Warum Windkraft-Herstellern die Luft ausgeht

by np1985

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  1. Windkraftanlagen aus China sind eh günstiger, vielleicht kann man die Anlagen auch gleich von Chinesen installieren und warten lassen. So würde die Energiewende noch günstiger …

  2. Getriebe für Windräder herstellen: Das war für 160 Mitarbeiter der Firma Eickhoff im sächsischen Klipphausen ein Job mit Perspektive – vor allem in Zeiten der Energiewende. “Nie hätte ich gedacht, dass unser Werk schließt, das war ein riesiger Schock für alle”, so Jörg Koziol vom Betriebsrat.

    Denn im April kam die Nachricht, dass zum Jahresende Schluss ist. Gründe für die Schließung des gerade mal 15 Jahre alten Werkes sei, so Eickhoff, die billige Konkurrenz aus China und die viel zu langen Genehmigungsphasen hierzulande.

    #Deutschland kann Windräder nicht mehr komplett produzieren

    Und damit steht Eickhoff nicht allein da: Auch der Wind-Getriebehersteller Zimm in Ohorn meldet, dass er seinen Betrieb einstellen wird. Zuvor musste der Dresdner Windkraftanlagenhersteller Iqron Insolvenz anmelden, wie auch das Werk für Windkraftgeneratoren der Firma Partzsch in Döbeln.

    Der Windradbauer Vestas hat das brandenburgische Lauchhammer verlassen, und vor einem Jahr schloss das deutschlandweit letzte Flügelwerk Nordex in Rostock. Vieles in der Windradproduktion wurde in Deutschland erfunden, nur hergestellt werden kann hier kein einziges komplettes Windrad mehr.

    #Auch Schienenfahrzeugbau verlagert sich ins Ausland

    “China verändert gerade den Weltmarkt. Deutschland läuft volkswirtschaftlich in ein erhebliches Problem”, analysiert Peter Rasenberger von der Denkfabrik Grantiro.

    Ähnlich sieht es im Bereich der Verkehrswende aus: weg von Straße, rauf auf die Schiene ist reine Theorie. Praktisch schließen Schienenfahrzeugbauer in Deutschland reihenweise.

    #Deindustrialisierung in Bereichen der Energiewende

    Peter Jurke arbeitet seit 45 Jahren im Waggonbau Niesky, wo seit 1835 Güterwaggons hergestellt wurden. Jetzt wickelt er seinen eigenen Betrieb ab, der insolvent ist, Aufträge gehen derweil ins Ausland.

    “Länder wie Österreich oder die Schweiz machen es uns vor, wie man rechtlich LKW von der Straße holt und den Schienenverkehr unterstützt. Und ich weiß, wovon ich rede, denn wir haben für diese Länder die Waggons produziert.”

    Wirtschaftsexperte Peter Rasenberger sieht einen Trend:

    Was gerade mit der Deindustrialisierung passiert, ist historisch einmalig in Deutschland, denn es passiert genau in den Energiewendebereichen. Das ist dramatisch!

    #Bürokratie als Hauptursache für Werksschließungen

    In seinem Team analysieren sie täglich die wirtschaftliche Situation und stellen fest, dass sich allein im Bereich des mittelständischen Maschinenbaus die Insolvenzen und Werksschließungen von Monat zu Monat häufen. Davon betroffen sind allein bis August rund 130.000 Arbeitsplätze.

    Insbesondere die Zahl der Unternehmen, die ins Ausland abwandern, nimmt zu: bis zum Jahresende etwa 300, so Rasenberger. Die Regierung müsse endlich was gegen die überbordende Bürokratie tun, Entscheidungen müssten schneller und mit mehr Mut getroffen werden, sonst verliere Deutschland noch mehr gute Arbeiter und Standorte.

    #Drohende Abwanderung von Fachkräften verhindern

    Für Stefan Ehly von der IG Metall Dresden ist vor allem wichtig, die hoch qualifizierten Fachkräfte, wie die der Firma Eickhoff, zu halten.

    Und so passiert gerade bei den Windradbauern in Klipphausen etwas Besonderes: die Mitarbeiter nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und erarbeiten, begleitet von der IG Metall und der Denkfabrik Grantiro, Ideen, wie sie weiter als Team im Werk bestehen können.

    Getriebe sind weltweit gefragt, warum sich nicht für andere Bereiche anbieten? Denn eins ist klar: Teile für Windräder werden sie erst mal nicht mehr bauen.

  3. Der Markt regelt…

    Oh momentmal der falsche Eingriff des Staates verhindert marktwirtschaftliche Entwicklung, wer hätte damit rechnen können (danke Altmeier und Co.). Hoffe das wie bei den Solaranlagen die Regierung die ganzen Hürden abbaut. Fuck Nimbys, „tierschützer“, besorgte Anwohner und ganz besonders das Denkmalschutzamt(/kartell).
    Ich sehe leider jetzt schon das irgendwelche protektionistischen Maßnahmen getroffen werden die es dann für alle teurer machen und der Kern des Problems nicht angegangen wird.

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