Profil hat den Sachverhalt und Ablauf sehr gut Zusammengefasst. @Mods kann auch gern den Kroneartikel löschen wenn nur einer stehen bleiben darf.
> „Lieber Thomas – ich muss dich bitte fragen – könntest du mit deinen Kollegen reden? Begründung warum Zinsnachlass ohne auf Schuldzuweisungen? Dank. Und sorry aber ich muss naechste Woche Einspruch machen. Sigi“
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> Mit anderen Worten: Ein steuerpflichtiger Österreicher wendete sich Anfang 2017 an die politische Führung des Finanzministeriums mit dem Ersuchen, ihn bei der Anfechtung eines Steuerbescheids zu unterstützen.
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> Der Mitarbeiter im Kabinett Schelling schrieb an Schmid: „Weiß nicht genau was er meint.. ich frag am Montag … nach was da los ist..“
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> Darauf Thomas Schmid: „Bitte treffe seinen Steuerberater am Montag … Chef hat ihm das zugesagt.“
>
> Der „Chef“ im Finanzressort, das war zu diesem Zeitpunkt Hans Jörg Schelling.
.
> „Vergiss nicht – du hackelst in einem ÖVP Kabinett!! Du bist die Hure für dich reichen!“
>
> Gemeint offensichtlich: Die Hure für die Reichen. Klarer kann man Klientelpolitik eigentlich nicht mehr definieren.
>
> Die Botschaft löste beim Empfänger lesbar Erleichterung aus:
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> „Danke, dass wir das so offen besprechen können!“, antwortete der Kabinettsmitarbeiter.
>
> Darauf Schmid: „Bitte drohe mir jetzt nicht mit der arbeitetkammer :-))“
>
> Darauf der Mitarbeiter: „Ich werde mir das für schlechtere Zeiten aufheben“
.
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> Die WKStA hegt den Verdacht, dass bei jenem mutmaßlichen Treffen an der Autobahnraststation südlich von Wien Wolf der Beamtin gesagt hat, er werde sie bei ihrer Karriere unterstützen und könne bei Thomas Schmid diesbezüglich intervenieren – sofern sie seinen Steuerantrag zu seinen Gunsten behandle. Die Beamtin habe das unlautere Angebot angenommen, und zwar mit Blick auf eine Bewerbung für eine neue, von ihr angestrebte Stelle in einem anderen Finanzamt. Einen Tag später schrieb Wolf an Schmid: „Thomas guten Morgen!! Ich habe mit der Dame aus we Neustadt geredet. Sie will … (Anm.: An dieser Stelle steht der Name des begehrten Finanzamtes.) – ich sagte ihr es wird überlegt und sie soll ihr / Thema erledigen !! …“
.
> Morgen Dienstag Hearing ab 9 Uhr.“ Wolf antwortete mit Daumen nach oben: „ich frage ….“
>
> Zwei Tage später, am 18. Juli 2018, erkundigte sich Wolf bei Schmid: „Lieber Thomas – war das hearing unserer Dame … gestern ok ? Sigi“. Die Antwort des damaligen BMF-Generalsekretärs: „Klar“. Wolf antwortete mit vier Daumen nach oben und schrieb der Beamtin: „… hoere gerade – hearing ist top !! gelaufen“. Die glückliche Finanzbeamtin bedankte sich zunächst mit Smileys, tags darauf auch mit Worten: „Nochmals thanks!!!!!!!! ‚scheine dem Herrn Bundesminister … vorgeschlagen zu sein‘“. Wolf replizierte weltmännisch: „With pleasure …. du gibst einfach einen aus !!“
Und jetzt find ichs fast schad, dass der Basti nimma im Amt ist.
Seine Ausreden zu dem Thema hätt ich gern gesehen
Der ORF sendet nix hallo?!?!
Das bestätigt wieder mal, nur durch Unehrlichkeit wird man reich.
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Profil hat den Sachverhalt und Ablauf sehr gut Zusammengefasst. @Mods kann auch gern den Kroneartikel löschen wenn nur einer stehen bleiben darf.
> „Lieber Thomas – ich muss dich bitte fragen – könntest du mit deinen Kollegen reden? Begründung warum Zinsnachlass ohne auf Schuldzuweisungen? Dank. Und sorry aber ich muss naechste Woche Einspruch machen. Sigi“
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> Mit anderen Worten: Ein steuerpflichtiger Österreicher wendete sich Anfang 2017 an die politische Führung des Finanzministeriums mit dem Ersuchen, ihn bei der Anfechtung eines Steuerbescheids zu unterstützen.
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> Der Mitarbeiter im Kabinett Schelling schrieb an Schmid: „Weiß nicht genau was er meint.. ich frag am Montag … nach was da los ist..“
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> Darauf Thomas Schmid: „Bitte treffe seinen Steuerberater am Montag … Chef hat ihm das zugesagt.“
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> Der „Chef“ im Finanzressort, das war zu diesem Zeitpunkt Hans Jörg Schelling.
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> „Vergiss nicht – du hackelst in einem ÖVP Kabinett!! Du bist die Hure für dich reichen!“
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> Gemeint offensichtlich: Die Hure für die Reichen. Klarer kann man Klientelpolitik eigentlich nicht mehr definieren.
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> Die Botschaft löste beim Empfänger lesbar Erleichterung aus:
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> „Danke, dass wir das so offen besprechen können!“, antwortete der Kabinettsmitarbeiter.
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> Darauf Schmid: „Bitte drohe mir jetzt nicht mit der arbeitetkammer :-))“
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> Darauf der Mitarbeiter: „Ich werde mir das für schlechtere Zeiten aufheben“
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> Die WKStA hegt den Verdacht, dass bei jenem mutmaßlichen Treffen an der Autobahnraststation südlich von Wien Wolf der Beamtin gesagt hat, er werde sie bei ihrer Karriere unterstützen und könne bei Thomas Schmid diesbezüglich intervenieren – sofern sie seinen Steuerantrag zu seinen Gunsten behandle. Die Beamtin habe das unlautere Angebot angenommen, und zwar mit Blick auf eine Bewerbung für eine neue, von ihr angestrebte Stelle in einem anderen Finanzamt. Einen Tag später schrieb Wolf an Schmid: „Thomas guten Morgen!! Ich habe mit der Dame aus we Neustadt geredet. Sie will … (Anm.: An dieser Stelle steht der Name des begehrten Finanzamtes.) – ich sagte ihr es wird überlegt und sie soll ihr / Thema erledigen !! …“
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> Morgen Dienstag Hearing ab 9 Uhr.“ Wolf antwortete mit Daumen nach oben: „ich frage ….“
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> Zwei Tage später, am 18. Juli 2018, erkundigte sich Wolf bei Schmid: „Lieber Thomas – war das hearing unserer Dame … gestern ok ? Sigi“. Die Antwort des damaligen BMF-Generalsekretärs: „Klar“. Wolf antwortete mit vier Daumen nach oben und schrieb der Beamtin: „… hoere gerade – hearing ist top !! gelaufen“. Die glückliche Finanzbeamtin bedankte sich zunächst mit Smileys, tags darauf auch mit Worten: „Nochmals thanks!!!!!!!! ‚scheine dem Herrn Bundesminister … vorgeschlagen zu sein‘“. Wolf replizierte weltmännisch: „With pleasure …. du gibst einfach einen aus !!“
Und jetzt find ichs fast schad, dass der Basti nimma im Amt ist.
Seine Ausreden zu dem Thema hätt ich gern gesehen
Der ORF sendet nix hallo?!?!
Das bestätigt wieder mal, nur durch Unehrlichkeit wird man reich.