Hitze, Dürre, Starkregen: So schlecht ist Deutschland vorbereitet

by correctiv_org

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  1. Ein sehr treffendes Beispiel ist das Starkregenereignis vom 22.06.2023 in Kassel. Bei 46,8 mm Niederschlag war das Abwassersystem in Kassel deutlich überfordert.

    In Japan treten vergleichbare Starkregenereignisse in vielen Ortschaften mehrmals jährlich auf. Oftmals sind japanische Starkregenereignisse um ein Vielfaches schlimmer als das deutsche Pendant.

    In besonders gefährdeten Regionen für Überschwemmungen wie in Wuppertal ist in der Bundesrepublik erschreckend wie wenig Infrastruktur zur Bewältigung von Starkregenereignissen gebaut wird. Fast jedes Jahr erleidet die Innenstadt von Wuppertal schwere Schäden durch Überschwemmungen. In Japan haben viele Flüsse selbst innerhalb der gleichen Stadt einen mäandrierenden Charakter wie beispielsweise der Oi River in Yaizu.

    Grundsätzlich braucht’s in Deutschland ein wesentlich besseres Verständnis für Wassermanagement. Eigentlich darf eine Stadt bei 50 – 100 mm Niederschlag innerhalb weniger Stunden **keine** schweren Schäden erleiden. Das Ahrtal hätte beispielsweise als Modellregion flutsicher aufgebaut werden können. In der Realität überwiegend eher eine “Immer weiter so” – Mentalität, beispielsweise wird die B 266 in Heimersheim nahe der Ahr exakt so wieder aufgebaut wie vor der Flut. In Zeiten zunehmender Extremwetterereignisse wird ein gutes und überregionales Wassermanagement immer wichtiger.

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