Kann der Umbau ungenutzter Büros die Wohnungsnot lindern?

by jockel37

12 comments
  1. Ist das jetzt eine überraschende neue Idee? Ich wohne seit 5 Jahren in einem ehemaligen Bürogebäude einer Beratungsfirma. Wurde vollständig saniert und in verschieden große Wohneinheiten umgewandelt.

    Andererseits gibt es auch immer noch [Fälle](https://www.fr.de/frankfurt/lurgi-areal-wohnen-in-frankfurt-neues-leben-mertonviertel-bauen-91872287.html), in denen riesige Bestandsgebäude, die nicht mal besonders alt sind, vollständig abgerissen werden, um danach auf dem Gelände Wohnungen zu bauen.

  2. Nein, die Chefs wollen doch alle wieder zurück ins Büro holen, da braucht man die Flächen bald wieder!

  3. Mir wäre ein Baugenehmigungsstopp für Büros z.B. in Berlin lieber.

    Wieviel Fläche hier mit halb-leeren Büroflächen zugeschissen wurde ist erschreckend.

  4. Es macht keinen Sinn bei modernen Zweckbauten deren Innenleben nur aus Schnellbauplatten besteht. Ältere nicht allzu hohe Verwaltungsgebäude wurden oft naturnah gebaut und werden immer öfter umgenutzt.

  5. >”Wir sprechen sicher nicht über sozial geförderten Wohnungsbau. Preisgünstiger Wohnraum dürfte es in den meisten Fällen nicht werden, sondern eher Wohnungen im mittleren und höheren Preissegment.”

    Also kommen zu den unverschämt teuren Wohnungen / Häuser, nun noch weitere unverschämt teure Wohnungen dazu?

    Also anstatt leer stehende Bürogebäude, gibt es dann vielleicht (Spekulation sei dank) leer stehende Wohnungsgebäude?

  6. Gebt mir eine alte Lagerhalle oder Fabrikhalle die nicht so groß ist und ich wohne darin. Ich bin ehrlich, hab mittlerweile keine Hoffnung mehr auf ein Eigenheim bei der aktuellen Lage auf dem Häusermarkt. In 10 Jahren bis ich vollends genug zusammen habe kann sich zwar noch viel ändern, bin aber dennoch nicht sehr zuversichtlich.

  7. Es spricht Bände, dass die zwei mit am häufigsten diskutierten Lösungen in diesem Land die Nachverdichtung und die Umwidmung von Bürogebäuden sind. Da ist die Involvierung des Staates vergleichsweise klein und die umliegende Infrastruktur, wenn auch im Nachhinein ungenügend, immerhin schon vorhanden.

    Die sinnvolle, offensichtliche Maßnahme, vereinfachten Bebauungspläne, beschleunigte Genehmigungen und einheitliche Bauanforderungen eingebettet in die Erschließung von komplett neuen Stadtvierteln ist zu kompliziert und anstrengend.

    München hat beispielsweise über die letzten Jahre Freiham gebaut. Erst die S-Bahn verlängert, dann auf der einen Seite der Schiene ein Industriegebiet hochgezogen, anschließend auf der anderen Seite einen Schulcampus gebaut und das Bauland an private Investoren, Einzelpersonen, Genossenschaften und kommunale Wohnungsbaugesellschaften verteilt. Die komplette, verkehrsberuhigte Infrastruktur war aber vorgeplant und bereits gebaut, als es mit dem Wohnungsbau losging.

    Solche Projekte dürfen kein Kraftakt für eine städtische Verwaltung mehr sein, sondern müssen in kurzen Zeiträumen an mehreren Stellen parallel gebaut werden. Aber da stehen wir uns dann wieder selber im Weg.

  8. Wie immer drum herum überlegt wird, anstatt zu überlegen, wie schneller mehr Wohnungen gebaut werden. Die kommen auf immer mehr verzweifelte Ideen, anstatt den Kern der Sache anzugehen.

  9. Sicherlich eine Möglichkeit. Man könnte aber auch den ländlichen Raum attraktiver gestalten. Hat ja aber keiner Interesse dran

Leave a Reply