Da drin können wir ja dann die jährlichen 1,5 Millionen ausländischen Fachkräfte unterbringen, die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer gefordert hat /s
Edit: nicht missverstehen bitte, ich hab nix gegen ausländische Fachkräfte
Finde es immer lustig wenn von allen Seiten sozialer Wohnungsbau gefordert wird und dann immer mit allen möglichen Argumenten um den heißen Brei geredet wird warum der Staat da nicht stärker einsteigt.
Es ist einfach ein Money Pit den sich keiner anziehen will. Es wären genug Grundstücke in öffentlicher Hand um mal einen großen Anfang zu machen.
Sozialer Wohnungsbau kostet langfristig viel da die Mieteinnahmen nicht ausreichen. Dann wird der Bestand runter gewirtschaftet und es kommt zur Abwärtsspirale.
Die ganzen Wohnungsgenossenschaften leben auch nur vom abnutzen des billigen Bestands. Bei Neubauten sind keine sozialen Mieten zu erreichen , wird halt quersubventioniert.
Jede Gemeinde/Bezirk ist froh wenn der Nachbar das Problem übernimmt sagt auch jeder Bürgermeister/Gemeinderat hinter vorgehaltener Hand.
Die EZB will das weniger gebaut wird, die Politik sollte diesen Kampf nicht beginnen, denn sie wird verlieren. Egal wieviel Förderungen sich die Politik für Wohnungsbau ausdenkt, die EZB muss die Zinsen nur nochmal leicht erhöhen und der Effekt verpufft. Außer abwarten bis die Zinsen wieder fallen bleibt nicht viel. Oder Druck auf die EZB ausüben, niemand ist wirklich unabhängig.
Die aktuelle Bundesregierung hat einfach fundamental kein Interesse daran, das Problem des Wohnraummangels zu lösen.
Als der Wirtschaftsminister Anfang 2022 damals ein altes Förderprogramm gestoppt hat, [hat er noch eine sinnvollere Neuauflage versprochen](https://www.rnd.de/politik/stopp-der-kfw-foerderung-robert-habeck-will-steuergelder-sinnvoller-einsetzen-E7OQ4LW2VAYRPG2Y6PK6B5DA44.html). Die haben wir dann 2023 gesehen: [Statt wie bisher fünf Milliarden Euro Neubau Förderung pro Quartal gibt’s vom Wirtschaftsministerium keinerlei Neubauförderung mehr](https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wohnungsbau-167.html). Für die ist jetzt komplett die Bauministerin zuständig, die ganze zwei Milliarden verteilen darf. Jetzt verspricht der Wirtschaftsminister wieder vage, [die Bauindustrie am Leben zu erhalten, vielleicht noch in irgendwelchen Fonds etwas Geld zu finden und in der Bundesregierung für mehr Neubauförderung zu werben.](https://www.tagesspiegel.de/politik/um-krise-zu-verhindern-verbandebundnis-fordert-50-milliarden-fur-den-wohnungsbau-9689555.html). Das Versprechen kommt aus einem Haus, welches dieses Jahr mit 13 Milliarden klimafreundliche Renovierungen subventioniert, die keinen neuen Wohnraum schaffen. Dieser Rückgang der Förderung fand vor einer Kulisse von wiederholten Zinssteigerungen, gesteigerten Baustandards und komplett mutloser Planung für die Zukunft statt: Die Bauministerin plant etwa 160 Regelungen abzuschaffen und bis zum Ende der Legislaturperiode die Baugenehmigung zu digitalisieren. Die Tatsache, dass wir 16 Länder haben, die alle eigene Baustandards setzen, scheint niemanden zu interessieren.
[ Etwa 8,6 Millionen Menschen in Deutschland haben zu wenig Wohnraum. Im vergangenen Jahr lebten damit 10,5 Prozent der Bevölkerung in Wohnungen, die nach europäischer Definition als überbelegt gelten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Besonders hoch ist der Anteil unter den Alleinerziehenden mit 28,4 Prozent. Bei Familien mit drei und mehr Kindern sind es sogar 30,7 Prozent.](https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/zu-wenig-wohnraum-101.html) Wenn diese Koalition, wie sie es oft verspricht, nachhaltig Familien und Kindern halfen will, können wir nicht einfach in einem Markt mit wachsender Nachfrage und stagnierendem Angebot mit immer offeneren Händen Wohngeld und die geplante Kindergrundsicherung austeilen. Wenn nicht genügend Wohnungen da sind, sind einfach nicht genügend Wohnungen da. Ein günstiger Weg, Familien, Flüchtlingen und anderen benachteiligten Gruppen zu helfen, wäre es, endlich Tempo beim Wohnungsbau zu machen und die Angebotslage zu verbessern.
