>Anlass für die Abrechnung des Bauindustriepräsidenten ist dem Bericht zufolge jedoch eine von SPD-Bauministerin Klara Geywitz geplante Steuererleichterung für Baufirmen. Diese sei nun von Finanzminister Christian Lindner (FDP) jedoch abgelehnt worden, heißt es in der »Bild«-Zeitung unter Berufung auf Hübner.
Irgendwie lustig: Die SPD hat es initiiert, Lindner hat es abgelehnt und Habeck wird dafür verantwortlich gemacht.
Die genehmen Unternehmen mit Klang und Namen bekommen üppige Subventionen, der Rest muss mit den abenteuerlichen Rahmenbedingungen kämpfen. Komanditwirtschaft vom feinsten.
Wenn man dann 10 Mrd. € Wohnungsbauförderung zu einer reinen Sanierungsförderung umgestaltet, bekommt man halt keine neuen Wohnungen mehr.
> Die Ampel setze nur auf Subventionen, statt Investitionen zu fördern.
Sind Subventionen nicht besser für die Wirtschaft, da sie keine Gegenleistung voraussetzen?
Der Artikel ist irgendwie ziemlich vogelwild und vermischt jeden Absatz neue Themen miteinander. Wahrscheinlich geht es grundlegend um Lindners Wachstumspaket das die Wirtschaft um 6 Miliarden Euro entlasten soll mit dem Kernpunkt der unbürokratischen Förderung bzw. Prämie für Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen. Natürlich heulen jetzt wieder alle möglichen Partikularinteressen öffentlich rum, dass sie viel zu wenig vom Kuchen abbekommen bzw. die Kommunen, dass sie ja so schrecklich arm sind und auf keinen Euro Steuern verzichten können. Was ganz konkret Habeck jetzt mit der abgelehten Förderung von Neubauten zu tun hat erschließt sich auf jeden fall nciht direkt. Politisch hat Habeck jedoch löngst klar gemacht, dass Klimasanierungen oberste Priorität für ihn haben und der Neubau ihm praktisch am Arsch vorbei geht. Von daher dürfte Lindners Entscheidung ganz im Sinne Habecks sein und wurde ganz sicher nicht gegen seinnen Willen getroffen.
Die Baubranche in Deutschland ist seit der Krise rund um die Walter Bau AG und die Philipp Holzmann AG schwach aufgestellt. Das größte Bau-Unternehmen in Deutschland ist aktuell die Bauer AG mit 10.000 Mitarbeitern. International gibt es einige Baukonzerne mit mehr als 100.000 Angestellten.
Momentan lebt die Bauindustrie in Deutschland noch von vergleichsweise gut ausgebildeten Handwerkern, welche im internationalen Vergleich überwiegend qualitativ hochwertige Leistungen erbringen.
In anderen Ländern wie Frankreich, Spanien, Japan, Italien oder den USA lebt die Bauindustrie in erster Linie von sehr gut ausgebildeten Bauingenieuren, während die Handwerker im Vergleich zu Deutschland eher schlecht ausgebildet sind. Die abgeschlossenen Ausbildungen im Handwerk sind jedoch in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland stark rückläufig.
Viele Architekten und Ingenieure in Deutschland sind zudem auf die gut ausgebildeten Handwerker angewiesen, weil deutsche Architekten oder Ingenieure im internationalen Vergleich weniger präsent auf der Baustelle sind.
Wenn jetzt eine Krise in der deutschen Baubranche kommt, wandern wie zur Jahrtausendwende viele fähige Bauingenieure in’s Ausland ab und suchen sich einen Job in Unternehmen wie der Vinci SA, ACS Group oder der WeBuild S.p.A.
Die Klage ist des Kaufmanns Gruß
„Anlass für die Abrechnung des Bauindustriepräsidenten ist dem Bericht zufolge jedoch eine von SPD-Bauministerin Klara Geywitz geplante Steuererleichterung für Baufirmen. Diese sei nun von Finanzminister Christian Lindner (FDP) jedoch abgelehnt worden, heißt es in der »Bild«-Zeitung unter Berufung auf Hübner. »Die steuerliche Erleichterung für den Wohnungsbau wäre ein gutes Signal gewesen«, sagte er demnach. »Doch der Finanzminister sieht offenbar keine Notwendigkeit, den Wohnungsbaumotor anzuschmeißen.«“
Klassiker, eigentlich will er die FDP kritisieren aber rutscht aus und kritisiert Habeck auch noch in einem Bereich in dem er sich kaum auskennt.
Als ob wir in der Baubranche nicht auch schon reichlich Steuermilliarden versenkt hätten, Holzmann lässt grüßen. Jetzt sind halt mal andere dran. Offensichtlich gehts ja auch darum Schlüsseltechnologien ins Land zu holen, damit wir nicht am Tropf Chinas hängen. Ob das jetzt nachhaltige Standortpolitik wird oder doch nur Hinterherhecheln hinter irgendwelchen Hypes muss sich noch zeigen.
