Oder der Müll von Elon bezahlt mit VC money ist zu günstig
Tja
Ich stimme zu, dass deutsche Elektroautos zu teuer sind, bin aber nicht der Meinung, dass die Hersteller “dem Innenraum und den Unterhaltungssystemen mehr Aufmerksamkeit” schenken sollten. Im Gegenteil sollten sie ein sehr günstiges Einsteigermodell konzipieren, das den ganzen Elektronik-Schnickschnack weglässt. Und wenn das nicht reicht, könnte man bei der Akkukapazität mehr Ausbaustufen anbieten.
Der deutschen Autoindustrie ist das aber absolut scheiß egal und orientiert sich weiterhin an der oberen Mittelklasse melken die Explodierer ab und verkaufen lieber weniger Autos mit höheren Profiten –> Rekordgewinne’
EDIT: Ausradierung jeglicher angelsächsischer Begriffe
Man gucke sich mal generell die Preis deutscher Autos jetzt und vor zehn Jahren an. Mit Ausnahme der Oberklasse sind die Realpreise massiv durch die Decke gegangen (teilweise um 30% gestiegen) während die Qualität zurückgegangen ist.
Autos generell sind aktuell zu teuer. Einen neuen Familienwagen kann sich doch kein Arbeiter der unteren Mittelschicht mehr leisten ohne den auf 8 Jahre aubzubezahlen.
Man schau sich doch nur mal das typischte Auto Deutschlands an, den VW Golf.
Die Preisentwicklung ist einfach nur krank.
Gefühlt gab es bei Autos ~40-50% Preisanstieg in 2-3 Jahren. (was aber auch durch die immer mehr vorgeschriebenen Assistenzsysteme der EU kommt, 2024 wird es noch mal einen Preissprung geben)
* Elektroautos (generell)
Sind sie zu teuer oder sind sie so eingepreist das sie gerade noch gut genug verkaufen?
Das passiert eben, wenn eine gesamte Industrie über Jahrzehnte von der Politik gepampert wurde. Siehe jetzt die ausgelaufene Subvention beim E-Autokauf. Die Käufe brechen ein, weil die Preise viel zu hoch sind. In jeder anderen Branche heißt das: Preise runter! Aber nicht bei der deutschen Autoindustrie. Der angebliche Stolz des Landes jammert sofort wieder rum und fordert neue Subventionen. Und Teile der Politik sind auch noch dumm genug die Forderungen nachzuplappern.
Sind deutsche Autos zu teuer oder deutsche Nettogehälter zu niedrig?
Egal, wir geben einfach weiter jedem EAuto Käufer 4500 Euro Steuergelder. Umverteilung von unten nach oben und so.
Aufgrund der Hinwendung zum SUV und der Abschaffung vieler Kleinst- und Kleinmodelle sind deutsche Autos sowohl beim Verbrenner wie auch beim Elektroauto zu teuer. Langfristig verursacht der Umstand vor allem bei der Entwicklung von neuen Modellen zu großen Problemen, weil die kleinen Modelle überhaupt erst die großen Margen bei den Oberklasse-Fahrzeugen ermöglichen. Autos der Marke Porsche sind beispielsweise sowohl in der Konstruktion wie auch im Design abgeleitete VW-Modelle.
Zudem kaufen die Einkäufer von Kleinst- und Kleinmodellen auch die Komponenten der Oberklasse-Modelle ein. Ein T-Roc mag zwar eine höhere Marge haben als ein VW-up!, die Einkaufsabteilung beschafft jedoch Komponenten für den T-Roc und den VW-up!. Die Leistungsfähigkeit der Einkaufsabteilung sinkt, wenn die Kleinst- und Kleinmodelle verschwinden.
Die Hersteller hatten jahrelang nur eher geringe Entwicklungskosten. Man hat halt inkrementelle Verbesserungen an der Technik gemacht und nur hier und da mal ne neue Fahrzeugplatform entwickelt. (Böse Zungen könnten auch sagen, sie haben sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die Zukunft verschlafen.)
Auf einmal kommen mehrere Herausforderungen auf einmal:
* Echte E-Autos müssen auf einmal gebaut werden. Das bedingt, wenn man es richtig machen will, neue Fahrzeugplatformen und zwar in allen Karosserieformen gleichzeitig
* Es sind bei Teilen für E-Autos (Motoren, Getriebe, Akkus, Verkabelung) noch keine Mengen-Effekte realisiert. Viel wird von Zulieferen “von der Stange” gekauft und ist entsprechend teuer und nicht gut optimiert.
* Tesla und die Hersteller aus Fernost haben vorgemacht, wie Steuergeräte-Architektur und Infotainment anständig gehen. Also muss eine neue EE-Architektur der Fahrzeuge her (vw.OS, MBOS, …)
Kurz: “Plötzlich” hohe Kosten, die irgendwer zahlen muss, weil Profit im Kapitalismus halt wichtig ist, weil Aktienkurs.
Ach und eins noch: Der Vergleich mit den ganzen E-Auto-Herstellern aus China, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen und günstige Autos anbieten, ist mit Vorsicht zu betrachten. Da gibt’s gerade eine Insolvenzwelle.
Und weil sie zu teuer sind, haben wir mittlerweile mehr VWs als Teslas?
