
>#Innsbruck ist dicht verbaut, trotzdem bleibt der Druck am Wohnungsmarkt groß. Die Einführung der Leerstandsabgabe im Jänner 2023 soll für eine Entlastung sorgen. Seither ist der Anteil der ungenutzten Wohnungen um 0,4 Prozent auf 8,7 Prozent gesunken.
>Innsbruck – Horrende Mietpreise, knappes Angebot, extreme Konkurrenz unter Wohnungssuchenden: Der Druck auf dem Wohnungsmarkt in Innsbruck ist groß, das spüren vor allem jene, die in der Landeshauptstadt auf der Suche nach einer Bleibe sind. Gleichzeitig stehen in der Stadt 3071 Wohnungen leer, wie das aktuelle und mittlerweile fünfte Leerstandsmonitoring der Stadt zeigt, welches am Donnerstag veröffentlicht wurde. Damit sank die Leerstandsquote um 0,4 Prozent auf derzeit 8,7 Prozent.
>Demnach liegt der Wohnungsbestand in Innsbruck bei 78.791 Wohnungen, davon wurden laut Aussendung der Stadt bis jetzt 39.561 Wohnungen (50,2 Prozent) im Referat für Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) korrigiert. Heißt, die Wohnungen wurden in Bezug auf Nutzungsart, Nutzfläche, Topbezeichnung und Meldedaten richtig abgebildet. Im Jänner 2023 kamen weitere 4034 Wohnungen hinzu.
>Von den korrigierten Wohnungen befanden sich 35.457 am Stichtag der Auswertung am 1. Juli 2023 seit mindestens sechs Monaten im Monitoring. Davon standen der Erhebung zufolge 3071 Wohnungen im vergangenen halben Jahr leer. Der größte Teil des Leerstands, rund 77 Prozent, wurde seit mindestens einem Jahr weder als Haupt- noch als Nebenwohnsitz genutzt.
>Um den Leerstand entgegenzuwirken, wurde am 1. Jänner eine Leerstandsabgabe eingeführt (Freizeitwohnsitz- und Leerstandsabgabegesetz), um so Eigentümern zur Vermietung ihrer Wohnungen zu bringen und für eine Entlastung des Wohnungsmarkts zu sorgen.
>„Wohnraum in Innsbruck ist knapp, begrenzt und teuer. Mit dem Leerstandsmonitoring, das vom Referat Gebäude- und Wohnungsregister in Kooperation mit dem Referat Statistik und Berichtswesen gemacht wird, wurde für die Landeshauptstadt Innsbruck eine wichtige Schnittstelle geschaffen, um das Thema Leerstand transparent aufzuarbeiten. In Bezug auf die Leerstandsabgabe lässt das dadurch erhaltene Datenmaterial wichtige Rückschlüsse zu“, führt Bürgermeister Georg Willi die Beweggründe für die Innsbrucker Initiative aus.
>Leerstand bei neuen Wohnungen
Auch für den größten Teil der im Jahr 2022 fertiggestellten Wohnungen lässt sich der Aussendung der Stadt zufolge eine Leerstandsquote ermitteln. 776 der im Jahr 2022 finalisierten Einheiten befanden sich zum Stichtag im Juli bereits sechs oder mehr Monate im Leerstandsmonitoring. 100 dieser Einheiten (12,9 Prozent) standen zum Auswertungszeitpunkt seit einem halben Jahr durchgehend leer.
>Von den 100 ungenutzten Wohnungen entfielen neun auf gemeinnützige Bauträger und 22 auf Privatpersonen als Bauträger, 69 Wohnungen wiesen einen gewerblichen Bauträger auf. Damit lassen sich 91 Prozent der leerstehenden Wohnungen mit Fertigstellungsdatum 2022 Privatpersonen oder gewerbliche Bauträger zuordnen, Wohnungen gemeinnütziger Bauträger spielen damit eine untergeordnete.
by Ferina27
2 comments
Innsbruck ist einfach fast so teuer wie München (!) und in Sachen Arbeitsmarkt, Bezahlung etc. unterste Schublade in Österreich. Man muss diese Stadt schon echt gern haben um hier zu wohnen..
Wer keine Wohnung findet, soll halt ein Haus bauen. Sheesh.