Das die Tafel in einem der wohlhabendsten Länder überhaupt nötig ist , ist ein Armutszeugnis an unser Verteilungssystem.
Sind weniger Spenden nocht eigentlich eine positive Nachricht, das würde heißen es wird weniger weggeschmissen
Gibts schon ein Gesetz was das Spenden von Ablaufware regelt? Da wird auch noch eine Menge weggeschmissen. Naja obwohl zur Zeit wohl auch weniger so wie ich inzwischen mehrere fehlgriffe mit Gemüse hatte.
Die Tafeln übernehmen die Aufgabe die eigentlich der Staat hat.
🙁
Letztes Jahr gab es einen plötzlichen Zulauf von einer halben Million zusätzlichen Tafelbesuchern, durch die Inflation kamen noch mehr Leute.
Realpolitik ist wenn kein einziger Euro fließt.
Die Tafeln bewahren Hunderttausende vor Hunger und gehören in der nationalen Sicherheitsstrategie an die erste Stelle.
Der Leiter der Arche hat es in einem Interview mal auf den Punkt gebracht: “der Erfolg der Arche ist der Misserfolg der Gesellschaft”. Gilt für die Tafel denke ich genauso. Gleichzeitig beklagt die Tafel mindestens seit 2015 wachsende Belastung bei rückläufigen Spenden und das ist… jetzt 8 Jahre her.
Zur Wahrheit gehört auch, dass in allen Transfairleitungen Regelsätze für Lebensmittel vorgesehen sind. Hungern MUSS also tatsächlich niemand. Wenn man Geld beim Essen spart, kann man das jedoch an anderer Stelle einsetzen. Manche werden sich davon ein iPhone kaufen und mache werden damit den Sportverein für die Kinder bezahlen (BuT hin oder her). So oder so sind Diskussionen darüber wer es nötiger hat zur Tafel zu gehen fruchtlose Zuschreibungen, weil es keine homogenen Gruppen gibt und jeder Einzele individuelle Lebensumstände hat.
Insgesamt ist die Hemmschwelle zur Tafel zu gehen auch gesunken, was eine gute Sache ist.
Wenn es kein zur Schau stellen der Bedürftigen wäre, würde ich als Tafel paar Zelte vor dem Bundestag aufbauen und eine symbolische Versorgung aus deren Kantine fordern.
Sichtbar machen im Herzen der Demokratie bis Gesetze entstehen die solche Einrichtungen entlasten z.B dem Handel das wegwerfen von Lebensmitteln verbieten usw..
Genau deshalb ist es eine Katastrophe, wenn die Ärmsten von freiwilligen Spenden/Hilfen abhängig sind, dann wenn es am meisten gebraucht wird, kommt auch weniger.
​
Einfach beschämend das sowas wie die Tafel bei uns überhaupt nötig ist…
Meine beste Freundin geht regelmäßig zur Tafel. Aufgrund der hohen Zahl von Flüchtlingsaufnahmen darf sie nur noch alle 3 statt 2 Wochen hin UND bekommt weniger. Die, die am wenigsten haben, müssen also noch mehr leiden…
True that. Ich helfe regelmäßig bei der Tafel aus und wir machen inzwischen schon eine Kiste mit angematschten Lebensmitteln, bzw. solchen, die wir eigentlich nicht mehr ausgeben dürften, damit sich die Leute selbst auf eigenes Risiko bedienen können. Kiste ist eig immer leer am Ende.
Und trotzdem werfen Unternehmen noch jede Menge Lebensmittel weg, die eigentlich noch gut sind. Könnte man gesetzlich verbieten, aber nein 🤷🏻
Es ist schlimm, dass es sowas wie die Tafel geben muss – es ist gut, dass es sowas gibt.
