Unionspolitiker beklagt “Flatrate-Mentalität” in der GKV

by LuckyAngmarPeasant

11 comments
  1. >Denkbar sei auch, dass Patienten mit sehr häufigen Terminen zur Kasse gebeten werden.

    Die Union macht jetzt auf Stromberg-Niveau Wahlkampf: “Früher gab es noch richtige Krankheiten, Malaria, Cholera … heute gibt es nur noch Trallala.”

  2. Das Ziel ist wohl vernünftig, aber die richtigen und vor allem sozial adäquaten Mittel zu dessen Erreichung fehlen mir noch. Auch der Artikel bleibt da vage. “Höhere Eigenbeteiligung” klingt erstmal gut, darf dann aber nicht so aussehen wie die Praxisgebühr, die kläglich gescheitert ist. Nur wie könnte es besser aussehen?

  3. Und ich dachte, die fucking gesetzliche Kankenkasse wäre sowas wie ne “flatrate”?
    Aber die Union hat natürlich nichts mit der Situation im Gesundheitswesen zu tun. Wie auch – die waren ja noch nie in Regierungsverantwortung. Hat der Mann mal einen Facharzt Termin probiert zu bekommen? Flatrate-Mentalität bei einer Wartezeit von MONATEN? Meine letzten Termine, inklusive Überweisung vom Hausarzt hatten 3 bis 9 Monate Wartezeit. Was für ein Clown!

  4. Wer geht nicht einmal pro Monat zum Proktologen?!
    Oder setzt sich stundenlang in ein Wartezimmer mit anderen Kranken? Der Sprecher der Union überschätzt den Reiz eines Wartezimmers mit Zeitschriften vom Lesezirkel und angegriffenen Kinderbücher und einer traurigen Spielecke mit ein paar Bauklötzen gewaltig.

    Mal im Ernst, das System GKV krankt an vielen Stellen. Seien es die zu langen Wartezeiten für Termine beim Facharzt, fehlende Kostenübernahme von bspw. Brillen.

    Dass Personen zu häufig den Arzt aufsuchen zählt nicht wirklich dazu. Eher, dass es zu wenig Ärzte gibt und deswegen die Praxen immer voll sind.

    Die Idee mit der Kostenbeteiligung für Personen, die häufig zum Arzt gehen ist völlig bescheuert. Patienten mit chronischen Krankheiten müssen eben häufiger zum Arzt. Diese deswegen doppelt zur Kasse zu bitten widerspricht nicht nur dem gesunden Menschenverstand, sondern auch dem Gleichbehandlungsgrundsatz.

    Mal wieder denke ich FCK CXU

  5. >”Viele denken, ich zahle doch Beiträge, also steht mir alles in beliebiger Höhe zu”

    Wer sind diese ‘Viele’? Über was spricht der Mensch?

  6. > “Viele denken, ich zahle doch Beiträge, also steht mir alles in beliebiger Höhe zu”, kritisierte er.

    Ähm ja, das ist genau der Punkt?

  7. Bin absolut dafür, das auf die Minimalversorgung zu senken. Wir zahlen seit Jahren den Maximalsatz und dazu noch alle Arztbesuche aus der Tasche (für 2 Erwachsene und 2 Kinder), weil man sonst keine Termine bekommt.

    Ich bin es leid, die ganzen Rentner mitzufinanzieren, und dann selbst kenne Termine zu bekommen, weil alle Karteien voll sind (kein Witz, wurde mir in Berlin und dann in Leipzig so gesagt).

    Solidarität ist keine Einbahnstraße. Die gesetzliche Krankenversicherung gehört zusammengestrichen und durch Minimalversorgung ersetzt.

  8. Ach ja, die nächste Zielgruppe im Visier die man als Schmarotzer labelt.
    Nur logisch im neoliberalen Weltbild der reaktionären Konservativen. In dem Proletarier nur eine Existenzberechtigung geniessen wenn sie als Dauerperformer das Kapital von einigen Wenigen maximal vermehren.

  9. Ein bisschen später kommen dann so Nachrichten wie:

    “Zahl der Krankheitsausfälle steigend”, “Schwere Erkrankungen werden zu spät erkannt”, “Warum gehen die Menschen nicht zum Arzt?”

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