Ausländische Fachkräfte über Deutschland: »Die Leute hier sind mir zu unterkühlt, direkt und unfreundlich«

by dirksn

20 comments
  1. Überraschend, dass in Deutschland eine andere Mentalität, als in ihren Herkunftsländern herrscht. /s

  2. > Die Leute hier sind mir zu unterkühlt, direkt und unfreundlich

    Eine Freundin von mir, die aus UK kommt meinte genau dasselbe zu mir.

    Ich selbst hatte nie wirklich ein Problem damit, womöglich auch deswegen, dass ich selbst aus dem Osteuropäischen Norden komme und dort die Leute ähnlich drauf sind, nur indirekt statt direkt.

    Die Freundin aus UK will DE nun verlassen und nach Dubai ziehen. Weil die Leute dort so offen und nett sind. big yikes

  3. Zum Glück strotzt der Standort in anderen Punkten wie niedrigen Steuern und leistungsgerechter Vergütung vor Attraktivität, das gleicht es aus.

  4. > »Die Leute hier sind mir zu unterkühlt, direkt und unfreundlich. Ich habe mich hier als Ausländerin nie wirklich wohlgefühlt. Auch ein ziemlicher Mangel an Flexibilität, interkultureller Sensibilität und Respekt für andere Kulturen ist mir aufgefallen«

    Wo hat sie bitte gearbeitet?!

    Und…

    Bei Merlin’s Rauschebart … was haben die Leute gegen klare, eindeutige Kommunikation? Wir arbeiten auf der Arbeit und sind nicht dafür da um Freundschaften zu schließen.

    Edit: Satzbau

  5. How are you?

    Ja weißt du. Frau hat mich verlassen, Kinder krank, Rücken leidet, Errektion fraglich, Geld knapp und Habeck sitzt in meinem Keller und reißt die Gasheizung raus. Und du so?

    Fine, thanks.

  6. Schwierig. Oft sind es einfach Unterschiede in der Mentalität, aber nicht zwingen Unfreundlichkeit. Jeder Ami wird dich sofort lieben und super umgarnen, aber das ist oft ohne Substanz. Hier braucht man halt manchmal bisschen länger.

  7. Während ich unterkühlt und unfreundlich auch als Probleme verstehe:

    Ist es wiklich so schlimm, „direkt“ zu sein oder verstehe ich es gerade irgendwie falsch?

    Unter “direkt“ verstehe ich, Klartext zu reden anstatt um den heißen Brei.

  8. Sprache und Kultur sind noch die kleinsten Probleme. Wieso genau sollte man als Fachkraft nach Deutschland? Ernstgemeinte Frage.

  9. Als Norweger schätze ich das sehr an den Deutschen. Kein fakes Küsschen hier, Küsschen da, man muss nicht so tun als ob man jeden mag.

    Und hier in der Pfalz finde ich die Leute auch nicht unterkühlt. Alles ziemlich entspannt hier.

  10. ,,2022 hatte Deutschland in den Kategorien Wohnen, digitale Infrastruktur, Sprache und Verwaltung von 52 untersuchten Ländern am schlechtesten abgeschnitten . 2023 hat sich daran nichts geändert: Von nun 53 Ländern landet Deutschland in diesen Kategorien wieder auf dem letzten Platz. Im Gesamtranking schneiden nur Südkorea, die Türkei, Norwegen und Kuwait noch schlechter ab als Deutschland (Platz 49).”

    Worum geht’s da nochmal? Bin ganz verwirrt mit der headline und dem Artikel irgendwie.

  11. Wenn ich sage, diese Leute aus einem anderen Land sind so, so und so, werde ich hier als rassistisch gebrandmarkt. Wenn mir jemand sagt, ich bin als Deutscher unfreundlich, direkt und kalt, zucke ich mit den Achseln, weil es gleichzeitig stimmt und nicht stimmt. Je nach Perspektive und Situation.

  12. Wer meint, sich hier als ausländische Fachkraft beschweren zu müssen, dessen Probleme lassen mich kalt und der kann mir gestohlen bleiben! Das muss man auch mal ganz direkt so sagen können!

  13. > Die Leute hier sind mir zu unterkühlt, direkt und unfreundlich. […] Auch ein ziemlicher Mangel an Flexibilität, interkultureller Sensibilität und Respekt für andere Kulturen ist mir aufgefallen

    Mhh… hier wäre eventuell ein Moment für Selbstreflexion. :/

    Also, nicht falsch verstehen, Deutschland ist ein Kulturschock für große Teile der Welt (und umgekehrt), aber so Sachen wie unsere Direktheit sind sozial und kulturell *extrem tief* eingegraben. Man kann IMO nicht ernsthaft fordern, dass sich hier wirklich die lokale Mentalität und das Sozialverhalten so tiefgreifend künstlich ändern soll, das wird nicht funktionieren. Ich würde mir sogar eher Sorgen machen, dass es die Akzeptanz in der Bevölkerung ohne Not *verringert*.

    Da müssen Expats halt durch, IMO. Wie alle Expats, auch Deutsche, durch solche Kulturschocks durch müssen. Das ist, solange wir keinen weltweiten soziokulturellen Einheitsbrei haben, unumgänglich.

  14. Ich hab diese Unterhaltung regelmäßig mit meiner Partnerin, weil ich deutsch, sie indisch. Mit entsprechender Expat-Bubble, wobei die Inder da meist als extrem selbstbezogen auffallen (heißt, sie bleiben fast alle unter sich, was ja auch okay ist). Die anderen sind die sogenannten begehrten Hochqualifizierten aus EU und USA.

    Und da trennt es sich halt. Schwierigkeiten mit Deutschland, oder auch Europa allgemein, haben sie alle, egal aus welchem Land. Ich hab auch genug Einblick genossen um jedem Deutschen sagen zu können: Die Bürokratie als Ausländer, vor allem nicht-EU, ist 100x schlimmer. Kafkaesk.

    Manche leben sich hier ein, weil sie das enge Sozialsystem, das ruhige Kleinstadtleben, die Natur, die Tarifverträge, was auch immer gut finden.

    Manche verzweifeln hier wegen der angeblichen Unfreundlichkeit, den hohen Steuern, dem (empfundenen oder echten) Rassismus oder bloß dem Wetter.

    Grundsätzlich bin ich ein großer Verfechter davon, Deutschland ein attraktiveres Land für Einwanderer zu machen (arbeite auch in einem Bereich, wo das dazu gehört), und da gibt es einiges zu tun.

    Aber viele Expats sind auch, sorry, einfach verwöhnte Brats. Können sie sich in den fraglichen Sparten halt auch leisten, hier konkurriert D mit Schweiz, USA, Kanada, Dubai etc. Da gilt dasselbe wie für Deutsche, die immer von Auswandern in die USA reden: Wenn dir halt dein disposable income und Luxus und diese ganz spezielle Definition von Freiheit wichtig sind, dann sollte man dich nicht aufhalten. Das gilt für alle Menschen unabhängig von der Nationalität, für jeden gibt’s eine Kultur, die besser passt.

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