Als Basis nehme ich dieses Interview weil ich sonst wenig Ahnung über ihn und seine Politik habe

[https://www.profil.at/oesterreich/andreas-babler-ich-formuliere-eben-kantiger/402480416](https://www.profil.at/oesterreich/andreas-babler-ich-formuliere-eben-kantiger/402480416)

Maschinensteuer, Gehälter von ATX vorständen kürzen, Arbeitsplatzgarantie und Abrietszeitenkürzung während einer zeit wo wir zu wenig Arbeiter haben klingen ja alle schön und gut aber wir spielen alle das Spiel des Kapitalismus und darin müssen wir um relevant zu bleiben Wettbewerbsfähig sein. Diese ganzen Ideen werden am Ende jedem mehr schaden als dass sie die Unterschicht helfen oder in irgend einer Weise Umverteilung ermöglichen. Was für einen Sinn hat zB Arbeitsplatzgarantie? Dass der Staat wie in der Sowjetunion Menschen dafür Zahlt schrauben zu zählen nur dass man behaupten kann dass die Arbeitslosigkeit niedrig ist? Da kann man sie ja gleich daheim bleiben lassen. Maschinensteuer kurzfristig gegen Arbeitslosigkeit nur haben wir zur Zeit einen Mangel an Arbeitern und es gibt genug Studien dazu dass diese Steuer Unglaublich kompliziert zum Umsetzen ist und hauptsächlich die Falschen also KMUs trifft. Gehälter von ATX vorständen kürzen führt einfach dazu das wir keine mehr im Land haben werden.

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Ich verstehe auch nicht warum er so viele sachen, die die eh schon schwindende Mittelschicht die ja nicht das Problem ist noch mehr belastet wie eine Vermögenssteuer ab 1 Mio. Die mittel- und unterschicht sollte man doch genau mit höheren Steuern für die Oberschicht entlasten und nicht einfach generell höhere Steuern verlangen, sodass der Staat dieses Geld dann verbratet.

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Die Ideen der Leerstandsabgabe bei Wohnungen find ich andererseits super. Genauso wie den Verbot von Privatjets

15 comments
  1. >Ich verstehe auch nicht warum er so viele sachen, die die eh schon schwindende Mittelschicht die ja nicht das Problem ist noch mehr belastet wie eine Vermögenssteuer ab 1 Mio. Die mittel- und unterschicht sollte man doch genau mit höheren Steuern für die Oberschicht entlasten und nicht einfach generell höhere Steuern verlangen

    Meinst du die Erbschaftssteuer ab 1 Mio. Euro?

    Wo ist da der Widerspruch? Das ist doch keine Steuer, die die Mittel- und Unterschicht betrifft, sondern die Oberschicht?

  2. >Was für einen Sinn hat zB Arbeitsplatzgarantie?

    an dem beispiel – der sinn ist wählerstimmen.

    in der opposition kann man alles versprechen.

    unterschied zur fpö ist IMO daß sie wenigstens irgendwas vorschlagen, während die fpö nur gegen alles ist u. wie die övp auch so tut, als müßte man sie nur wählen und dann kommen die “guten alten zeiten” wieder.

  3. Ohhh nein keine ATX Vorstände mehr im Land, oje oje… bitte mach dich nicht zum Affen. Alles davon ist absolut sinnvoll aus einer linken Perspektive, teilst du es nicht bist du halt bei der ÖVP, FPÖ oder Neos besser aufgehoben. Jammer net so rum.

  4. > während einer zeit wo wir zu wenig Arbeiter haben

    Ich hab da schlechte Nachrichten für dich, da bist du wohl einem Populisten aufgesessen.

  5. ich glaub ja wenn man sich ernsthaft interessiert, informiert man sich zuerst, schaut sich die Argumentation an, sowohl das pro als auch das contra und dann äußert man seine Skepsis. Wirkt nicht so als wär das hier passiert.

    die Arbeitsplatzgarantie betrifft die 50+ und Menschen mit Behinderung, die sonst einfach ins Aus abgeschoben werden, egal wie wertvoll sie als Mitarbeiter*innen sein könnten. Es geht also nicht darum wie im Kommunismus jedem und jeder irgendeinen Job um den Hals zu hängen, sondern da wo der Arbeitsmarkt versagt und Menschen keine Chance gibt, die in Beschäftigung zu halten und ihnen neue Chancen zu eröffnen. Es gibt dazu ein erfolgreiches Pilotprojekt in NÖ und die Idee ist das lediglich auszurollen für ganz Österreich.

