Ramelow mit Abstand der beliebteste Politiker, aber die AfD bei 34 Prozent. Ein Schelm könnte meinen, hier krachen Landespolitik und Bundespolitik in einer Umfrage scheppernd aufeinander. Gute Grundlage dafür, dass der Hype auch wieder abebbt.
Mir wird janz kodderich zumute…
Mehr als 50% wählen AFD und Linkspartei. Widerlich.
Spannend ist CDU > Linke. Könnte darauf hinauslaufen, dass die CDU nächstes Mal Anspruch auf den MP-Posten erhebt.
Das eine Prozent schaffen die auch noch…
Blöd, dass die Gespräche zischen Mario Voigt (Vorsitzender CDU Thüringen) und dem Konrad-Adenauer-Haus nicht veröffentlicht werden.
Eine meiner Theorien sehe ich aber als etwas bestätigt, bei der Umfrage “Koalitionen” schneiden alle mies ab. Selbst CDU+AFD wollen nur 31%, überwiegend sind aber 2/3 mit allen Koalitionen nicht zufrieden. Wenn das des Pudels Kern der Probleme ist, und dadurch die AfD und die Nichtwähler Zulauf bekommen, und noch nicht mal so direkt die anderen Parteien und deren Inhalte, dann müssen Lösungsansätze her, über die bisher noch nicht nachgedacht wurden.
Dann wird das wohl ne Blau-Schwarze Koalition.
Mal schauen wann (und ob) der Aufwärtstrend der AFD stoppt. Muss doch ein Limit an Leuten geben, die bereit sind, Deutschland wieder den Nazis zu geben.
Solange die anderen Parteien nicht aus ihrem Elfenbeinturm heraus kommen wird sich dieser Trend auch fortsetzen. Wann immer ich mit Leuten über die aktuelle Politik rede kommt meist die Antwort: Wir haben genug und ich kann es nachvollziehen.
das muss dieser Linksrutsch sein vor dem die Bild und die Union vor 2 jarhen gewart haben.
Nach den letzten Umfragen im Bund erwartbar. Finde eher noch befremdlicher, dass AfD+CDU tatsächlich die beliebteste Koalition ist…
Die AFD hatte im Osten schon seit Jahren eine stabile Basis, und die Hoffnung dass diese Basis verschwindet und mit ihr die AFD, sollte man beerdigen.
Die künstliche Aufregung um das Heizungsgesetz und die Situation in der Ukraine, das waren die eigentlich Gründe für die 10% Plus der AFD.
Die Union ist vor allem sehr effektiv beim Wahlkampf für die AFD, weil ihre merkwürdige Idee die Themen der AFD zu kopieren,genau den Wahlkampf betreibt.
Ich glaube immer mehr, das vor allem moderne Medien mit 24h Nachrichten und Soziale Medien die Informationsblasen schaffen, den Erfolg der rechten Populisten beflügeln.
Die Thüringer gefallen sich halt in der Rolle. Tut mir Leid, dass ist nicht mehr nur “mir gehts echt schlecht und ich will, dass sich was ändert” das ist auch gehöriger Haufen edgy Janas aus Kassel, die gegen didaoben^(TM) kämpfen.
Wenn man jede Sorge um Familie und Immigration als Rassismus abtut erhält man genau diese Ergebnisse.
Nun lasst Downvotes regnen 🙂
Ich habe mir gestern den ZDF Beitrag zur Wahl in Sonneberg angeguckt. Der Grund warum sich der AfD zugewendet wird ist durchgehends Angst vor sozialem Abstieg.
Wir haben grade ein Klima, dass für Populisten wie gemalt ist. Alles wird teurer, Lebensmittel, Energie, Sprit sowieso. Man hat also weniger Kaufkraft und von der Bundesregierung kommen keine Vorschläge zur Entlastung (300 Euro ist halt gar nix), sondern eher, dass man ggf die Hütte verkaufen muss die man glücklicherweise am AdW von den Eltern/Großeltern geerbt hat, weil die Heizung da die falsche ist.