War da nicht was mit #wirHabenPlatz? Haben wir vielleicht doch keinen Platz? Mmh…
1 Milliarde für Neubauten (das Land Berlin hat für sozialen Wohnungsbau 750 Millionen im Etat der nächstes Jahr verdoppelt werden soll) und 13 Milliarden für Klimasanierungen. Und sich dann über schlechte Wahlumfragen und solche Nachrichten wundern.
Wen wunderts wenn unser toller Wirtschaftminister letztens praktisch alle Förderungen fürn Bau gestoppt hat…. Hätt ja keiner ahnen können.
Geywitz hat zwar ihrerseits die Förderungen erhöht, aber das kann nicht die gestrichenen Förderungen ausgleichen (und ist schlecht konzipiert, weil kaum wer Anrecht drauf hat).
Und die Flüchtlingszahlen steigen auch wieder. Man kann zu dem Thema stehen wie man will aber eines ist klar: Wenn die Menschen lange in Containervierteln rumlungern müssen, ist das Gift für die Integration.
2024 könnte der absolute Wohnungsraumsupergau passieren.
Solange die mein Haus mit der Wohnung in der ich wohne nicht abreißen, werde ich wohl einfach hier bleiben müssen. Mich würde es nicht überraschen, wenn in Zukunft die Eltern in Ballungsgebieten die Mietwohnung an ihre Kindern „vererben“ müssen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses System immanente Dauerwachstum nicht mehr wirklich gut funktioniert.
GENAU DAS BRAUCHT MAN IN ZEITEN VON MIETENEXPLOSION UND WOHNUNGSNOT JAWOLLJA
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Da drin können wir ja dann die jährlichen 1,5 Millionen ausländischen Fachkräfte unterbringen, die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer gefordert hat /s
Edit: nicht missverstehen bitte, ich hab nix gegen ausländische Fachkräfte
Finde es immer lustig wenn von allen Seiten sozialer Wohnungsbau gefordert wird und dann immer mit allen möglichen Argumenten um den heißen Brei geredet wird warum der Staat da nicht stärker einsteigt.
Es ist einfach ein Money Pit den sich keiner anziehen will. Es wären genug Grundstücke in öffentlicher Hand um mal einen großen Anfang zu machen.
Sozialer Wohnungsbau kostet langfristig viel da die Mieteinnahmen nicht ausreichen. Dann wird der Bestand runter gewirtschaftet und es kommt zur Abwärtsspirale.
Die ganzen Wohnungsgenossenschaften leben auch nur vom abnutzen des billigen Bestands. Bei Neubauten sind keine sozialen Mieten zu erreichen , wird halt quersubventioniert.
Jede Gemeinde/Bezirk ist froh wenn der Nachbar das Problem übernimmt sagt auch jeder Bürgermeister/Gemeinderat hinter vorgehaltener Hand.
Die EZB will das weniger gebaut wird, die Politik sollte diesen Kampf nicht beginnen, denn sie wird verlieren. Egal wieviel Förderungen sich die Politik für Wohnungsbau ausdenkt, die EZB muss die Zinsen nur nochmal leicht erhöhen und der Effekt verpufft. Außer abwarten bis die Zinsen wieder fallen bleibt nicht viel. Oder Druck auf die EZB ausüben, niemand ist wirklich unabhängig.
Die aktuelle Bundesregierung hat einfach fundamental kein Interesse daran, das Problem des Wohnraummangels zu lösen.
