren und sollte es wahrscheinlich auch. Ein starkes Verschlanken der staatlichen Bürokratie gepaart mit der Einführung von Luxussteuern könnte sich aber womöglich als effizienter erweisen.

  7. Selbst wenn es eine Erbschaftsteuer wieder gäbe, gibt es genügend Wege, diese zu umgehen

  8. Einfach mehr als 10 Mille erben, damit vorher noch gach eine Stiftung gründen und das Geld an der Erbschaft vorbei schieben. Is ja wirklich nicht so schwer, halt nur blöd wenn man zuwenig Geld hat um das System zu bescheißen

  9. Was nicht angesprochen wird.

    1. Es gibt unendlich wege die Erbschaftssteuer zu umgehen. Vorallem wenn man reich ist. Deshalb belastet es auch die Mitterklasse am meisten weil die Reichen genug Marktmacht haben um das Geld einfach irgendwo anders anzulegen. Die mittelschicht hat diese Möglichkeit nicht.
    2. Ich habe noch keinen Politiker sagen hören, dass man mit der Erbschaftssteuer die Mittelschicht und Unterschicht steuerlich entlasten möchte. Mit einer solchen Politik wäre es nur eine weitere Steuer auf die eh schon sehr belastete Mittelschicht

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