Nichtwähler sind die stärkste Fraktion

by neat_klingon

14 comments
  1. Lustigerweise kenn ich fast niemanden der nicht nicht wählt. Meine bubble scheint i.o

  2. Es sind auch diejenigen, welche am Ende das Zünglein an der Waagschale sein können, wenn sie dann doch Wählen.

    Wir hatten bei der letzten Bundestagswahl eine Wahlbeteiligung von 76,6%. 2009 erreichten wir mit 70,8% einen Tiefstand aber seit dem stieg die Wahlbeteiligung bei jeder Bundestagswahl wieder an. Ich glaube nicht, dass sich dieser Trend einfach wieder umkehrt und wir eher uns langsam an 80% annähern.

    Umfragen sind Momentaufnahmen aber keine Wahl. Vor einer Wahl gibt es den Wahlkampf und ständige Berichterstattung darüber. Dies, und das gute zureden von Bekannten/Verwandten mobilisiert dann eventuell auch den einen oder anderen Nichtwähler.

  3. Hat man denn bei den Sonntagsfragen der verschiedenen Portale (worauf sich die Daten berufen) überhaupt die Möglichkeit, die Nicht-Wahl anzugeben?

  4. Die wird immer recht hoch bleiben, eine Trendwende ist nicht in Sicht.

    Immer weniger Leute fühlen sich abgeholt, so bekomme ich den Eindruck – für mich eine Erklärung für den höheren Wert (und dem der AfD). Allerdings schaden sich die Nichtwähler am Ende nur selbst und füttern durch ihre Absenz an der Wahlurne nur weiter passiv ihre Unzufriedenheit.

    Aber die politische Landschaft ist auch für mich merkwürdig:

    – Die Linke hängt am seidenen Faden. Zerstritten, mangelnder Pragmatismus, Russlandzuneigung in weiten Teilen… hat denen nicht gut getan. Da ist noch wesentlich mehr, aber das wäre zuviel.

    – Die Grünen sehen sich mit einer großen medialen Schlammkampagne konfrontiert und das, obwohl sie prinzipiell am flexibelsten und anpassungsfähigsten waren. Leider manchmal etwas zuviel. Sie sind momentan einfach der Prügelknabe.

    – Die SPD versucht ein niedriges Profil zu halten, um von sich abzulenken. Wahrscheinlich in der vagen Hoffnung, bei der nächsten Wahl wieder sehr weit oben zu stehen. Währenddessen sickern Tendenzen durch, die sich von Sozial mehr entfernen.

    – Die FDP ist der große Stichler und Provokateur, die Hoffnung war wohl mit ihrer “Durchsetzungsfähigkeit” zu punkten, aber scheinbar durchschauen die meisten diese Farce. Jedenfalls ändern tut sich nichts.

    – Die CDU/CSU fällt derzeit nur mit opportunistischem Gerede auf. Das fängt die Leute, allerdings wird oftmals vergessen, wie lange die eigentlich die Geschicke unseres Landes lenkten und für viele Probleme Verursacher sind, welche die Ampel jetzt auf sich liegen hat. Kommt denen auch gelegen, lasst andere für unsere Fehler auspeitschen. So ungefähr.

    Das ist meine Position.

  5. Suche Partei, die sich für die oberhalb des Medians verdienende Mittelschicht stark macht.

  6. Dieser Datenpunkt ist ziemlich irrelevant ohne einen Vergleich zu anderen Umfragen 2 Jahre vor einer BTW zu haben. Es findet kein Wahlkampf statt, deswegen keine Wählermobilisierung und deshalb ist der Anteil der Nichtwähler in Umfragen hoch. Die letzten 5 BTW ist der Nichtwähleranteil konstant gesunken. Solange mir also keiner zeigt, dass dieser Spike unnormal für Nicht-Wahljahre ist, halte ich den für völlig irrelevant, eine Betonung darauf sogar als mutwillig irreführend.

  7. Irgendwie wäre ein System cool, dass ermöglicht Kleinparteien zu wählen aber sollten die an den 5 % scheitern, dann kriegt eine andere Partei die Stimme.

    Ist politisch wahrscheinlich nicht gewollt und wäre vermutlich wegen irgendwelchen Sonderfällen schwer umzusetzen, aber träumen darf man ja.

  8. Wer nicht wählen geht darf sich nicht beschweren das es nicht besser wird.

    Ich bin auch super unzufrieden und gehe trotzdem wählen.

  9. Konfessionslose die mitgliederstärkste R̶e̶l̶i̶g̶i̶o̶n̶ Konfession in D

  10. In anderen Ländern ist es Pflicht zu wählen. Von Bufgeldern bis Kürzungen von Sozialleistungen bei nicht wählen ist alles drinnen. Ich weiß nur nicht ob da nicht ggf. das Grundgesetz etwas dagegen hat. Nicht das man es nicht ändern könnte, aber ich sehe keinen 2/3 consens bei so einem Thema.

  11. Finds ja ganz lustig, dass es so aussieht als würden recht viele Wähler der eher linken SPD jetzt plötzlich AFD wählen wollen. Manchmal könnte man da das Gefühl kriegen, dass die AFD gar nicht gewählt wird weil der Wähler so rechts eingestellt ist.

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