Geldgeiler Menschenschinder heult darüber, dass er nur 90% der von ihm geforderten Subventionen bekommt…
Manchmal wünsche ich mir, dass auch nur 1% der Lügen über die Wirtschaftsfeindlichkeit der Grünen wahr wäre…
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>Anlass für die Abrechnung des Bauindustriepräsidenten ist dem Bericht zufolge jedoch eine von SPD-Bauministerin Klara Geywitz geplante Steuererleichterung für Baufirmen. Diese sei nun von Finanzminister Christian Lindner (FDP) jedoch abgelehnt worden, heißt es in der »Bild«-Zeitung unter Berufung auf Hübner.
Irgendwie lustig: Die SPD hat es initiiert, Lindner hat es abgelehnt und Habeck wird dafür verantwortlich gemacht.
Die genehmen Unternehmen mit Klang und Namen bekommen üppige Subventionen, der Rest muss mit den abenteuerlichen Rahmenbedingungen kämpfen. Komanditwirtschaft vom feinsten.
Wenn man dann 10 Mrd. € Wohnungsbauförderung zu einer reinen Sanierungsförderung umgestaltet, bekommt man halt keine neuen Wohnungen mehr.
> Die Ampel setze nur auf Subventionen, statt Investitionen zu fördern.
Sind Subventionen nicht besser für die Wirtschaft, da sie keine Gegenleistung voraussetzen?
Der Artikel ist irgendwie ziemlich vogelwild und vermischt jeden Absatz neue Themen miteinander. Wahrscheinlich geht es grundlegend um Lindners Wachstumspaket das die Wirtschaft um 6 Miliarden Euro entlasten soll mit dem Kernpunkt der unbürokratischen Förderung bzw. Prämie für Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen. Natürlich heulen jetzt wieder alle möglichen Partikularinteressen öffentlich rum, dass sie viel zu wenig vom Kuchen abbekommen bzw. die Kommunen, dass sie ja so schrecklich arm sind und auf keinen Euro Steuern verzichten können. Was ganz konkret Habeck jetzt mit der abgelehten Förderung von Neubauten zu tun hat erschließt sich auf jeden fall nciht direkt. Politisch hat Habeck jedoch löngst klar gemacht, dass Klimasanierungen oberste Priorität für ihn haben und der Neubau ihm praktisch am Arsch vorbei geht. Von daher dürfte Lindners Entscheidung ganz im Sinne Habecks sein und wurde ganz sicher nicht gegen seinnen Willen getroffen.
Die Baubranche in Deutschland ist seit der Krise rund um die Walter Bau AG und die Philipp Holzmann AG schwach aufgestellt. Das größte Bau-Unternehmen in Deutschland ist aktuell die Bauer AG mit 10.000 Mitarbeitern. International gibt es einige Baukonzerne mit mehr als 100.000 Angestellten.
Momentan lebt die Bauindustrie in Deutschland noch von vergleichsweise gut ausgebildeten Handwerkern, welche im internationalen Vergleich überwiegend qualitativ hochwertige Leistungen erbringen.
In anderen Ländern wie Frankreich, Spanien, Japan, Italien oder den USA lebt die Bauindustrie in erster Linie von sehr gut ausgebildeten Bauingenieuren, während die Handwerker im Vergleich zu Deutschland eher schlecht ausgebildet sind. Die abgeschlossenen Ausbildungen im Handwerk sind jedoch in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland stark rückläufig.
Viele Architekten und Ingenieure in Deutschland sind zudem auf die gut ausgebildeten Handwerker angewiesen, weil deutsche Architekten oder Ingenieure im internationalen Vergleich weniger präsent auf der Baustelle sind.
Wenn jetzt eine Krise in der deutschen Baubranche kommt, wandern wie zur Jahrtausendwende viele fähige Bauingenieure in’s Ausland ab und suchen sich einen Job in Unternehmen wie der Vinci SA, ACS Group oder der WeBuild S.p.A.
Die Klage ist des Kaufmanns Gruß
„Anlass für die Abrechnung des Bauindustriepräsidenten ist dem Bericht zufolge jedoch eine von SPD-Bauministerin Klara Geywitz geplante Steuererleichterung für Baufirmen. Diese sei nun von Finanzminister Christian Lindner (FDP) jedoch abgelehnt worden, heißt es in der »Bild«-Zeitung unter Berufung auf Hübner. »Die steuerliche Erleichterung für den Wohnungsbau wäre ein gutes Signal gewesen«, sagte er demnach. »Doch der Finanzminister sieht offenbar keine Notwendigkeit, den Wohnungsbaumotor anzuschmeißen.«“
Klassiker, eigentlich will er die FDP kritisieren aber rutscht aus und kritisiert Habeck auch noch in einem Bereich in dem er sich kaum auskennt.
Als ob wir in der Baubranche nicht auch schon reichlich Steuermilliarden versenkt hätten, Holzmann lässt grüßen. Jetzt sind halt mal andere dran. Offensichtlich gehts ja auch darum Schlüsseltechnologien ins Land zu holen, damit wir nicht am Tropf Chinas hängen. Ob das jetzt nachhaltige Standortpolitik wird oder doch nur Hinterherhecheln hinter irgendwelchen Hypes muss sich noch zeigen.
Geldgeiler Menschenschinder heult darüber, dass er nur 90% der von ihm geforderten Subventionen bekommt…
Manchmal wünsche ich mir, dass auch nur 1% der Lügen über die Wirtschaftsfeindlichkeit der Grünen wahr wäre…