FPÖ will ganze Wahrheit über Außerirdische wissen

17 comments
  1. Artikel:

    Der Stoff, aus dem Science-Fiction-Filme à la George Lucas, Steven Spielberg und James Cameron sind: In ferne Galaxien blicken die Freiheitlichen nun im Burgenland. In einer offiziellen Anfrage an den Landeshauptmann zu Forschungskoordinator Werner Gruber wollen die Blauen alles über Aliens und UFOs erfahren: „Ist Ihnen, Herr Doskozil, bekannt, dass Außerirdische das Burgenland besucht haben?“

    Unerklärliche Phänomene gibt es offenbar auch in der Politik. In ungeahnte Galaxien stößt die FPÖ mit ihrem Wissensdrang vor. „Herr Landeshauptmann, ist Ihnen das Projekt ,UFOs über dem Burgenland’ von Mag. Werner Gruber bekannt?“ Das ist nur eine der 30 kosmischen Fragen von FPÖ-Landesobmann Alexander Petschnig.

    Das blaue Universum
    Damit soll der Landtag nicht zur politischen „Star Wars“-Kulisse mutieren. Stattdessen geht es der FPÖ um die Rolle des Forschungskoordinators des Burgenlandes, des Physikers Werner Gruber. „Wer hat die personelle Besetzung beschlossen?“ „Welche Vergütungen erhält der Wissenschafter?“

    Doskozil kennt keine Aliens
    Dem Landeshauptmann erscheint die Anfrage eher wie eine „unheimliche Begegnung der dritten Art“. Über eine Landung von Außerirdischen ist ihm jedenfalls nichts bekannt, wie es in seiner Beantwortung heißt. Und egal, welchen politischen Zündstoff das Thema „Forschung“ in Zukunft noch in sich birgt, eines steht bereits fest: UFOs über dem Burgenland gibt es (bislang) nicht.

    Venus mit UFO verwechselt
    „Immer wieder kommt es vor, dass die Venus je nach Phase mit einem unidentifizierten Flugobjekt verwechselt wird. 40 Satelliten, die wie an einer Perlschnur am Himmel hängen, aber auch Drohnen und chinesische Glücksballons sind schon als UFOs gemeldet worden“, weiß Gruber. Bei seinem von der FPÖ angesprochenen „Projekt“ habe es sich jedoch um einen Vortrag über geheimnisumwitterte Himmelsphänomene gehandelt, betont der Physiker.

    Verwirrung um Wissenschaft
    Das kann Doskozil nur bestätigen: „Petschnigs Frage dürfte auf einer oberflächlichen Recherche und einer Verwechslung mit einem Vortrag am 27. September in Neufeld im Rahmen der ScienceVillageTalks beruhen.“ Dabei sei wohlüberlegt erklärt worden, was UFOs sind, wie es zu UFO-Beobachtungen kommt, warum die US-amerikanische Regierung so vorsichtig mit derartigen Sichtungen umgeht und wie hoch die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben in unserer Milchstraße – basierend auf der Drake-Gleichung – ist.

    Doskozils Nachsatz: „Fiktive TV-Serien wie ,Raumschiff Enterprise‘ sollten nicht mit Dokumentarfilmen verwechselt werden.“ Und Gruber – seine Entlohnung ist übrigens gering, der Arbeitsaufwand viel höher – solle als das geschätzt werden, was er ist: Physiker und einer der renommiertesten Volksbildner Österreichs.

  2. Ist doch logisch, dass Arrakis das Ziel is, nachdem ihre aktuelle Mission die Entwurmung der Galaxie is.

  3. Nachdem Trump nix von Außerirdischen ausgeplaudert hat, bin ich mir sicher dass es keine stichhaltigen Beweise gibt.

    Der wär doch sofort mit “we got the best ETs”,… Bledsinn an die Öffentlichkeit gegangen.

  4. Aliens: WIR WERDEN DIE DIE ERDE EROBERN UND DIE MENSCHEN VERSKLAVEN!

    Aliens: *lesen orf.at, Krone, Reddit, Facebook und Telegram*

    Aliens: scheißt darauf, wir suchen einen anderen Planeten.

  5. Ein lächerlicher Versuch ein neues Thema zu etablieren, auf das man vom verlorenen Posten der Coronaverharmlosung umschwenken kann? Wäre jedenfalls weiter auf Kurs mit Wissenschaftsfeindlichkeit, insofern well done an die Parteistrategen.

  6. Da haben sie aber auch kaum einen Kalauer ausgelassen bei der Krone. Der Autor muss a Hetz ghabt haben..

  7. Ich finde das super, den Artikel druck ich mir aus. Das nächste Mal wenn mir jemand aus der FPÖ-Fan-Impfgegner-Schwurbel-Verwandtschaft erklären will, dass die FPÖ ja teilweise ganz kluge Argumente hat halte ich ihnen den Zettel unter die Nase.

  8. Das ist halt wieder mal richtig lazy.
    In einer 30 Fragen umfassenden schriftlichen Anfrage spielen sich in 8 Fragen Klamauk ab. Die anderen 16 kann man schonmal stellen:
    1. Welche Überlegungen führten zum Entschluss, einen Forschungskoordinator zu installieren?
    3. Gab es für die personelle Besetzung der Position des Forschungskoordinators eine öffentliche Ausschreibung?

Leave a Reply