Zu allem Überfluss hat man dann noch mit dem Migrationsproblem zu kämpfen, wodurch der Eindruck entsteht, für andere ist Geld da, für mich aber nicht.
Wenn die Bundespolitik was gegen die AfD machen möchte, dann _MUSS_ ein Kurs eingeschlagen werden, der niedrige und mittlere Einkommen (damit meine ich bis zur BBG) entlastet und die Menschen so auch mal das Gefühl haben, dass Politik für sie gemacht wird und das es bergauf geht. Andernfalls wird die Afd auf Sicht nicht nur die Wahl in Thüringen gewinnen und das sollte man mit guter Politik _FÜR_ die Wähler verhindern.
Nicht zu vergessen, Gut 35 % haben mit den Parteien und System bereits abgeschlossen und sagen „wir gehen nicht wählen.“!
Im Westen sind über 1.6% der BürgerInnen Mitglieder in Parteien. Im Osten sind’s 0.8%.
Es wird hier also ganz besonders stark auf die Politik “da oben” geschimpft, sich politisch zu engagieren und mitzuwirken…ähm, ne danke. Dabei wäre es nirgends so leicht tatsächlich mitbestimmen zu können. CDU/SPD/Grüne/FDP haben in ganz Thüringen zusammen gerade mal 14.500 Mitglieder. Mal zum Vergleich: Die Grünen allein haben in Berlin 12.600. Die einzelne Meinung innerhalb des Kreis/Landesverbandes hat im Osten um einiges mehr an Gewicht und es ist deutlich einfacher in Ämter zu kommen.
Dieses Land ist am Arsch, wenn man bedenkt, dass die Wähler der anderen Parteien auch ziemlich dumm sind (aka nicht meiner Meinung /s). Nein ehrlich, ich weiß nicht wie das politisch in eine gute Richtung gehen soll, denn es gibt keinen gesunden politischen Diskurs, nur konfligierende Ideologien und Narrative bzw. daraus abgeleitete Tweets, Headlines und Kommentare.
Ich habe auch keine Idee wie das besser werden soll, es sei den man macht jetzt eine riesige Bildungsreform, die Informationskompetenz, kritisches Denken, Logik, Ideologiekritik etc. zum Kern macht und langfristig mit hohem Ressourcenaufwand versucht so viele Menschen zu erreichen wie möglich. Das würde sich aber auch erst in Jahrzehnten auszahlen, bis die Reform umgesetzt und mehrere Generationen durch so ein Bildungssystem gelaufen sind. Übergangsweise sollten die Mittel für außerschulische politische (Erwachsenen)Bildung massiv erhöht werden.
Aber dass dies nicht passieren wird, wissen wir ja alle. Ich weiß nicht wie ich damit copen soll.
ELI5: Warum wandern die ganzen Linke Wähler zu AFD?
Thüringen abspalten und an China verkaufen
Man sollte vielleicht langsam mal als “Altpartei” anfangen die Themen der AFD ernst zu nehmen, anstatt immer nur Tourette artig Nazi zu plärren.
Bei 34% können das ja nicht alles verfassungsfeindliche, rassistische Neonazis oder Protest Wähler sein.
Klar gibt’s da sicherlich zwielichtige Gestalten (vielleicht auch ein paar mehr). Dieses Problem hat die AFD aber wahrscheinlich nicht exklusiv.
Unabhängig davon, sollte man sich vielleicht mal in einen konstruktiven Diskurs begeben, denn dieses polemische “Verbot” sich mit dieser Partei abzugeben, sorgt eher dafür, dass noch mehr Leute die AFD wählen. Mal von der gesellschaftlichen Spaltung abgesehen.
