Klimaschutz: EU macht Greenwashing für Firmen zum Millionenrisiko

by donmonron

9 comments
  1. die armen konzerne dürfen nicht mehr so viel lügen. denkt doch mal an unsere wirtschaft.

  2. Paywall- Aber das was ich lesen kann, spricht von einem Entwurf. Ich würde gerne wissen, wie sicher dieses Ding durchgebracht wird.

    Habe da so meine Zweifel, dank der Konservativen und den Liberalen.

  3. Die Green Claims Directive setzt in Deutschland hauptsächlich auf das UWG auf, darin sind bereits irreführende Aussagen zu Produkten gegenüber Verbrauchern generell verboten. Neu ist aber, dass Unternehmen nun bei JEDER klimabezogenen Aussage eine unabhängige (teure) Bewertung und Zertifizierung einholen müssen, um einen Claim nutzen zu dürfen. Das wird ein Bürokratiebollwerk und wird noch sehr anstrengend.
    Noch ist es nicht aus der Entwurfsphase raus, aber sobald die Richtlinie verabschiedet ist, haben die Mitgliedsstaaten 18 Monate Zeit, diese umzusetzen.

  4. hier der Text:

    Düsseldorf. Noch werben viele Unternehmen mit Labeln wie „klimaneutral“ oder „CO2-neutral“, um sich bei den zunehmend umweltbewussten Verbrauchern zu profilieren. Doch das könnte sich rächen. Denn eine neue EU-Richtlinie gegen Greenwashing dürfte für die Wirtschaft zu einem unkalkulierbaren Millionenrisiko werden.

    „Die Auswirkungen sind von der Dimension vergleichbar mit denen des Dieselskandals“, warnt Christoph J. Crützen, Partner der Kanzlei Mayer Brown in Düsseldorf. „Künftig könnte für jede irreführende Werbeaussage ein empfindlich hohes Bußgeld drohen.“

    Der Richtlinienentwurf sieht Bußgelder von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor. „Die größte Gefahr für die Unternehmen ist, dass diese EU-Richtlinie in vielen Bereichen mittelbar rückwirkend gilt“, erklärt Experte Crützen. Das heißt, sie können für heutige Aussagen abgemahnt werden, wenn in spätestens zwei Jahren die Richtlinie in nationale Gesetze überführt ist.

    Noch ist die EU-Richtlinie nicht verabschiedet, es müssen noch letzte Details zwischen EU-Parlament und Mitgliedstaaten geklärt werden. Doch bei vielen Unternehmen ist bereits große Verunsicherung zu spüren. So zeigt eine aktuelle Untersuchung der Schweizer Dekarbonisierungsberatung South Pole von 1200 Unternehmen aus zwölf Ländern, dass bereits ein Viertel der Betriebe zu ihren Klimazielen schweigen – aus Angst vor Konsequenzen.

    Denn für Umweltorganisationen, die heute schon gegen Klimaaussagen klagen, wird die EU-Richtlinie ein scharfes Schwert. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) etwa begrüßt die neue Vorschrift. Werde der Gesetzentwurf umgesetzt, „werden besonders dreiste Umweltversprechen und nicht zertifizierte Label vom Markt verschwinden“, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, dem Handelsblatt.

    Greenwashing: TÜV könnte Klimawerbung der Firmen zertifizieren

  5. Ich hab eigentlich frustriert damit abgeschlossen das jeder Greenwashing betreibt. Sry an die dies ernsthaft versuchen, ich erkenne es nicht mehr.

    Aus der Perspektive schön das die Mühlen der EU zwar langsam aber mit Ambitionen mahlen.

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