Wir erleben Deutschland im zweiten Jahr der Ampel, die Inflation enteignet immer weiter die Unter- und Mittelschicht während Unternehmen Rekordgewinne einfahren. Wohneigentum ist für die breite Masse unerreichbar geworden, währenddessen werden hunderte Milliarden für Rüstung bereit gestellt und Arme können sich Lebensmittel nicht mehr leisten.
Kurzer Hinweis: nicht nur Nahrungsmittel spenden. Es wird auch non-food gerne genommen.
(Wir haben letztes Jahr auf Arbeit unser Lager entrümpelt und Schubladen voll mit Scheuermilch, Seife und Co zu den Tafeln gebracht. Und die haben sich gefreut, dass sie etwas bekommen haben, das kein MHD hat und gespendet wurde.)
Die Tafel konkurriert halt mittlerweile mit Too Good To Go und anderen Alternativen.
Wieso spenden wenn man es für kleinen Taler noch unbequemer verkaufen kann?
Was vor kurzem noch an die Tafel vom Backer um die Ecke ging wird heute bei Too Good To Go verkauft.
Eigentlich ist rückläufige Spenden an die Tafel sogar eine gute Nachricht. Es bedeutet am Ende das hoffentlich weniger Müll weggeschmissen wird.
Die andere alternative das die Unternehmen die 30 Minuten Arbeit für die Tafel nicht mehr ausgeben wollen wär natürlich auch möglich. Wär halt interessant wie sich der Müll in der gleichen Zeit entwickelt hat.
Es hat einfach damit zu tun dass die Gesellschaft sich ändert. Vor allem bei Menschen aus orientalischen/südländischen Kulturen spendet man zwar weniger an Hilfsorganisationen, helfen aber sehr wenn es zum Beispiel um weit-entfernten Verwandten oder Bekannten geht. Beides hilft, nur wird das letzte oft nicht als Spenden erkannt.
Die “Armut” in Deutschland kommt nun langsam auch im Mittelstand an.
*Christian sagt Nö.*
True story:
Ich kenne eine Familie, die einen G von MB fährt, aber sich extra einen gebrauchten Polo angeschafft hat, um damit zur Tafel zu fahren.
ABER DENKT DENN IRGENDWER AN DIE ARMEN TOPVERDIENER?
In Frankreich ist das Wegschmeißen von Lebensmitteln gesetzlich untersagt. Die Bundesregierung muss ein ähnlich Gesetz auf den Weg bringen.
Die Unternehmen müssen dann innovativ werden und Lebensmittelverschwendung noch besser managen.
Die Tafeln sind aber auch echt übel teilweise. Nehmen massig Zeug nicht mit und die Mitarbeiter schieben selbst gern ein
Interessiert doch eh keinen Arsch.
Die Ruckläufigen Spenden sind super, denn ich finde diese ganzen Sonderangebote, To good to Gos, Tafeln, Food Sharing, Sammelaktionen, Rabatten, Punktesammeln etc extrem ärgerlich, denn ich habe das Gefühl mit meinem regulären Wocheneinkauf das halbe Volk quer zu subventionieren. In meiner 40 Stundenwoche habe ich in meiner Freizeit weder Zeit noch Energie den Aufwand zu fahren und das Billigessen einzusammeln.
Die Leute sollen einfach in den Supermarkt gehen und dort einkaufen und wer wirklich nichts zu fressen hat, kann ja in eine Suppenküche gehen. Fair ist, wenn jeder das Gleiche zahlt.
Macht die Tafeln gerne dicht.
Soll’se halt Kuchen essen.
Wäre toll wenn wir ein funktionierendes Sozialsystem hätten in dem Leute nicht gezwungen sind auf die Tafel zurückgreifen zu müssen. Mit Hartz 4 Parteien SPD und Grünen in der Regierung geht sowas anscheinend nicht anders.
Währenddessen streitet unser Land sich darüber ob man Haushalten mit 180.000€ Einkommen pro Jahr 1800€ pro Monat geben soll.