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Ramelow mit Abstand der beliebteste Politiker, aber die AfD bei 34 Prozent. Ein Schelm könnte meinen, hier krachen Landespolitik und Bundespolitik in einer Umfrage scheppernd aufeinander. Gute Grundlage dafür, dass der Hype auch wieder abebbt.
Mir wird janz kodderich zumute…
Mehr als 50% wählen AFD und Linkspartei. Widerlich.
Spannend ist CDU > Linke. Könnte darauf hinauslaufen, dass die CDU nächstes Mal Anspruch auf den MP-Posten erhebt.
Das eine Prozent schaffen die auch noch…
Blöd, dass die Gespräche zischen Mario Voigt (Vorsitzender CDU Thüringen) und dem Konrad-Adenauer-Haus nicht veröffentlicht werden.
Eine meiner Theorien sehe ich aber als etwas bestätigt, bei der Umfrage “Koalitionen” schneiden alle mies ab. Selbst CDU+AFD wollen nur 31%, überwiegend sind aber 2/3 mit allen Koalitionen nicht zufrieden. Wenn das des Pudels Kern der Probleme ist, und dadurch die AfD und die Nichtwähler Zulauf bekommen, und noch nicht mal so direkt die anderen Parteien und deren Inhalte, dann müssen Lösungsansätze her, über die bisher noch nicht nachgedacht wurden.
Dann wird das wohl ne Blau-Schwarze Koalition.
Mal schauen wann (und ob) der Aufwärtstrend der AFD stoppt. Muss doch ein Limit an Leuten geben, die bereit sind, Deutschland wieder den Nazis zu geben.
Solange die anderen Parteien nicht aus ihrem Elfenbeinturm heraus kommen wird sich dieser Trend auch fortsetzen. Wann immer ich mit Leuten über die aktuelle Politik rede kommt meist die Antwort: Wir haben genug und ich kann es nachvollziehen.
das muss dieser Linksrutsch sein vor dem die Bild und die Union vor 2 jarhen gewart haben.
Nach den letzten Umfragen im Bund erwartbar. Finde eher noch befremdlicher, dass AfD+CDU tatsächlich die beliebteste Koalition ist…
Die AFD hatte im Osten schon seit Jahren eine stabile Basis, und die Hoffnung dass diese Basis verschwindet und mit ihr die AFD, sollte man beerdigen.
Die künstliche Aufregung um das Heizungsgesetz und die Situation in der Ukraine, das waren die eigentlich Gründe für die 10% Plus der AFD.
Die Union ist vor allem sehr effektiv beim Wahlkampf für die AFD, weil ihre merkwürdige Idee die Themen der AFD zu kopieren,genau den Wahlkampf betreibt.
Ich glaube immer mehr, das vor allem moderne Medien mit 24h Nachrichten und Soziale Medien die Informationsblasen schaffen, den Erfolg der rechten Populisten beflügeln.
Die Thüringer gefallen sich halt in der Rolle. Tut mir Leid, dass ist nicht mehr nur “mir gehts echt schlecht und ich will, dass sich was ändert” das ist auch gehöriger Haufen edgy Janas aus Kassel, die gegen didaoben^(TM) kämpfen.
Wenn man jede Sorge um Familie und Immigration als Rassismus abtut erhält man genau diese Ergebnisse.
Nun lasst Downvotes regnen 🙂
Ich habe mir gestern den ZDF Beitrag zur Wahl in Sonneberg angeguckt. Der Grund warum sich der AfD zugewendet wird ist durchgehends Angst vor sozialem Abstieg.
Wir haben grade ein Klima, dass für Populisten wie gemalt ist. Alles wird teurer, Lebensmittel, Energie, Sprit sowieso. Man hat also weniger Kaufkraft und von der Bundesregierung kommen keine Vorschläge zur Entlastung (300 Euro ist halt gar nix), sondern eher, dass man ggf die Hütte verkaufen muss die man glücklicherweise am AdW von den Eltern/Großeltern geerbt hat, weil die Heizung da die falsche ist.