    [https://science.apa.at/power-search/15813661877738123967](https://science.apa.at/power-search/15813661877738123967)

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    Die Arbeitszeitverkürzung auf 32h ist auch mehr als nur ein Hirngespinst. Ein Hirngespinst ist eigentlich, dass eine Arbeitswoche 40 Stunden haben müsste und dass die Arbeitnehmer*innen ständig auf Lohn verzichten müssten nur um das Werkl am Laufen zu halten, während die Unternehmensgewinne flott steigen. Und davon, dass systematisch unbezahlt Mehrstunden auch noch geleistet werden, reden wir da gar nicht. Ja in der Tat jetzt gibt es anscheinend vielerorts einen Mangel an Fachkräften und das schadet tatsächlich auch der Wirtschaft und der Produktivität. Und dann hört man, man müsse diese Jobs auch attraktiver machen. Das find ich ja dann schon witzig. Wenn man mal nüchtern schaut weshalb diverse Berufe Schwierigkeiten haben Leute zu finden, dann ist ein Gutteil überall da wo nicht nur die Bezahlung mau ist sondern insbesondere wo man nahezu null Kontrolle über seine Zeit hat. A propos Arbeitszeitflexibilisierung unter Schwarz-Blau letztens: da hat man zb. die Ruhezeiten zwischen zwei langen Diensten in der Gastro einfach zusammengestrichen. Und dann wundert man sich wenn sich da niemand freiwillig findet? Oder die Debatte in der Pflege: da rennen die Leut scharenweise davon, weil sie es nicht mehr aushalten und dann glaubt man, man braucht nur ein paar hunderter mehr draufstreuen und schon macht das alles nix mehr aus, dass du dir neben Stress und seelischem Druck kein Privatleben mehr gönnen kannst? Viel Spaß bei der Suche nach Ersatz.

    Eine 4 Tage Woche kann ein Modell sein mit dem die Balance zwischen Arbeit, Freizeit, Familie und Bildung, Gesundheit eher zu verwirklichen ist und wo Arbeit insgesamt besser verteilt werden kann. Zahlreiche Beispiele in den unterschiedlichsten Branchen zeigen, dass es auch durchaus lebbar ist und auch belebend sein kann für die Wirtschaft. Man braucht auch nicht dauernd gebannt auf die Lohnkonkurrenz im Ausland starren, denn da wo man im Preiskampf ist wird man die Betriebe ohnehin nicht halten können (oder will man sich mit Bangladesh matchen wer billigere Arbeitskräfte hat?), aber überall da wo man hochwertige Qualitätsarbeit leistet und Innovationen auf den Markt bringt, schafft man sich sogar einen Vorteil. Gerade die Entwicklungen bei der KI werden da nochmal einen ordentlichen Schub bringen und notwendig machen, Arbeit intelligenter und effizienter zu organisieren.

    Womit wir bei der Maschinensteuer wären oder wie man es auch immer nennen will. Mittlerweile gibt es doch Unternehmen, die mit kaum Personal und viel Automatisation Unsummen aus dem Markt abziehen und dafür kaum Steuer zahlen. Erstens weil ein Großteil der Steuern bei uns personalbezogen sind und zweitens weil sie einfach mit Steuerschmähs die Gewinne dorthin schieben wo unser Fiskus keinen Zugriff hat. Wir brauchen das Geld aber um unser Gemeinwesen zu finanzieren und sorry aber wer glaubt, das geht alles indem einfach am System spart, weiß nicht wovon er redet und ist ein Traumtänzer. Damit die Steuer auch wirklich die richtigen trifft, braucht es entsprechende gesetzliche Vorgaben. Dazu wird es aber nie kommen, wenn man so etwas immer gleich abdrehen will mit “na geht eh ned und wenn ist es nur schädlich”.

    Da kann man gleich mit der Vermögenssteuer anschließen. Ein kleiner einstelliger Prozentsatz der Bevölkerung besitzt einen hohen zweistelligen Prozent allen Vermögens. Da kann man erst mal sagen, ja na und? Dann schaut man sich alleine mal die letzten beiden Jahre an und wie hier welche Entscheidungen mit welchen Auswirkungen getroffen wurden. Man stellt fest, dass zb alle mit Immobilienvermögen nahezu schadlos gestellt wurden, ebenso alle großen Unternehmen und Firmenkonglomerate. Jeder andere hat drauf gezahlt. Ob es nun zuerst die Lohnverluste waren bei der Kurzarbeit, die Umsatzausfälle bei jeder kleinen Tschochen, die explodierenden Energiepreise und ihre Auswirkung auf den Geldwert. Das alles haben die kleinen und mittleren fressen müssen, während sowas wie bspw die Wlaschek Stiftung neben der Aufwertung der Immobilien lustig weiter über Mieterhöhungen die Kassen vollgemacht hat und das zum Teil sogar auf Staatskosten durch den Fixkostenersatz. Wir haben eine erhebliche Schieflage bei der Vermögensverteilung und das bedingt neben dem Einfluss auf die Wirtschaft und in was investiert wird (fast ausschließlich Betongold) auch einen erheblichen Einfluss auf die Politik dahingehend nur ja nix an den Verhältnissen zu ändern. Bis halt dann die Blase platzt und wer wird dann drauf schauen, dass die ja nicht zuviel draufzahlen müssen, weil too big to fail? Ja eh wir wieder die wir nix bis nicht sehr viel haben. Und wir zahlen das mit unserer Arbeit und unserer Lebenszeit. Auf was hinauf?

