
Servus zusammen,
die ganze Geschichte von vorne zu erzählen würde sehr lange dauern, daher nur ein kurzer Abriss:
Wohnung in einem kleinen Haus mit 13 Parteien im 22. Wiener Gemeindebezirk wurde im Herbst 2021 mit Kredit gekauft, geplantes Fertigstellungsdatum war damals Ende 2022. Nach den aufeinanderfolgenden Pleiten von zwei verschiedenen involvierten Generalunternehmern baut der Bauträger (ein namhaftes Unternehmen) auf eigene Kosten fertig und macht laut eigener Aussage etwa 180k Minus mit dem Projekt. Das Fertigstellungsdatum wurde mehrfach nach hinten geschoben, mittlerweile sind wir bei Ende Juli bis Ende August 2023, es ist aber so viel im Argen, dass ich das für unrealistisch halte.
Die Kommunikation mit dem Generalunternehmer ist sehr schwierig, man weist auf Mängel/Fehler hin und bekommt meistens gar keine Antwort, wenn doch ist diese aber oft schwammig oder unverbindlich. Ich gebe mir daher Mühe, alle Mängel, die mir jetzt schon auffallen, schriftlich in Mails festzuhalten und Bilder anzuhängen.
Bis vor etwa drei Wochen war das Gebäude noch fast ein Rohbau, die bereits verkauften Wohnungen waren aber immerhin verputzt. Das Problem, das mir aktuell am meisten Sorgen bereitet, ist der Eintritt von Wasser durch die Decke in einem Erker. Die Wohnung ist nicht im Dachgeschoß, aber die betreffende Stelle steht oben und unten “im Freien”, ein Erker eben. Mir ist das beim Naturmaßnehmen für die Küche vor drei Wochen zufällig aufgefallen. Damals gab es eine Phase mit mehreren heftigen Regentagen, und außen war die Fassade noch nicht gemacht, es gab nur den Stahlbeton.
Ich habe den Bauträger und Generalunternehmer bereits mehrfach darauf hingewiesen, telefonisch, aber auch via Mail mit Fotos. Antwort habe ich bis jetzt keine bekommen, ich erreiche aktuell auch niemanden dort. Ich habe keine Ahnung, ob das normal ist oder dringend behoben werden muss, bevor die Fassade drauf kommt, denn aktuell scheinen die dabei zu sein, diese zu machen. Kennt sich da jemand aus? Habt ihr sonst irgendwelche Tipps, wie man sich in solchen Fällen am besten verhält? Mehr als alles zu dokumentieren und immer wieder nachzufragen fällt mir nicht ein.
[Fotos von dem Wasser”schaden”(?) gibt’s hier](https://imgur.com/a/cBpyajQ).
by dasmerkichmir
8 comments
Schwieriges thema dort als “laie” druck zu machen, am besten suchst dir an sachverständiger und losst des prüfen. Die wissen dann auch wie man bei den unternehmen druck macht damit solche mängel behoben werden.
Viel glück noch, und hoffentlich kannst bald in deine eigene bude einziehen 😉👍
Ab zum Anwalt, da sind viel zu viele offene Fragen.
Wie wird gezahlt, Ratenplan nach dem BTVG? Eventuell wurden Beträge weitergeleitet, ohne dass der Bauabschnitt nach der ÖNORM überhaupt fertig ist. Möglicherweise kannst du Raten zurückhalten. Schadenersatz für den Verzug ginge auch, wenn der Fertigstellungstermin nicht flexibel reingeschrieben wurde (Miete die nicht angefallen wäre wenn fertiggebaut worden wäre, eventuell Zinsen vom Kredit, und so weiter). Normalerweise hast beim BTVG bei Streitigkeiten bei Mängeln eine Schlichtung mittels SV drin bei Übergabe, das wäre durchzulesen.
Das Wasser könnte theoretisch nur welches sein, dass im Bauwerk war und schön langsam raus kommt.
Ich würde mir ein Feuchtigkeits-messgerät organiseiren, täglich kontrollieren und Messwerte dokumentieren! Dann sollte man sehen ob es immer wieder kommt oder nur Restfeuchte ist. D
Sollte etwas undicht sein, liegt es eigentlich im Interesse beider Parteien das so schnellst wie möglich zu Reparieren.
​
Edit: Ist das schon gedeckt oder Rohbau innen Verputzt?
Liegt noch ein Teil des Geldes beim Treuhänder? Wenn ja, den auf alle Fälle in Kenntnis setzen.
Günther nussbaum!
Also solange die Dachkonstruktion über dem Erker nicht fertiggestellt ist, ist ein Wassereintritt durch den Stahlbeton zu erwarten und ganz normal. Beton ist üblicherweise nicht dicht.
Komisch ist, dass der Deckenputz vor der Dachdichtheit hergestellt wurde, aber bei dem Projekt läuft ja anscheinend so Einiges schief.
Bitte beachte bei der weiteren Ausführung, dass auf schrägen Flächen lt. ÖNorm B6400 Vollwärmeschutz *nicht* ausgeführt werden darf. Also am schrägen Dach über dem Erker muss eine Dachkonstruktion ausgeführt werde. (weiß nicht ob das für dich relevant ist, wollte es nur vorsichtshalber schreiben)
Was in Italien die Mafia ist, ist in Österreich a Baufirma
Heißt das Projekt zufällig “Wohnlandschaft Krautgarten”? Wenn ja, dann haben wir den gleichen Spinner an der Backe der gemeint hat, dass diese Möchtegern “professionellen und verlässlichen” Generalunternehmer ganz zuuufällig in die Insolvenz gerutscht sind, nur damit die gleichen Mitarbeiter am nächsten Tag auf der Baustelle stehen, angestellt über eine Firma, die als Entrümpelungsunternehmen eingetragen war.
Wenn ja, dann meld dich bei mir Privat