> Wie Augenzeugen später bestätigten, war der pakistanische Hochträger Mohammad Hassan nachts um 2.30 Uhr im vorderen Bereich der Gruppe ein paar Meter im nahezu senkrechten Gelände abgestürzt. Er hing kopfüber mit entblößten Beinen in einem Fixseil, das er selbst mit Kollegen für die tausende Dollar zahlende Kundschaft installiert hatte. Nach dem Unfall, berichtet Flämig, sei an der Absturzstelle ein neues Seil fixiert worden, damit die Leute weitergehen konnten, während Hassan darunter festhing. Nach seinen Nachforschungen habe es rund eine Dreiviertelstunde gedauert, bis Hassan zumindest hochgezogen wurde. Ihn ins Tal zu bringen dürfte nicht versucht worden sein.
> Flämig: “Über die Erzählung von drei unterschiedlichen Augenzeugen kann ich berichten, dass dieser Mann noch gelebt hat, während etwa 50 Leute an ihm vorbeigestiegen sind. Das ist auch in den Drohnenaufnahmen sichtbar. Er wird von einer Person behandelt, während alle anderen gen Gipfel streben. Fakt ist, dass keine organisierte Rettungsaktion stattfand, obwohl Sherpas, aber auch Bergführer vor Ort waren, die hätten aktiv werden können. Keiner kann behaupten, dass er dort die Diagnose hätte stellen können, dass dem Menschen nicht mehr geholfen werden kann. Das bestätigen alle. Zum Teil gehen die Aussagen so weit, dass die Leute, die vom Gipfel zurückkamen, immer noch eine lebende Person angetroffen haben.”
Ich weiß nicht ob es in Österreich sowas wie unterlassene Hilfeleistung gibt. Aber ich hoffe die Verantwortlichen werden für dieses menschenverachtende Verhalten entsprechend bestraft.
Ich finde dazu keinen einzigen Artikel auf Norwegisch, alle feiern nur Harilas Rekord. Ich hoffe dass sie oder ihre Sponsoren sich doch noch dazu melden und die Familie des Verstorbenen wenigstens finanziell etwas helfen. Geld genug haben die ja.
Naja, es ist nun mal so, ab einer bestimmen Höhe ist man so gut wie Tot wenn was passiert.
Es ist einfach Schade, dass es hier Leute getroffen hat die aus geldtechnischen Gründen dort sind und oft einfach das doppelt bis dreifache Tragen wie der Rest.
Neben Kreuzfahrten das für mich persönlich unverständlichste Tourismusding wofür SOO viel Geld ausgegeben wird. Auf was ist man am Ende stolz, du hast jemanden der dir den Weg zeigt und jemanden der das schwere Zeug trägt. Sportlich natürlich immer noch eine starke Leistung, aber den Hype darum raff ich nicht
Ich freue mich ja schon auf den Weltraumtourismus der Zukunft: Lebenserhaltungssystem versagt? Kapsel einfach über dem Ozean verglühen und die Rest versenken lassen… *Achselzuck*
Auf 8.200m sind die allerwenigsten Menschen in der Lage Hilfe zu leisten. Für die selbst geht s nur ums eigene Durchhalten und Überleben.
So scheiße diese Situation ist/war, zu erwarten dass es eine koordinierte Rettungsaktion gibt geht völlig an der Realität vorbei.
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> Wie Augenzeugen später bestätigten, war der pakistanische Hochträger Mohammad Hassan nachts um 2.30 Uhr im vorderen Bereich der Gruppe ein paar Meter im nahezu senkrechten Gelände abgestürzt. Er hing kopfüber mit entblößten Beinen in einem Fixseil, das er selbst mit Kollegen für die tausende Dollar zahlende Kundschaft installiert hatte. Nach dem Unfall, berichtet Flämig, sei an der Absturzstelle ein neues Seil fixiert worden, damit die Leute weitergehen konnten, während Hassan darunter festhing. Nach seinen Nachforschungen habe es rund eine Dreiviertelstunde gedauert, bis Hassan zumindest hochgezogen wurde. Ihn ins Tal zu bringen dürfte nicht versucht worden sein.
> Flämig: “Über die Erzählung von drei unterschiedlichen Augenzeugen kann ich berichten, dass dieser Mann noch gelebt hat, während etwa 50 Leute an ihm vorbeigestiegen sind. Das ist auch in den Drohnenaufnahmen sichtbar. Er wird von einer Person behandelt, während alle anderen gen Gipfel streben. Fakt ist, dass keine organisierte Rettungsaktion stattfand, obwohl Sherpas, aber auch Bergführer vor Ort waren, die hätten aktiv werden können. Keiner kann behaupten, dass er dort die Diagnose hätte stellen können, dass dem Menschen nicht mehr geholfen werden kann. Das bestätigen alle. Zum Teil gehen die Aussagen so weit, dass die Leute, die vom Gipfel zurückkamen, immer noch eine lebende Person angetroffen haben.”
Ich weiß nicht ob es in Österreich sowas wie unterlassene Hilfeleistung gibt. Aber ich hoffe die Verantwortlichen werden für dieses menschenverachtende Verhalten entsprechend bestraft.
Ich finde dazu keinen einzigen Artikel auf Norwegisch, alle feiern nur Harilas Rekord. Ich hoffe dass sie oder ihre Sponsoren sich doch noch dazu melden und die Familie des Verstorbenen wenigstens finanziell etwas helfen. Geld genug haben die ja.
Naja, es ist nun mal so, ab einer bestimmen Höhe ist man so gut wie Tot wenn was passiert.
Es ist einfach Schade, dass es hier Leute getroffen hat die aus geldtechnischen Gründen dort sind und oft einfach das doppelt bis dreifache Tragen wie der Rest.
Neben Kreuzfahrten das für mich persönlich unverständlichste Tourismusding wofür SOO viel Geld ausgegeben wird. Auf was ist man am Ende stolz, du hast jemanden der dir den Weg zeigt und jemanden der das schwere Zeug trägt. Sportlich natürlich immer noch eine starke Leistung, aber den Hype darum raff ich nicht
Ich freue mich ja schon auf den Weltraumtourismus der Zukunft: Lebenserhaltungssystem versagt? Kapsel einfach über dem Ozean verglühen und die Rest versenken lassen… *Achselzuck*
Auf 8.200m sind die allerwenigsten Menschen in der Lage Hilfe zu leisten. Für die selbst geht s nur ums eigene Durchhalten und Überleben.
So scheiße diese Situation ist/war, zu erwarten dass es eine koordinierte Rettungsaktion gibt geht völlig an der Realität vorbei.