Zu allem Überfluss hat man dann noch mit dem Migrationsproblem zu kämpfen, wodurch der Eindruck entsteht, für andere ist Geld da, für mich aber nicht.
Wenn die Bundespolitik was gegen die AfD machen möchte, dann _MUSS_ ein Kurs eingeschlagen werden, der niedrige und mittlere Einkommen (damit meine ich bis zur BBG) entlastet und die Menschen so auch mal das Gefühl haben, dass Politik für sie gemacht wird und das es bergauf geht. Andernfalls wird die Afd auf Sicht nicht nur die Wahl in Thüringen gewinnen und das sollte man mit guter Politik _FÜR_ die Wähler verhindern.
Nicht zu vergessen, Gut 35 % haben mit den Parteien und System bereits abgeschlossen und sagen „wir gehen nicht wählen.“!
Im Westen sind über 1.6% der BürgerInnen Mitglieder in Parteien. Im Osten sind’s 0.8%.
Es wird hier also ganz besonders stark auf die Politik “da oben” geschimpft, sich politisch zu engagieren und mitzuwirken…ähm, ne danke. Dabei wäre es nirgends so leicht tatsächlich mitbestimmen zu können. CDU/SPD/Grüne/FDP haben in ganz Thüringen zusammen gerade mal 14.500 Mitglieder. Mal zum Vergleich: Die Grünen allein haben in Berlin 12.600. Die einzelne Meinung innerhalb des Kreis/Landesverbandes hat im Osten um einiges mehr an Gewicht und es ist deutlich einfacher in Ämter zu kommen.
(Edit: [Quelle für die Zahlen](https://www.bpb.de/themen/parteien/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/42228/parteimitglieder-nach-bundeslaendern/))
Das ist normal und niemand kann was dafür.
/s
Dieses Land ist am Arsch, wenn man bedenkt, dass die Wähler der anderen Parteien auch ziemlich dumm sind (aka nicht meiner Meinung /s). Nein ehrlich, ich weiß nicht wie das politisch in eine gute Richtung gehen soll, denn es gibt keinen gesunden politischen Diskurs, nur konfligierende Ideologien und Narrative bzw. daraus abgeleitete Tweets, Headlines und Kommentare.
Ich habe auch keine Idee wie das besser werden soll, es sei den man macht jetzt eine riesige Bildungsreform, die Informationskompetenz, kritisches Denken, Logik, Ideologiekritik etc. zum Kern macht und langfristig mit hohem Ressourcenaufwand versucht so viele Menschen zu erreichen wie möglich. Das würde sich aber auch erst in Jahrzehnten auszahlen, bis die Reform umgesetzt und mehrere Generationen durch so ein Bildungssystem gelaufen sind. Übergangsweise sollten die Mittel für außerschulische politische (Erwachsenen)Bildung massiv erhöht werden.
Aber dass dies nicht passieren wird, wissen wir ja alle. Ich weiß nicht wie ich damit copen soll.
ELI5: Warum wandern die ganzen Linke Wähler zu AFD?
Thüringen abspalten und an China verkaufen
Man sollte vielleicht langsam mal als “Altpartei” anfangen die Themen der AFD ernst zu nehmen, anstatt immer nur Tourette artig Nazi zu plärren.
Bei 34% können das ja nicht alles verfassungsfeindliche, rassistische Neonazis oder Protest Wähler sein.
Klar gibt’s da sicherlich zwielichtige Gestalten (vielleicht auch ein paar mehr). Dieses Problem hat die AFD aber wahrscheinlich nicht exklusiv.
Unabhängig davon, sollte man sich vielleicht mal in einen konstruktiven Diskurs begeben, denn dieses polemische “Verbot” sich mit dieser Partei abzugeben, sorgt eher dafür, dass noch mehr Leute die AFD wählen. Mal von der gesellschaftlichen Spaltung abgesehen.
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