    Einen Gehaltsdeckelung bei ATX Vorständen find ich beim Babler Programm zwar keine, aber selbst wenn, wird das sicher nicht entscheidend sein, ob die Unternehmen in Österreich angesiedelt sind oder nicht. Was verschärft ins Auge gefasst werden sollte, sind aber Boni für das Management wo parallel Stütze kassiert wird und Personalabbau betrieben wird. Auch hier muss man sich nur mal die Schere zwischen den obersten Gehältern und den untersten Gehältern anschauen um festzustellen, dass da was sehr schief läuft. Es kann ja wohl keiner sagen, dass die Verhältnisse von vor 30-40 Jahren der gelebte Kommunismus waren und die Wirtschaft am Abgrund, nur weil die Arbeiter sich was leisten konnten und sich was aufbauen konnten, während die Spitzenverdiener nur 2-3 Lebensverdienste im Jahr eingesteckt haben anstatt 20-30. Man könnte jetzt noch in dem Zusammenhang auf die Leiner Geschichte eingehen, aber das lass ich weil der Text ist eh schon lange genug.

    Ich möchte nur noch festhalten, dass es einmal nicht als linksversiffte Utopie gegolten hat, dass man sich mit anständiger Arbeit ein anständiges Leben leisten kann und man diesen Anstand auch benachteiligten Gruppen zukommen lässt. Das war eigentlich die viel beschworene Mitte. Aber Neoliberalismus (die Vermarktung von allem und jedem) und die konservative Wende (Arbeitnehmerrechte wo geht abbauen und Besitzstandswahrung betreiben) haben die Grenzen des Anstands so weit verschoben, dass wenn man sagt, dass die die den Kuchen backen ein Anrecht auf ein großes Stück haben und nicht nur die die das Rezept dafür erfunden haben oder die Küchengeräte besitzen, das gleich mit der Einführung des Kommunismus gleichgesetzt wird. Man hat aber auch vergessen, dass all das was wir heute für so selbstverständlich erachten und als Teil unseres Selbstbildes erst buchstäblich erkämpft werden musste. Auch der 8 Stunden-Tag woran ja die 1. Mai Feier jährlich erinnert. Es ist also nicht radikal und linksextrem wenn man daran anknüpft sondern nur längst überfällig um wieder an bessere Zeiten anzuschließen.

  6. Arbeitsplatzgarantie und Abrietszeitenkürzung während einer zeit wo wir zu wenig Arbeiter haben klingen ja alle schön und gut

    Arbeitsplatzgarantie gehört imho eh her, vor allem bei solchen die schojn einige Jahre bei einer Firma sind und oft gekündigt werden weils zu teuer werden.

    Das wir zu wenig Arbeiter haben und die dafür Produktiver sein müssen und auch nachweislich sind und mehr leisten ist nicht dasrpoblem der Arbeiter sondern der Arbeitgeber.

    Ist halt nicht grade das gelbe vom ei, eh shcon an Hungerlohn zu verdienen und dann im gegensatz zu vor 15 für 3 zu arbeiten und trotzdem noch gehört bekommen: ” wir haben z wenig Leut ihr müsst noch mehr schepfn”.

    Wir sind ja nachweislich so viel Produktiver als vor 30 Jahren ( knappe 50% ), also kann man ruhig auch auch die 32H runter gehen, damit die Leute längerfristig weniger Krank / psychisch Krank oder Verletzt und wesentlich Erhohlter und noch mal Produktiver sind.

    Da bringt ja sowohl also dem Staat, den Firmen und den Arbeitnehmern vieles.

  7. > Was für einen Sinn hat zB Arbeitsplatzgarantie? Dass der Staat wie in der Sowjetunion Menschen dafür Zahlt schrauben zu zählen nur dass man behaupten kann dass die Arbeitslosigkeit niedrig ist?

    Du kannst es auch von einer anderen Seite betrachten: Arbeitsplatzgarantie bedeutet härterer Arbeitszwang. Du bekommst dann keine Mindestsicherung mehr, sondern einen Lohn für vermeintlich eine Sinnlostätigkeit.

    Lustig wie man eine Forderung als extrem links und auch als extrem rechts gleichzeitig auslegen kann. Die Umsetzung ist dann das woraufs ankommt.

  8. > aber wir spielen alle das Spiel des Kapitalismus und darin müssen wir um relevant zu bleiben Wettbewerbsfähig sein.

    Sollen wir deswegen dann auch noch gleich Mindestgehälter runtersetzen oder gleich die Kollektivverträge abschaffen? Warat ja wegen der Wettbewerbsfähigkeit…

  9. Wieso glaubst du das eine Vermögensabgabe ab 1Mio die Mittelschicht auspresst?

    Kennst du das durchschnittliche Vermögen bzw. Median? Und dann erklär mir wieso das auch nur einen erwischen soll!

  10. Wollte inhaltlich antworten, aber bei dem unleserlichen Deutsch und den Millionären in der Mittelschicht werd ich lieber nicht genauer drauf eingehen.

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