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Oder der Müll von Elon bezahlt mit VC money ist zu günstig
Tja
Ich stimme zu, dass deutsche Elektroautos zu teuer sind, bin aber nicht der Meinung, dass die Hersteller “dem Innenraum und den Unterhaltungssystemen mehr Aufmerksamkeit” schenken sollten. Im Gegenteil sollten sie ein sehr günstiges Einsteigermodell konzipieren, das den ganzen Elektronik-Schnickschnack weglässt. Und wenn das nicht reicht, könnte man bei der Akkukapazität mehr Ausbaustufen anbieten.
Der deutschen Autoindustrie ist das aber absolut scheiß egal und orientiert sich weiterhin an der oberen Mittelklasse melken die Explodierer ab und verkaufen lieber weniger Autos mit höheren Profiten –> Rekordgewinne’
EDIT: Ausradierung jeglicher angelsächsischer Begriffe
Man gucke sich mal generell die Preis deutscher Autos jetzt und vor zehn Jahren an. Mit Ausnahme der Oberklasse sind die Realpreise massiv durch die Decke gegangen (teilweise um 30% gestiegen) während die Qualität zurückgegangen ist.
Autos generell sind aktuell zu teuer. Einen neuen Familienwagen kann sich doch kein Arbeiter der unteren Mittelschicht mehr leisten ohne den auf 8 Jahre aubzubezahlen.
Man schau sich doch nur mal das typischte Auto Deutschlands an, den VW Golf.
Die Preisentwicklung ist einfach nur krank.
Gefühlt gab es bei Autos ~40-50% Preisanstieg in 2-3 Jahren. (was aber auch durch die immer mehr vorgeschriebenen Assistenzsysteme der EU kommt, 2024 wird es noch mal einen Preissprung geben)
* Elektroautos (generell)
Sind sie zu teuer oder sind sie so eingepreist das sie gerade noch gut genug verkaufen?
Das passiert eben, wenn eine gesamte Industrie über Jahrzehnte von der Politik gepampert wurde. Siehe jetzt die ausgelaufene Subvention beim E-Autokauf. Die Käufe brechen ein, weil die Preise viel zu hoch sind. In jeder anderen Branche heißt das: Preise runter! Aber nicht bei der deutschen Autoindustrie. Der angebliche Stolz des Landes jammert sofort wieder rum und fordert neue Subventionen. Und Teile der Politik sind auch noch dumm genug die Forderungen nachzuplappern.
Sind deutsche Autos zu teuer oder deutsche Nettogehälter zu niedrig?
Egal, wir geben einfach weiter jedem EAuto Käufer 4500 Euro Steuergelder. Umverteilung von unten nach oben und so.
Aufgrund der Hinwendung zum SUV und der Abschaffung vieler Kleinst- und Kleinmodelle sind deutsche Autos sowohl beim Verbrenner wie auch beim Elektroauto zu teuer. Langfristig verursacht der Umstand vor allem bei der Entwicklung von neuen Modellen zu großen Problemen, weil die kleinen Modelle überhaupt erst die großen Margen bei den Oberklasse-Fahrzeugen ermöglichen. Autos der Marke Porsche sind beispielsweise sowohl in der Konstruktion wie auch im Design abgeleitete VW-Modelle.
Zudem kaufen die Einkäufer von Kleinst- und Kleinmodellen auch die Komponenten der Oberklasse-Modelle ein. Ein T-Roc mag zwar eine höhere Marge haben als ein VW-up!, die Einkaufsabteilung beschafft jedoch Komponenten für den T-Roc und den VW-up!. Die Leistungsfähigkeit der Einkaufsabteilung sinkt, wenn die Kleinst- und Kleinmodelle verschwinden.
Der Fahrzeug-Absatz von Volkswagen ist zwischen [2019 und 2022 von 10,9 Mio. Autos auf 8,3 Mio. Fahrzeuge](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181500/umfrage/absatzentwicklung-der-volkswagen-konzerns/) gesunken. Im gleichen Zeitraum stagnierten die Zahlen bei Toyota auf einem sehr hohen Niveau. [2019 hat Toyota 10,7 Mio. Fahrzeuge verkauft und 2022 waren es 10,5 Mio. Autos](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153134/umfrage/absatzvolumen-von-toyota/).
Die Hersteller hatten jahrelang nur eher geringe Entwicklungskosten. Man hat halt inkrementelle Verbesserungen an der Technik gemacht und nur hier und da mal ne neue Fahrzeugplatform entwickelt. (Böse Zungen könnten auch sagen, sie haben sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die Zukunft verschlafen.)
Auf einmal kommen mehrere Herausforderungen auf einmal:
* Echte E-Autos müssen auf einmal gebaut werden. Das bedingt, wenn man es richtig machen will, neue Fahrzeugplatformen und zwar in allen Karosserieformen gleichzeitig
* Es sind bei Teilen für E-Autos (Motoren, Getriebe, Akkus, Verkabelung) noch keine Mengen-Effekte realisiert. Viel wird von Zulieferen “von der Stange” gekauft und ist entsprechend teuer und nicht gut optimiert.
* Tesla und die Hersteller aus Fernost haben vorgemacht, wie Steuergeräte-Architektur und Infotainment anständig gehen. Also muss eine neue EE-Architektur der Fahrzeuge her (vw.OS, MBOS, …)
Kurz: “Plötzlich” hohe Kosten, die irgendwer zahlen muss, weil Profit im Kapitalismus halt wichtig ist, weil Aktienkurs.
Ach und eins noch: Der Vergleich mit den ganzen E-Auto-Herstellern aus China, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen und günstige Autos anbieten, ist mit Vorsicht zu betrachten. Da gibt’s gerade eine Insolvenzwelle.
Und weil sie zu teuer sind, haben wir mittlerweile mehr VWs als Teslas?