Als der Wirtschaftsminister Anfang 2022 damals ein altes Förderprogramm gestoppt hat, [hat er noch eine sinnvollere Neuauflage versprochen](https://www.rnd.de/politik/stopp-der-kfw-foerderung-robert-habeck-will-steuergelder-sinnvoller-einsetzen-E7OQ4LW2VAYRPG2Y6PK6B5DA44.html). Die haben wir dann 2023 gesehen: [Statt wie bisher fünf Milliarden Euro Neubau Förderung pro Quartal gibt’s vom Wirtschaftsministerium keinerlei Neubauförderung mehr](https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wohnungsbau-167.html). Für die ist jetzt komplett die Bauministerin zuständig, die ganze zwei Milliarden verteilen darf. Jetzt verspricht der Wirtschaftsminister wieder vage, [die Bauindustrie am Leben zu erhalten, vielleicht noch in irgendwelchen Fonds etwas Geld zu finden und in der Bundesregierung für mehr Neubauförderung zu werben.](https://www.tagesspiegel.de/politik/um-krise-zu-verhindern-verbandebundnis-fordert-50-milliarden-fur-den-wohnungsbau-9689555.html). Das Versprechen kommt aus einem Haus, welches dieses Jahr mit 13 Milliarden klimafreundliche Renovierungen subventioniert, die keinen neuen Wohnraum schaffen. Dieser Rückgang der Förderung fand vor einer Kulisse von wiederholten Zinssteigerungen, gesteigerten Baustandards und komplett mutloser Planung für die Zukunft statt: Die Bauministerin plant etwa 160 Regelungen abzuschaffen und bis zum Ende der Legislaturperiode die Baugenehmigung zu digitalisieren. Die Tatsache, dass wir 16 Länder haben, die alle eigene Baustandards setzen, scheint niemanden zu interessieren.
[ Etwa 8,6 Millionen Menschen in Deutschland haben zu wenig Wohnraum. Im vergangenen Jahr lebten damit 10,5 Prozent der Bevölkerung in Wohnungen, die nach europäischer Definition als überbelegt gelten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Besonders hoch ist der Anteil unter den Alleinerziehenden mit 28,4 Prozent. Bei Familien mit drei und mehr Kindern sind es sogar 30,7 Prozent.](https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/zu-wenig-wohnraum-101.html) Wenn diese Koalition, wie sie es oft verspricht, nachhaltig Familien und Kindern halfen will, können wir nicht einfach in einem Markt mit wachsender Nachfrage und stagnierendem Angebot mit immer offeneren Händen Wohngeld und die geplante Kindergrundsicherung austeilen. Wenn nicht genügend Wohnungen da sind, sind einfach nicht genügend Wohnungen da. Ein günstiger Weg, Familien, Flüchtlingen und anderen benachteiligten Gruppen zu helfen, wäre es, endlich Tempo beim Wohnungsbau zu machen und die Angebotslage zu verbessern.
War da nicht was mit #wirHabenPlatz? Haben wir vielleicht doch keinen Platz? Mmh…
1 Milliarde für Neubauten (das Land Berlin hat für sozialen Wohnungsbau 750 Millionen im Etat der nächstes Jahr verdoppelt werden soll) und 13 Milliarden für Klimasanierungen. Und sich dann über schlechte Wahlumfragen und solche Nachrichten wundern.
Wen wunderts wenn unser toller Wirtschaftminister letztens praktisch alle Förderungen fürn Bau gestoppt hat…. Hätt ja keiner ahnen können.
Geywitz hat zwar ihrerseits die Förderungen erhöht, aber das kann nicht die gestrichenen Förderungen ausgleichen (und ist schlecht konzipiert, weil kaum wer Anrecht drauf hat).
Und die Flüchtlingszahlen steigen auch wieder. Man kann zu dem Thema stehen wie man will aber eines ist klar: Wenn die Menschen lange in Containervierteln rumlungern müssen, ist das Gift für die Integration.
2024 könnte der absolute Wohnungsraumsupergau passieren.
Solange die mein Haus mit der Wohnung in der ich wohne nicht abreißen, werde ich wohl einfach hier bleiben müssen. Mich würde es nicht überraschen, wenn in Zukunft die Eltern in Ballungsgebieten die Mietwohnung an ihre Kindern „vererben“ müssen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses System immanente Dauerwachstum nicht mehr wirklich gut funktioniert.
GENAU DAS BRAUCHT MAN IN ZEITEN VON MIETENEXPLOSION UND WOHNUNGSNOT JAWOLLJA