
Privatjets, Villen, Jachten – Nach mir die Sintflut: Viele Reiche kümmert das Klima nicht | Je reicher jemand ist, umso grösser ist sein CO₂-Fussabdruck. Auch der von Verleger und Autor Julien Backhaus. Das ist ihm aber egal.
by BezugssystemCH1903

Privatjets, Villen, Jachten – Nach mir die Sintflut: Viele Reiche kümmert das Klima nicht | Je reicher jemand ist, umso grösser ist sein CO₂-Fussabdruck. Auch der von Verleger und Autor Julien Backhaus. Das ist ihm aber egal.
by BezugssystemCH1903
7 comments
Warum sollte es sie auch interessieren. Privat können sie sich gegen die Folgen am längsten abschirmen, geschäftlich profitieren sie davon, dass sich systemtechnisch nichts ändert.
Was mich an sowas stört ist, dass erneut das Individuum in den Mittelpunkt gerückt wird. Es würde das Problem nicht lösen, würden alle Reichen jetzt plötzlich wie die Mittelschicht leben.
Die Probleme die sich ergeben sind grundsätzliche Nichtbeachtung der Umwelt bei der Gestaltung von unseren Wirtschaftsprozessen und die Ungleichheit die ein kapitalistisches Wirtschaftssystem unweigerlich produziert. Im überkonsumierenden Reichen™ treffen beide Probleme zusammen, aber das ist am Ende auch nur ein Symptom, nicht das Problem an sich.
Mir ist’s mittlerweile auch egal, yolo time ist angesagt. Wir geben Gas und haben Spaß .
Wer nicht zum Klimaschutz beitragen möchte sollte dafür dann zur Kasse geboten werden. Das ist zwar im Sinne der Sache nicht die perfekte Lösung, aber man könnte daraus durchaus eine gute Lösung schaffen. CO2 konsequent bepreisen und die Einnahmen direkt in Klimaschutzprojekte stecken. Wer mit seinem Privatjet für ein Wochenende nach St. Tropez jetten will dem tut das Geld in der Regel nicht weh. Daher das CO2 bepreisen und in einen Fördertopf für Balkon-Solaranlagen o.ä. stecken. Das ist zwar nicht genau so gut wie sie gar nicht fliegen zu lassen, aber ein Verbot wird es wohl nie geben
Als würden sich > 5% anders benehmen wenn sie es könnten
Was bei dem Argument mal wieder vergessen wird sind aber eben auch die Top-Manager großer Firmen, Start-up Gründer und Investoren welche gerade die leitenden und vielversprechenden technischen Innovationen entwickeln, kommerzialisern und/oder möglich machen und damit viel Geld verdienen. Ohne die Anreize und Erfinder des Silicon Valley stehen wir schlechter da, denn Protest und Aktivismus haben zwar ihren Existenzrecht, implementieren aber keinen ernsthaften Wandel.
Statt diese Komplexität wirklich zu erkennen wird halt billig Stimmung gegen Reiche gemacht. Die bewusste inkorrekte Vereinfachung von nicht trivialen Sachverhalten ist genau dieses populistische Schema welches einen effizienten Schutz gegen den Klimawandel unmöglich macht.
Der einzige Grund warum ich nicht ein größeren CO2-Fußabdruck habe ist weil ich es mir nicht leisten kann.
Woher bekomme ich eines dieser sogenannten “Stinger MANPADS”?