“Einen Scheißdreck weiß die Forschung”, weiß man am ORF-3-Stammtisch

by Pumuckl4Life

5 comments
  1. Schwierige Sache. Einerseits will man die Leute reden lassen, andererseits reden sie mitunter Blödsinn. Aber wenn der ORF schon so ein Format wagt, dann sollte er es auch konsequent durchziehen und nicht schneiden. Nachträglich dann zu schneiden, zerstört die Glaubwürdigkeit der Sendung somit schon nach der ersten Ausgabe.

    Dass der Stammtisch unmoderiert ist, finde ich super, aber die Teilnehmer sollten vom Intellekt her schon ausgewogen sein. Wenn einer dabei ist, der Blödsinn redet, dann muss auch ein anderer dabei sein, der ihm Kontra geben kann.

  2. „Einen Scheißdreck weiß die Forschung“ würd ich als umgangssprachlich für „Je mehr ich weiß, um so mehr weiß ich, das ich nicht(s) weiß.“ einordnen.

    Grundsätzlich finde ich die Idee hinter dem Format gut, dass Schneide macht es aber irgendwie auch wieder obsolet. Vielleicht sollte mans mit einem Teil Bürger und einem Teil Wissenschaftlern besetzen. Wissenschaftler und nicht Experten!

    Als YouTube Format wäre es vermutlich interessanter, dann könnte man auch Quellen angeben.

  3. Es gibt viele Dinge die die Wissenschaft nicht weiß, aber sie lernt fast jeden tag dazu. Das ist aber genau der Punkt den Menschen oft nicht verstehen, weil wir schon in der Schule so getrimmt werden das das was in einem Buch steht die Wahrheit ist.

    Wenn heute ein Wissenschalftler etwas erzählt, und in eienr Woche etwas anderes, dann hat er nciht gelogen sondern dazugelernt, nur viele Menschen verstehen nicht das du als Wissenschaftler 10 Wege ausprobierst und vielleicht einer davon ein Ergebnis bringt.

    Das nächste Problem ist, vielen Leuten fehlt der Horizont das zu verstehen, weshalb oft eine vernünftige Diskussion nicht möglich ist.

  4. Fände ich eigentlich ein ganz gutes Format, wenn im Anschluss noch eine Folge kommt, in welcher die Menschen erklären wie sie zu ihren Ansichten kommen bzw. Quellen nennen. Dem wird dann gegenübergestellt, wie die Faktenlage aussieht.

    Nehmen wir den Satz “Einen Scheißdreck weiß die Forschung” – da soll der Zitierte darlegen, wie er zu der Ansicht kommt. Danach kommt ein Segment in welchem die Wissenschaftstheorie erläutert wird und wie diese zustande kam. Hilft wahrscheinlich auch dem Niveau der Sendung, weil man will ja selbst nicht als Idiot dastehen.

    Etwas ähnliches wünsche ich mir nämlich schon lange bei Interviews von Politikern. Soll der Brunner sagen, dass die Inflation durch die Löhne getrieben wird. Danach fragt man nach den Quellen, auf die er die Aussage stützt. Und dann soll man die Daten von IWF, EZB, Währungsfonds, FED zeigen – welche zum eindeutigen Schluss kommen, dass die Löhne ein sehr untergeordnete Rolle spielen. Dann weiß zumindestens jeder, der interessiert ist, dass Brunner bewusst lügt. Das war nur ein Beispiel, imho sollten so eine Nachbereitung Standard sein, besonders im ORF. Dann hat man nicht den Vorwurf Meinungsfreiheit zu beschränken, anderseits wird aber auch Falschinformation klar als solche kenntlich gemacht.

  5. Woher kommt eigentlich diese Begeisterung, die unqualifiziertesten Meinungen ins Rampenlicht zu stellen? Was bringt diese Sendung? Mit irgendwelchen random Leuten ohne Plan von irgendwas kann ich auch privat streiten, wozu das ganze ins Fernsehen bringen? Da wäre doch besser, stattdessen von mir aus eine Fragestunde oder eine zivilisierte Diskussion auf Grundlage entsprechender Quellen zu führen, das würde vllt was bringen, nicht nur unkommentierte Verbreitung von Schwachsinn

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