Höchster Steuersatz in Europa und wir sollen trotzdem Spenden
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Das die Tafel in einem der wohlhabendsten Länder überhaupt nötig ist , ist ein Armutszeugnis an unser Verteilungssystem.
Sind weniger Spenden nocht eigentlich eine positive Nachricht, das würde heißen es wird weniger weggeschmissen
Gibts schon ein Gesetz was das Spenden von Ablaufware regelt? Da wird auch noch eine Menge weggeschmissen. Naja obwohl zur Zeit wohl auch weniger so wie ich inzwischen mehrere fehlgriffe mit Gemüse hatte.
Die Tafeln übernehmen die Aufgabe die eigentlich der Staat hat.
🙁
Letztes Jahr gab es einen plötzlichen Zulauf von einer halben Million zusätzlichen Tafelbesuchern, durch die Inflation kamen noch mehr Leute.
Realpolitik ist wenn kein einziger Euro fließt.
Die Tafeln bewahren Hunderttausende vor Hunger und gehören in der nationalen Sicherheitsstrategie an die erste Stelle.
Der Leiter der Arche hat es in einem Interview mal auf den Punkt gebracht: “der Erfolg der Arche ist der Misserfolg der Gesellschaft”. Gilt für die Tafel denke ich genauso. Gleichzeitig beklagt die Tafel mindestens seit 2015 wachsende Belastung bei rückläufigen Spenden und das ist… jetzt 8 Jahre her.
Zur Wahrheit gehört auch, dass in allen Transfairleitungen Regelsätze für Lebensmittel vorgesehen sind. Hungern MUSS also tatsächlich niemand. Wenn man Geld beim Essen spart, kann man das jedoch an anderer Stelle einsetzen. Manche werden sich davon ein iPhone kaufen und mache werden damit den Sportverein für die Kinder bezahlen (BuT hin oder her). So oder so sind Diskussionen darüber wer es nötiger hat zur Tafel zu gehen fruchtlose Zuschreibungen, weil es keine homogenen Gruppen gibt und jeder Einzele individuelle Lebensumstände hat.
Insgesamt ist die Hemmschwelle zur Tafel zu gehen auch gesunken, was eine gute Sache ist.
Wenn es kein zur Schau stellen der Bedürftigen wäre, würde ich als Tafel paar Zelte vor dem Bundestag aufbauen und eine symbolische Versorgung aus deren Kantine fordern.
Sichtbar machen im Herzen der Demokratie bis Gesetze entstehen die solche Einrichtungen entlasten z.B dem Handel das wegwerfen von Lebensmitteln verbieten usw..
Genau deshalb ist es eine Katastrophe, wenn die Ärmsten von freiwilligen Spenden/Hilfen abhängig sind, dann wenn es am meisten gebraucht wird, kommt auch weniger.
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Einfach beschämend das sowas wie die Tafel bei uns überhaupt nötig ist…
Meine beste Freundin geht regelmäßig zur Tafel. Aufgrund der hohen Zahl von Flüchtlingsaufnahmen darf sie nur noch alle 3 statt 2 Wochen hin UND bekommt weniger. Die, die am wenigsten haben, müssen also noch mehr leiden…
True that. Ich helfe regelmäßig bei der Tafel aus und wir machen inzwischen schon eine Kiste mit angematschten Lebensmitteln, bzw. solchen, die wir eigentlich nicht mehr ausgeben dürften, damit sich die Leute selbst auf eigenes Risiko bedienen können. Kiste ist eig immer leer am Ende.
Und trotzdem werfen Unternehmen noch jede Menge Lebensmittel weg, die eigentlich noch gut sind. Könnte man gesetzlich verbieten, aber nein 🤷🏻
Es ist schlimm, dass es sowas wie die Tafel geben muss – es ist gut, dass es sowas gibt.
