Ich (eine US-Amerikanerin) habe zwei Jahre als Fremdsprachenassistentin in Österreich gearbeitet. Am Anfang des Schuljahres habe ich eine “Umfrage” bei einer 7. Gymnasium-Klasse durchgeführt. Die SchülerInnen sollten drei Fragen aufschreiben, die sie über die USA haben. Naja, ich habe mehrere solche Fragen bekommen…

Was meint ihr? Wie sind die Wahrnehmungen der US-Amerikaner in Österreich im Allgemein? Ist unser Ruf wirklich so schlecht?

P.S. Bitte entschuldigt ihr eventuelle Fehler im Deutschen – ich versuche es ja immer noch, mein Deutsch zu verbessern!

by CandidLigonberry

11 comments
  1. Hab bisher nur nette Amerikaner kennengelernt, die mich, trotz meines schlechten Englisch, zu verstehen versuchten.
    Mit einer hatte ich sogar was… aber vielleicht konnte sie auch einfach meine Kommunikationsversuche nicht mehr ertragen🤔

  2. 7. Klasse Gym? Wow – das Schriftbild ist eine Katastrophe, habe das teilweise kaum entziffern können, und warum sind da keine Fragezeichen? Das Niveau im Gymnasium muss echt gesunken sein, seit meiner Zeit …

  3. Währenddessen Siebtklässler in Amerika: Do you ride a kangaroo to school in Austria? Do you know what a microwave is?

  4. Die erste Frage ist angesichts der restlichen Fragen aber schon ein bisschen Ironie.

    Zu deiner Frage würde ich sagen nachdem der Durchschnitt höchstens ein paar Unsinnsmeldungen (Trump, Musk, Corona, irgendwelche Klagen oder Geschichten des “Florida man”) in den Nachrichten sieht wird die breite Wahrnehmung tatsächlich eher mittelmäßig sein.

  5. Naja, laut Klischee seid ihr eine kriegstreiberische Nation, voller Prüder, Übergewichtiger und christlich fundamentalistischer Waffennarren.

    Ich glaube nicht, dass die Klischees auf alle Menschen in den Staaten zutreffen, besagte Menschen schaffen es aber eher in die Medien.

    Als Maschinenbauer verstehe ich nicht, wie ihr mit dem Imperialen-System überhaupt irgendwas auf die Reihe bekommt.

    Das miese Sozial- und Gesundheitssystem finde ich mindestens genauso besorgniserregend wie teilweise die schlechte Infrastruktur und hohe Kriminalität.

    PS: Dein Deutsch ist super! (Vermutlich besser als meines.)

  6. Einerseits spielen auch gerne die hier als seriös gesehen Nachrichten mit den “bad news are good news” und meistens hört man dort nur von Trump oder das wieder irgendwo ein Schoolshooting war.

    Internetmäßig fallen leider auch die zwei extreme Gruppen meistens auf, quasi der dumpfe “USA first” Patriot, und die Enttäuschten die ihr Land fast hassen und jedem gerne bestätigen das alle dumm und fett sind außer sie selbst und ein paar “Erleuchtete”. (das trifft jetzt irgendwie auf jedes Land zu wemn ich darüber nachdenke…)

  7. >Ist unser Ruf wirklich so schlecht?

    Ja.

    Wir hatten in der 5. od. 6. Gym-Klasse eine US-Amerikanerin als Englisch-Assistentin. Schon die Kriegstreiberei nach dem 11. September 2001, der damals erst kurz vergangen war, hat zu so viel kritischem Feedback geführt, dass die sich persönlich angegriffen gefühlt hat. (“Anti-Americanism”).

    Davon abgesehen. Das *Land* und seine *Rolle in der Welt* genießt mMn immer noch hohen Respekt in Österreich, nehme mich da auch nicht aus. Wir haben den USA viel zu verdanken.

    Die *Menschen* und insb. *die Menschen von heute* in den USA kommen mir und ich vermute einmal das ist keine Einzelmeinung recht armselig vor. Lächerlich wenig Bildung in der Breite, lächerlich wenig Gesundheitsversorgung und staatlicher Standard, und es kommen einfach *ständig* irgendwelche lächerlichen Kuriositäten daher. Vielleicht bin ich naiv, aber ich denke mir oft, dass was in den USA an Verarsche gegenüber den eigenen Bürgern passiert wäre hier undenkbar. Oh, schon wieder ein grausamer Massenmord an einer Schule? Die NRA lobbyiert schamlos und erzählt den Leuten einen Blödsinn den man sich in Österreich so nicht bieten lassen würde. Same goes with Health Care, religiösem Fundamentalismus in der Politik, Tr ump, ..

    Obama war leiwand.

  8. Ja, ich finde auch amiland hat echt abgebaut und es scheint immer schlimmer zu werden.

  9. ich war 2000 für ein halbes jahr als Techniker in unserer Niederlassung in York/PA

    Alles sehr nette leute gewesen, super freundlich, total oberflächlich. Jeder will sofort mit dir smalltalk machen, aber das wars dann auch schon. Bist in einer Bar und genießt mal ein paar pitcher der lokalen Brauerei (Hartes zeug für die Ami´s mit 3Vol%) kennst den halben laden.

    Gemeinsam mal auf einen Drink unter kollegen gehen ? Nope

    Mal essen gehen ? Shurly not.

    Was sehr erschreckend war, für mich als einen einfachen HTL absolventen mit 22 Jahren, wie verboten das selbstständig denken war. Fragst einen Techniker wie lange er für einen Schaltschrankumbau benötigt, und die haben alle ihr handwerk verstanden, “go to my supervisor, he will tell you”

    Englische Sprache im generellen, vergiss alles was du mit Maturaniveau kannst, geh auf hauptschule retour, und aktzeptier das du in der falschen zeit unterwegs bist. Mit hats die haare beim Satzbau und grammatik aufgestellt, nach 3 monaten hat sich mein stottern aufgelöst, und ich hab die tenses auch ignoriert. In der ersten zeit hab ich viele sätze mehrfach anfangen müssen weil ich unterm satz den Grammatikfehler erkannt hab.

    Ich hatte massives Mitleid mit unseren Maschinenbauern, die mussten hart schuften damit wir dort technische Klone unserer Maschinen produzieren konnten, da jedes Maß ein MEtrisches war und das erst mal umgerechnet werden musste.

    Sozialsystem war damals schon schlecht, am ersten abend wurde mir gleich mal gezeigt das egal was dir mit dem auto für eine panne passiert. Fahr weiter wenn du in gewissen gegenden bist. Viel armut, Zwar niht die offensichtlichen Homeless guys, aber teilweise brutale bruchbuden.

    Wärend meiner Zeit drüben wurde einer der lokalen Software kollegen zum ersten mal Vater, zur geburt ins Krankenhaus, und 2 Tage später wieder nach hause, mehr war nicht leistbar, obwohl die Versicherung die unsere Firma bot, nach seiner Aussage mit großem Abstand das beste ist was es gab. Den Sparplan für´s College hat er im 3. Schwangerschaftsmonat begonnen.

    Übergewichtige gabs auch damals schon zur genüge, und mir blieb das herz mal stehen als ich mein erstes Elektro einkaufswagerl sah, auf dem einer durch die regale fuhr. Über waffen wurde nicht viel gesprochen, die hatte einfach jeder. Kollegen nach mir waren auch auf privaten schießständen hinter der scheune auf der Farm.

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