Der ideale Staat: So beschreiben Bundespolitiker ihre gesellschaftlichen Utopien

by electric_sheep1984

6 comments
  1. Mein Vater war Bergmann. Als Ministerpräsident habe ich die letzte Zeche geschlossen. Ich weiß was Veränderung bedeutet.

    Jetzt geht es um unser ganzes Land. Ein Land der digitalen Dichter und Denker. Das stelle ich mir unter einem modernen Deutschland vor.

    Ich bin Armin Laschet, und ich weiß, daß wir das können.

  2. Was für eine schöne Artikelidee, mal Leuten solche Fragen zu stellen.

    Vorallem auch um die Paralellen zu sehen. FDP und die Linke scheinen sich da im Ziel recht einig zu sein:

    “Das Fundament dieses Staates basiert auf Toleranz und individueller Freiheit.”

    “Menschen sollen frei von existenziellen Sorgen leben können.”

    “Das Leben in meiner Utopie ist frei von Existenzangst.”

    “In meiner Utopie ist das Leben viel freier und selbstbestimmter als heute.”

    Ansonsten typisches Geschwafel von Frau Weidel. Es ist ja klar, dass die keinerlei öffentliches Ziel haben, da deren eigentliches Ziel höchstwarscheinlich verfassungsfeindlich ist.

    Der CDU-Vetreter hat da ein sehr viel sinnvolleres und vor allem koheränteres Weltbild, und beleuchtet konservatives Denken sehr gut. Das kann man ja sogar respektieren.

    Achso, und wenn Frau Weidel nochmal auf die Schnappsidee kommt die Nachkriegswirtschaft als “Ideologiefrei” zu bezeichnen, dann geh ich ihr persönlich das mal erklären. Da ist verflucht viel ideologische Erneuerung und Gedanken reingeflossen, sei das Rüstow, Müller-Armack oder Euken, oder vielleicht sogar Oppenheimer, je nachdem wo man hier den Start der Idee sehen will.

  3. Was faselt der CSU Mann da eigentlich für eine Scheiße?

    > Dort wo eine politische Ideologie an die Stelle Gottes trat

    Falls er das dritte Reich meint… Die Psychoanalyse hat deutlich herausgestellt, dass selbst Hitler sich krampfhaft “dem Schicksal” oder Gott untergeordnet hat. Außerdem tritt Politik nicht an Stelle von Gott. Diese Welt tritt an Stelle einer Projektion. Wir brauchen, um in dieser Welt Politik zu machen, Säkularität.

    > Anspruch […] , nicht mehr allein von den vorletzten, sondern den letzten Dingen zu handeln

    Klingt sehr nach Religion.

    > dort, wo Politik Ersatzreligion wurde und glaubte, den Menschen durch den Menschen erlösen zu können;

    Und dann spricht er selbst die “letzten Dinge”, nämlich Erlösung an… Außerdem bezeichnet er Politik als Ersatzreligion. Kirche und Staat gehören getrennt, nicht die Kirche ersetzt durch den Staat. Darin steckt ein religiös-politischer Machtanspruch, der mir extrem zuwider ist. Wie kann es heutzutage so offensichtlich regressive Kacke geben… Ach ja, ist ja die Utopie der CSU, kein Wunder.

    > dort, wo in der Politik nicht mehr um Interessen, sondern um „Wahrheit“ gerungen wurde, ging die Freiheit verloren.

    Er stellt es dar als gäbe es einen Widerstreit zwischen Interessen und Wahrheit. Als könne man entweder Interessen verfolgen oder sich der Wahrheit verpflichten…

    Dort wo politische Interessen aus “verschiedenen Wahrheiten” entstehen, stecken wir in der postfaktischen Krise. Das hat mit Freiheit nur in der Art zu tun, dass Menschen sich in der Freiheit wähnen über Wahrheit zu stehen, und diese selbst entscheiden zu können.

  4. Alice Weidel:

    >Völlig vergessen scheint, dass es die ideologiefreie Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit war, der wir, neben dem Fleiß der Bürger, den Wohlstand Deutschlands verdanken.

    Spricht sich Alice Weidel grade für mehr Zuwanderung aus oder hat sie irgendwie vergessen, dass das deutsche Wirtschaftswunder auch durch Millionen von Gastarbeitern nicht nur, aber auch, aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern möglich wurde? Diese Art “ideologiefreier” Politik scheint sie tatsächlich vergessen zu haben.

  5. Interessante Idee, allerdings wenig konkret und wieder einmal entlarvt sich die AfD in ihrer stumpfen Polemik und Unwissenheit. Die Antwort der Linken war die mit der ich mich am Besten identifizieren kann, bei der FDP weiß man leider ja, dass in der Freiheit auch der ganze Wirtschaftsliberalitätsschmarrn steckt.

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