Wir erleben Deutschland im zweiten Jahr der Ampel, die Inflation enteignet immer weiter die Unter- und Mittelschicht während Unternehmen Rekordgewinne einfahren. Wohneigentum ist für die breite Masse unerreichbar geworden, währenddessen werden hunderte Milliarden für Rüstung bereit gestellt und Arme können sich Lebensmittel nicht mehr leisten.
Kurzer Hinweis: nicht nur Nahrungsmittel spenden. Es wird auch non-food gerne genommen.
(Wir haben letztes Jahr auf Arbeit unser Lager entrümpelt und Schubladen voll mit Scheuermilch, Seife und Co zu den Tafeln gebracht. Und die haben sich gefreut, dass sie etwas bekommen haben, das kein MHD hat und gespendet wurde.)
Die Tafel konkurriert halt mittlerweile mit Too Good To Go und anderen Alternativen.
Wieso spenden wenn man es für kleinen Taler noch unbequemer verkaufen kann?
Was vor kurzem noch an die Tafel vom Backer um die Ecke ging wird heute bei Too Good To Go verkauft.
Eigentlich ist rückläufige Spenden an die Tafel sogar eine gute Nachricht. Es bedeutet am Ende das hoffentlich weniger Müll weggeschmissen wird.
Die andere alternative das die Unternehmen die 30 Minuten Arbeit für die Tafel nicht mehr ausgeben wollen wär natürlich auch möglich. Wär halt interessant wie sich der Müll in der gleichen Zeit entwickelt hat.
Es hat einfach damit zu tun dass die Gesellschaft sich ändert. Vor allem bei Menschen aus orientalischen/südländischen Kulturen spendet man zwar weniger an Hilfsorganisationen, helfen aber sehr wenn es zum Beispiel um weit-entfernten Verwandten oder Bekannten geht. Beides hilft, nur wird das letzte oft nicht als Spenden erkannt.
Die “Armut” in Deutschland kommt nun langsam auch im Mittelstand an.
*Christian sagt Nö.*
True story:
Ich kenne eine Familie, die einen G von MB fährt, aber sich extra einen gebrauchten Polo angeschafft hat, um damit zur Tafel zu fahren.
ABER DENKT DENN IRGENDWER AN DIE ARMEN TOPVERDIENER?
In Frankreich ist das Wegschmeißen von Lebensmitteln gesetzlich untersagt. Die Bundesregierung muss ein ähnlich Gesetz auf den Weg bringen.
Die Unternehmen müssen dann innovativ werden und Lebensmittelverschwendung noch besser managen.
Die Tafeln sind aber auch echt übel teilweise. Nehmen massig Zeug nicht mit und die Mitarbeiter schieben selbst gern ein
Interessiert doch eh keinen Arsch.
Die Ruckläufigen Spenden sind super, denn ich finde diese ganzen Sonderangebote, To good to Gos, Tafeln, Food Sharing, Sammelaktionen, Rabatten, Punktesammeln etc extrem ärgerlich, denn ich habe das Gefühl mit meinem regulären Wocheneinkauf das halbe Volk quer zu subventionieren. In meiner 40 Stundenwoche habe ich in meiner Freizeit weder Zeit noch Energie den Aufwand zu fahren und das Billigessen einzusammeln.
Die Leute sollen einfach in den Supermarkt gehen und dort einkaufen und wer wirklich nichts zu fressen hat, kann ja in eine Suppenküche gehen. Fair ist, wenn jeder das Gleiche zahlt.
Macht die Tafeln gerne dicht.
Soll’se halt Kuchen essen.
Wäre toll wenn wir ein funktionierendes Sozialsystem hätten in dem Leute nicht gezwungen sind auf die Tafel zurückgreifen zu müssen. Mit Hartz 4 Parteien SPD und Grünen in der Regierung geht sowas anscheinend nicht anders.
Währenddessen streitet unser Land sich darüber ob man Haushalten mit 180.000€ Einkommen pro Jahr 1800€ pro Monat geben soll.
Höchster Steuersatz in Europa und wir sollen trotzdem Spenden