Wegen Sonntagsöffnung: Selbstbedienungsläden sorgen für Streit

by I-am-not-Herbert

9 comments
  1. “Sonntags sollte niemand arbeiten müssen, weil Gott hat das auch nicht gemacht.”

    “Ok, bei uns arbeitet niemand, da stehen nur Automaten.”

    “Halt Nein, so war das nicht gemeint.”

  2. > Wenn dem Stadtmenschen sonntags das Brot ausgeht, kommt er problemlos an Nachschub.

    Wat? Der Artikel bemüht sich ja sogar darum zu erklären, warum das eben nicht der Fall ist. Wer auch immer den Anreißer verfasst hat, hat augenscheinlich den Artikel nicht gelesen…

    Unabhängig davon: der Sonntag als Institution ist eben die Methode der Faulen, um eine eigentlich gute Sache sicherzustellen. Wenn der Gesetzgeber eben tatsächlich mal Hirnschmalz investieren würde, käme man sicherlich mit entsprechenden Arbeitsschutzgesetzen zu Rande, die einerseits mindestens einen freien Tag pro Woche schützen können, als auch eben solche Dinge wie diese Selbstbedienläden ermöglichen.

    Stattdessen ruht man sich auf der grundgesetzliche Garantie des Sonntags aus, ungeachtet der Tatsache dass immer mehr Menschen in nicht geschützten Branchen arbeiten und ohnehin Sonntags arbeiten müssen (und es werden auch weiterhin immer mehr Menschen werden, weil der Pflegebedarf unserer Gerontokratie weiter anwachsen wird).

  3. “Für die Gegner geht es aber ohnehin eher um die Grundsatzfrage. “Wir erleben, dass der Sonntagsschutz immer mehr in Bedrängnis gerät”, sagt ver.di-Vertreter Krüger. Auch wenn es in den “Tante-M”-Läden keine Beschäftigten gebe, entstehe in der Bevölkerung der Eindruck: Geschäfte haben offen. ”

    Sich Sonntags in einem Automaten-Supermarkt,in dem Niemand arbeitet, schnell ein Brot oder Milch holen, weil es sonst im Ort nichts an Einkaufsmöglichkeiten gibt geht natürlich garnicht.
    Ich hoffe die Leute aus der “Allianz für den freien Sonntag” gehen mit gutem Beispiel voran und gehen Sonntags nicht ins Restaurant/Cafe, gehen nicht Tanken, ins Kino, unternehmen keine Freizeitaktivitäten bei denes es Personal braucht oder Fahren Taxi/Zug/Bus.
    Und wer gibt die Info an die Kirchen weiter das ab jetzt Sonntags keine Gottesdienste mehr stattfinden ? Hat Gott ja eindeutig so vorgegeben.

  4. Der Zweck des Sonntagsschutzes ist Arbeitnehmerschutz. Der wird hier unmittelbar überhaupt nicht beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil: die SB-Märkte sorgen dafür, dass Sonntags keiner arbeiten braucht und trotzdem eine Versorgung möglich ist.

    Die Motive des Verdi-Typen sind doch ganz andere: er befürchtet in Zukunft die Verdrängung von Läden mit Personal, was am Ende eine abnehmende Bedeutung der Gewerkschaft bedeuten könnte. Und das versucht er durch den Sonntagsschutz mittelbar zu begründen.

    Fakt ist doch, dass die Regelungen zu Ladenschluss usw. nicht mehr zeitgemäß sind. Wenn kein Personal geschützt werden muss, spricht in meinen Augen gar nichts dagegen, solche Läden zu haben. An Bahnhöfen kann man auch am Sonntag einkaufen und das wird massiv genutzt. In Tankstellen auch, an Automaten auch. Mit der Logik von Verdi müsste man die alle für Sonntag verbieten.

    Unterm Strich liest sich das für mich nach der Verweigerung von Fortschritt und das klammern an althergebrachte Gegebenheiten. Ein unnötiges Bremsen.

  5. Sonntags Bier an der tanke zu holen treibt einen bald auch in die Insolvenz

  6. Ist ungefähr so logisch wie Onlinevideotheken das Streamen am Sonntag zu verbieten. Das ist keine rechtliche Grauzone, sondern erlaubt weil keine Arbeitnehmerrechte beeinträchtigt werden

  7. Warum darf ein Unternehmer nicht selbst entscheiden an welchen und wie vielen Tagen in der Woche er auf hat und auch wie lange. Ob von 07-19 oder 22-06 oder 24/7. wieso wird man vom Staat so bevormundet?

  8. Ich warte immer noch auf den Tag, an dem es endlich möglich ist, sonntags Lebensmittel zu kaufen. Ich checke es einfach nicht, wieso wir so besessen sind sonntags die Läden zu schließen.

    Wenn ich als Unternehmer etwas verkaufen will, lass mich doch. Der Staat soll sich endlich von der Kirche trennen

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