Ist doch eh alles Kinderkacke, was da seit Jahren kursiert.
Vor 50 jahren hat mir ein !fremder! Mann eine !spritze! in den Hintern gejagt.
Ungefragt. Und !ohne! meine Erlaubnis.
An Leute die das amerikanische Rechtssystem kennen:
Würde er wirklich freigesprochen oder wurden einfach Verfahren eingestellt weil weder schuld noch Unschuld bewiesen werden konnte?
Ich lese und höre Thomas Fischer sehr gerne. Er ist sehr gut darin, rechtliche Themen einzuordnen, besonders wenn die Medien in solchen Fällen versagen. Gerade in der letzten Zeit sehen Journalisten ihre Rolle offenbar auch mehr in der Verbreitung einer Haltung als in neutraler Berichterstattung, selbst im öffentlich rechtlichen, der sonst ja lange als neutral und unabhängig galt.
Die Kolumne mit dem Hinweis, doch mal Lehren draus zu ziehen, erscheint hervorragender Weise im Spiegel, der gerade mit den Anwälten Schertz Bergmann von Till Lindemann darüber herumprozessiert, was von deren Berichterstattung rechtlich zulässig war und was nicht (und verlor dabei in rund der Hälfte der streitbaren Passagen). Und auch jetzt wieder erschien im Spiegel ein neuer Artikel zur Causa Lindemann, der zwischen strafrechtlicher Relevanz und moralischer Verwerflichkeit nicht so recht differenzieren mag. Es ist menschlich nachvollziehbar, dass man da jetzt nachlegt, aber objektiv wird, egal wie das ganze juristisch ausgeht, dafür gesorgt, dass möglichst viel ‘moralisch’ kleben bleibt.
Ein wenig mehr objektive Berichterstattung, ein wenig mehr rechtliche Einordnung, ein bisschen weniger hysterischer Haltungsjournalismus würde zwar kurzfristig weniger Klicks generieren, langfristig aber auch das allgemeine Vertrauen in die Medien verbessern. Der Spiegel sollte zwischendurch seine eigenen Kolumnen lesen und beherzigen.
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Ist doch eh alles Kinderkacke, was da seit Jahren kursiert.
Vor 50 jahren hat mir ein !fremder! Mann eine !spritze! in den Hintern gejagt.
Ungefragt. Und !ohne! meine Erlaubnis.
An Leute die das amerikanische Rechtssystem kennen:
Würde er wirklich freigesprochen oder wurden einfach Verfahren eingestellt weil weder schuld noch Unschuld bewiesen werden konnte?
Ich lese und höre Thomas Fischer sehr gerne. Er ist sehr gut darin, rechtliche Themen einzuordnen, besonders wenn die Medien in solchen Fällen versagen. Gerade in der letzten Zeit sehen Journalisten ihre Rolle offenbar auch mehr in der Verbreitung einer Haltung als in neutraler Berichterstattung, selbst im öffentlich rechtlichen, der sonst ja lange als neutral und unabhängig galt.
Die Kolumne mit dem Hinweis, doch mal Lehren draus zu ziehen, erscheint hervorragender Weise im Spiegel, der gerade mit den Anwälten Schertz Bergmann von Till Lindemann darüber herumprozessiert, was von deren Berichterstattung rechtlich zulässig war und was nicht (und verlor dabei in rund der Hälfte der streitbaren Passagen). Und auch jetzt wieder erschien im Spiegel ein neuer Artikel zur Causa Lindemann, der zwischen strafrechtlicher Relevanz und moralischer Verwerflichkeit nicht so recht differenzieren mag. Es ist menschlich nachvollziehbar, dass man da jetzt nachlegt, aber objektiv wird, egal wie das ganze juristisch ausgeht, dafür gesorgt, dass möglichst viel ‘moralisch’ kleben bleibt.
Ein wenig mehr objektive Berichterstattung, ein wenig mehr rechtliche Einordnung, ein bisschen weniger hysterischer Haltungsjournalismus würde zwar kurzfristig weniger Klicks generieren, langfristig aber auch das allgemeine Vertrauen in die Medien verbessern. Der Spiegel sollte zwischendurch seine eigenen Kolumnen lesen und beherzigen.